Sind Merkel & Co. irre?

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Merkel ist im Kuckucksnest gelandet (Foto: Collage)

Deutschland aktuell: Von Persönlichkeitsstörung bis Psychose, von Irrsinn bis Wahnsinn, von Narzissmus bis Masochismus: Mit Volldampf in die Selbstzerstörung

Was aktuell in Deutschland passiert, kann nicht mehr als normal und gesund erachtet werden. Aufgezwungene uneingeschränkte Masseneinwanderung, wahnhafter Flüchtlingskult, Übergriffe und Sexualdelikte, Gewaltorgien, Messerattacken, steigende Kriminalität, Zensur, Ausgrenzung und Bekämpfung Andersdenkender, Demokratieverlust und Gesinnungsdiktatur. Verantwortlich sind Persönlichkeiten wie Angela Merkel, Horst Seehofer, Heiko Maas und Martin Schulz. Was sagt die Psychologie dazu? Dazu befragen wir Herrn Köhler. Andreas Köhler spricht über Persönlichkeits- und Sozialpsychologie, über Wahn, sozialen Einfluss und Mitläufertum, über Masochismus und Schizophrenie und über die möglichen Ursachen für Irrsinn und Wahnsinn in Deutschland. Ebenfalls im Fokus der Psychologie: Die Persönlichkeit von Kanzlerin Merkel.

Jouwatch-Interview: Thomas Böhm im Gespräch mit Andreas Köhler

Thomas Böhm: Herr Köhler, ein Berufskollege von Ihnen hatte kürzlich ein Gutachten erstellt, dass Aussagen eines nigerianischen Asylbewerbers als „nicht glaubwürdig“ dokumentierte, woraufhin dessen Asylantrag abgelehnt wurde. Jetzt wurde entschieden: Asylbewerber dürfen keinem psychologischen Test zur Bestimmung ihrer sexuellen Orientierung unterzogen werden, selbst dann, wenn diese Orientierung – hier konkret Homosexualität – der einzige Asylgrund wäre und die Wahrheit der Aussage stark angezweifelt würde z.B. weil der Bewerber eine Partnerin und keinen Partner hat. Solche Tests wären nicht menschenwürdig. Was soll man davon halten?

Andreas Köhler: Ich wüsste jetzt noch nicht, was daran jetzt menschenunwürdig sein könnte. In anderen Bereichen werden ebenfalls psychologische Testungen durchgeführt und darüber hinaus tiefgehende Gespräche geführt, die einen durchaus intimen Charakter haben. Ist nicht unsere gesamte Persönlichkeit etwas sehr Intimes? Auch bei Gericht gibt es psychologische Gutachten. Warum gibt es jetzt Sonderregeln für Asylbewerber? Ist deren Persönlichkeit intimer als intim? Da muss ich mal drüber nachdenken. Was ich im konkreten Fall sehe, ist letztendlich staatliche Werbung dafür, dass jedermann kommen kann und auf Kosten des Staates bleiben darf, der vorgibt, homosexuell zu sein und deshalb angeblich gemobbt wird.

Thomas Böhm:  Aber das ist ja sowieso bereits Usus, auch unabhängig davon, ob jemand verfolgt wird oder vor Krieg geflohen ist. Gemäß unserer aktuellen Politik kann jeder kommen. Und was die bevorzugte Sonderbehandlung von Migranten angeht: Das hat vermutlich etwas mit den Prämissen und Zielen unserer Regierung und anderer – meiner Meinung nach – Wahnsinniger zu tun: Uneingeschränkte Masseneinwanderung, Flüchtlingskult, Bevölkerungsaustausch usw.

Andreas Köhler: Ja, eine massive externale Fokussierung auf Flüchtlinge ist deutlich beobachtbar.

Thomas Böhm: Massive externale Fokussierung? Können Sie das bitte erläutern!

Andreas Köhler: Das bedeutet eine starke Fokussierung der Aufmerksamkeit nach außen und ist damit eine Sache der Wahrnehmung, aber auch der Persönlichkeit. Es gibt z.B. Menschen, die – weg von dem, was sie umgibt – ihren Fokus auf alles richten, was möglichst anders z.B. fremdländisch ist. Die massive externale Fokussierung bewirkt eine Art Scheinwelt mit einer vermeintlich neuen Rolle und ist eine Art Realitätsflucht. Zum Zwecke der Aufwertung des eigenen Selbstwertes und Ablenkung von eigenen Problemen, streben wir nach Erhaschen von Anerkennung und spielen ein bisschen Gott.

Thomas Böhm: Passt gut zum Flüchtlingswahn und jenen, die sich mehr für alles ausländische interessieren, Migration anstreben und Migranten bevorzugen und bewundern, während die eigenen Nachbarn ihnen so ziemlich egal sind.

Andreas Köhler: Das ist in dem Fall ein zutreffendes Beispiel.

Thomas Böhm: Wenn das so ist – warum klären Sie dann nicht darüber auf?

Andreas Köhler: Das tue ich bereits. Nur ist es so, dass nicht wenige mit der Wissenschaft der Psychologie und ihren Erkenntnissen leider nur wenig anfangen können. Was in unserem Land los ist, wird scheinbar komplett verdrängt oder negiert. Dabei wirkt vieles wie bei Edgar Allen Poes Short Story “The System of Doctor Tarr and Professor Fether”.

Thomas Böhm: Da, wo die Irren die Irrenanstalt übernommen hatten, die nachfolgenden Besucher aber nichts davon mitbekommen. Vielmehr halten sie die Irren für die Irrenärzte bzw. das Klinikpersonal.

Andreas Köhler: Genau, während das Personal für alle Besucher hörbar, laut schreiend im Kerker sitzt.

Thomas Böhm:  Ja, das passiert aktuell auch in Deutschland – obwohl doch alle mitbekommen müssten, was in unserem Lande täglich abgeht. Ich gebe hier nur mal ein paar Beispiele: 318.000 Wohnungseinbrüche in nur zwei Jahren, Übergriffe auf Frauen und Mädchen, Gewaltorgien, Messerattacken, Messerstechereien, steigende Kriminalität, Morde und Ehrenmorde, Angriffe auf Polizeibeamte, Rettungskräfte und Ambulanz-Personal, Wegen Überforderung vernichten Polizisten Beweise, Spaltung der Gesellschaft in arm und reich, links und rechts, gut und böse, Zensur und Informationslöschung, Ausgrenzung, Verfolgung und Bekämpfung Andersdenkender, Oppositions-Bekämpfung, Gesinnungsdiktatur bis in Fußballvereine hinein sowie Finanzierung linksradikaler Organisationen und Antifa-Schlägertrupps mit Steuermitteln. Parallel dazu marode Infrastruktur, eine Schrott-Bundeswehr, die Islam-Kurse besucht, Wohnungsnot, steigende Mieten und Lebenshaltungskosten, immer mehr Obdachlose…

Andreas Köhler: Und Journalisten, die Politik machen…

Thomas Böhm: …und die Politik in diesem Lande bestimmen – und das unabhängig von den realen Gegebenheiten im Lande. Polizeiliche Kriminalstatistik und Medienberichterstattung spiegeln durch politische Einflussnahme und vielfältige Manipulationen längst nicht mehr die tatsächlichen Zustände im Land ab.

Andreas Köhler: Ja, sie beschreiben vielmehr das Wunschdenken der aktuellen Politik bzw. der Eliten.

Thomas Böhm: Dazu eine hysterische und in weiten Teilen politisch instrumentalisierte Rassismus-Debatte. Selbst Traditions-Apotheken, wie die Frankfurter Mohren-Apotheke wollen durchgeknallte wildgewordene Wadenbeißer verbieten. Die Apothekeninhaberin wird so eingeschüchtert, dass sie devot das beanstandete Logo von der Homepage entfernt. Hinzu kommt dann noch der Gender-Wahn und die Diffamierung von Kritikern, die öffentlich allesamt alles Rechte, Rassisten und Nazis bezeichnet werden, obgleich es sich um normale – aber eben informierte – Menschen handelt, die gegen das neue Schreckensregime aufbegehren – auch weil sie für ihre eigene Abschaffung auch noch bezahlen müssen.

Es sind Menschen wie Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher, die gegen staatliche Unterdrückung durch unmissverständliche und allseits präsente Bevorzugung anderer Völker und Religionen und gegen Masseneinwanderung auf Kosten des Steuerzahlers und auf Kosten von Frauen und Kindern aufbegehren. Die vielen YouTuber, Kritiker und Demonstranten wie „120 Dezibel“ und das Frauenbündnis Kandel sind hier nur einige Beispiele. Was in aktuell in Deutschland passiert, kann nach meiner Auffassung – nein mit großer Gewissheit – als nicht mehr normal und offensichtlich als nicht mehr gesund erklärt werden – auch in Bezug auf Europa. Was meinen Sie, Herr Köhler?

Andreas Köhler: Ja, wer sich geistig und intellektuell auf einem Mindestlevel bewegt und einigermaßen wach mit offenen Augen durchs Leben geht, der bekommt das alles spätestens seit 2015 ganz deutlich mit. Auch wenn systemtreue Medien dies alles – so gut wie es nur irgendwie geht – unterschlagen oder umdeuten und darüber hinaus stets bemüht sind, durch Fokussierung auf andere Themen von der bitteren Realität abzulenken. Was im Europa von Sokrates und Kant vor sich geht, insbesondere in Deutschland – ist dramatisch und erschreckend zugleich.

Thomas Böhm: Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt die Kanzlerin. Viele Menschen im Land sind der Auffassung, dass mit der Kanzlerin etwas nicht stimmt und dass es hier spätestens seit 2015 nicht mehr mit rechten Dingen zugeht. Sie halten sie für irre bzw. geisteskrank.

Andreas Köhler: Ja, es wirkt so. Das alles ist aber wesentlich vielschichtiger. Es geht hier nicht etwa nur um Fragestellungen der Persönlichkeitspsychologie und der Psychiatrie: Sozialpsychologische Zusammenhänge spielen hier eine ganz bedeutende Rolle. Und dann wäre da noch ein Rückblick in die Geschichte.

Thomas Böhm:  Warum Rückblick in die Geschichte?

Andreas Köhler: Die seit 2015 beobachtbare, regelrecht wahnhaft erscheinende Einwanderungs- und Islamverehrungs-Hysterie erinnert – in Verbindung mit der Ausgrenzung, Denunzierung und Bekämpfung von Aufklärern und Kritikern – an die Rassenhysterie und den Größenwahn im Nationalsozialismus – diesmal jedoch umgekehrt. Das ist arg bedenklich. Es scheint so, als gäbe es für den sogenannten Neonazi Typ 2 mittlerweile sogar eine neue „Herrenrasse“. Dieses Mal jedoch eine, die die über den eigenen Bürgern steht.

Thomas Böhm:  Ja, der geradewegs angebetete „Flüchtling“, der „Geflüchtete“, der „Migrant“, der Moslem. Die können sich alles erlauben, ohne bestraft oder ausgewiesen zu werden. Nein, es werden – obwohl man mit den Belastungen kaum noch fertig wird – immer mehr hineingeholt. Es geht gegen das eigene Volk.

Andreas Köhler: Ja, man könnte dies – vom Wahngedanken her – mit dem sogenannten „Volkstod“ vergleichen, der zuletzt ein Ziel Adolf Hitlers war…

Thomas Böhm:  …Und sich jetzt in der Umsetzungsphase befindet. Die von der Bundesregierung und linker Politik finanzierte Antifa und einige der Linken propagieren doch auch den „Volkstod“. Sind die irre?

Andreas Köhler: Also gesund klingt das nicht, sondern masochistisch und irgendwie nach Toxoplasma gondii.  Zudem entspricht es der masochistischen Idee Hitlers.

Thomas Böhm:  Die äffen da offensichtlich nach, was „ihr“ Führer einst verlangte, obwohl sie sich selbst schrägerweise als sogenannte „Antifaschisten“ bezeichnen. Da sieht man, wo Irrsinn und Fehlbildung hinführt. Vermutlich glauben die auch noch daran. Dabei es handelt sich folglich um moderne „Nazis“?

Andreas Köhler: Ja, manche – wie z.B. Dr. Josef Schmelzer – sprechen hier vom sogenannten „Neonazi Typ 2“: Der Mitläufer, der Musterknabe, der beflissene Untertan. Das waren früher die Blockwarte der SED, die Schläger, Schergen und Bürokraten, die Hitler halfen, an die Macht zu kommen und – selbst bei Widerstand – an der Macht zu halten. Und es waren die beflissenen Verwalter und Aufseher der Konzentrationslager.

Thomas Böhm:  Und heute?

Andreas Köhler: Der heutige Neonazi Typ 2 glaubt, dass die Nationalsozialisten keine Sozialisten bzw. Linke, sondern Rechtsextreme waren. Dann glaubt er, dass er selbst das absolute Gegenteil wäre. Auch glaubt er, dass seine Haltung im Sinne der regierungsamtlichen politischen Korrektheit „gut“ und er der „Gute“ ist. Daher fühlt er sich als guter Mensch – und damit allen mit einer anderen Meinung moralisch überlegen. Dass, was die Autoritäten als „gut“ und „böse“ definieren, das findet er genauso „gut“ und „böse“. Er übernimmt das. Selbst dann, wenn es keinen realen Bezug gibt und selbst dann, wenn es sich um eine böse Autorität handeln. Das zeigt u.a. das berühmt berüchtigte Milgram Experiment von 1963, bei dem Probanden als vermeintliche Assistenten für vermeintliche Doktoren in Experimenten Menschen auf Anweisung Stromstöße verpassten, die jenseits der Unbedenklichkeitsgrenze lagen und – sofern es sich bei den Opfern nicht um „Schauspieler“ bzw. gespielte Stimmen gehandelt hätte – teilweise bis zum Tode führten.

Thomas Böhm:  Aber das ist doch schizophren, dass Menschen, die eigentlich das Gute wollen, zu Mitläufern und bösen Tätern werden.

Andreas Köhler: Wem sagen Sie das, Herr Böhm. Aber das ist die Macht des sozialen Einflusses auf das Individuum. Der soziale Einfluss ist so stark, dass diese Mitläufer und Täter im Prinzip blind sind für die Realität.
Apropos „schizophren“ und ihre diesbezügliche Verwunderung, Herr Böhm: Glauben Sie etwa, dass alle Menschen normal bzw. gesund sind? Denken Sie an die extrem steigende Anzahl von Psychosen und die geradewegs epidemische Ausbreitung bestimmter Persönlichkeitsstörungen. Denken Sie aber bitte auch an die Macht des sozialen Einflusses! Hier liegt – wie ich glaube – der Knackpunkt. Auch damals waren die Mitläufer des Irrsinns von der Richtigkeit und Güte ihres Weltbildes überzeugt. Sie taten beflissen ihren Job und wunderten sich erst, als die Alliierten bzw. die Siegermächte vor ihrer Haustüre standen und ihnen mit Gewalt die Augen öffneten.

Thomas Böhm:  Douglas Murray spricht vom „seltsamen Tod Europas“ durch Immigration, Identität und Islam. Er spricht davon, dass Europa offensichtlich des Lebens müde ist.

Andreas Köhler: Klingt wieder nach Masochismus. Vor allem die Deutschen analysiert er treffend. Die hätten sich in ihrem Flüchtlingswahn – einer Art Größenwahn – von allen Flüchtlingsverrückten am meisten hervor getan. Wie damals eben auch, nur umgekehrt.

Thomas Böhm:  Insbesondere dadurch, dass die Kanzlerin die Tore für mehrere Millionen Menschen anderer Kontinente aufstieß, darunter gesuchte Verbrecher, Messerstecher, Islamisten, Terroristen, Attentäter und Mörder. Für Murray scheint es so, dass die Europäer alle an derselben Krankheit erkrankt sind. Er spricht also von Krankheit.

Andreas Köhler: OK.

Thomas Böhm:  Hier möchte ich ansetzen: Sie Herr Köhler führen unter anderem selbst psychologische Testungen durch, schreiben Gutachten und sind Autor psychologischer Fachtexte. Darüber hinaus arbeiten Sie auch mit Menschen, die offiziell als „Flüchtlinge“ bezeichnet werden, ob sie nun wirklich vor etwas geflohen sind oder eben nicht. Herr Köhler, was sagen Sie als erfahrener Profi dazu bzw. speziell zu Angela Merkel und ihrem Flüchtlingswahn, den sie – über die Köpfe der Bürger hinweg – munter und fröhlich auslebt, dabei immer weitermacht und offensichtlich gar nicht mitbekommt, was im Lande auf den Straßen passiert. Leidet Frau Merkel vielleicht unter Realitätsverlust, an einer Psychose oder an einer Persönlichkeitsstörung?

Andreas Köhler: Also von leiden kann hier keine Rede sein. Bei bestimmten Psychosen oder Persönlichkeitsstörungen „leiden“ die Betroffenen nicht, selbst wenn man dies im allgemeinen Sprachgebrauch immer wieder so formuliert. Diese Formulierung ist jedoch falsch bzw. einseitig.

Thomas Böhm:  Warum?

Andreas Köhler: Menschen, die wirklich „leiden“, konsultieren allein aus einer bzw. ihrer Not heraus einen Facharzt für Psychiatrie oder einen Psychotherapeuten. Das sind aber die wenigsten. Nicht alle sind in Not – oftmals sogar eher ihr Umfeld. Die meisten Betroffenen von – speziell für ihre Umwelt gefährlichen – Psychosen kämen niemals im Traum von selbst auf die Idee, sich Hilfe zu holen. Warum denn auch? Dass mit ihnen etwas nicht stimmt oder dass sie sich auffällig verhalten, merken die Betroffenen selbst nicht. Sie halten sich selbst für gesund und völlig normal. Sie halten eher andere für gestört. Bei Persönlichkeitsstörungen ist das ähnlich.

Thomas Böhm:  Was sind Persönlichkeitsstörungen?

Andreas Köhler: Persönlichkeitsstörungen sind schwere Störungen der Persönlichkeit und des Verhaltens. Von einer Persönlichkeitsstörung spricht man, wenn bestimmte charakterliche Merkmale derart dominieren, dass dadurch Störungen im Erleben oder in Beziehungen zu anderen eintreten. Bei Störungen der Persönlichkeit weichen Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster von situationsangemessenem Erleben und Verhalten ab. Man spricht dann von abnormer oder psychopathischer Persönlichkeit bzw. von Psychopathie. Die allgemeine Begriffsbezeichnung lautet jedoch „Persönlichkeitsstörung“. Die Abweichung von der Norm bezieht sich weniger auf ein konkretes Merkmal an sich, sondern vielmehr auf dessen Prägnanz und Dominanz, die auf andere Menschen irritierend wirken kann, einem selbst aber in keinster Weise bewusst ist.

Thomas Böhm:  Warum?

Andreas Köhler: Menschen mit ernsthaften Persönlichkeitsstörungen oder psychotischen Erkrankungen können ihre Störung selbst nicht sehen. Entsprechende Indizien wollen sie nicht wahrhaben, entsprechendes Feedback wird negiert. Sofern diese Menschen dennoch irgendwie den Drang nach Hilfe verspüren sollten, äußert sich das oftmals in ganz anderen Anliegen z.B. in einem bestimmten Konsum- oder Entscheidungsverhalten oder über die Suche nach Lob, Bewunderung und Bestätigung.

Thomas Böhm:  Was sind Psychopathen?

Andreas Köhler: Hier muss man differenzieren zwischen dem im Alltag gebräuchlichem Begriff, mit dem man Menschen mit Persönlichkeitsstörungen allgemein bezeichnet und der konkreten „psychopathischen Persönlichkeitsstörung“, die man im fachlichen Gebrauch auch als dissoziale, antisoziale oder soziopathische Persönlichkeitsstörung bezeichnet. Der Psychopath zeigt sich durch die Missachtung sozialer Normen bzw. gesellschaftlicher Regelwerke sowie der Rechte anderer, wobei ihm das Schuldbewusstsein für unangebrachte Handlungen fehlt. Auch fehlt ihm das nötige Einfühlungsvermögen in die Gefühle anderer Menschen.

Thomas Böhm:  Klingt nach Angela Merkel.

Andreas Köhler: Obwohl ihre Sozialkompetenz eingeschränkt ist, können sich Psychopathen nach außen souverän und eloquent geben, eine Fähigkeit, die ihnen durchaus liegt. Dennoch geht es bei allem, was sie tun, auch bei gespieltem sozialkompetenten Verhalten einzig und allein um die Erreichung ihrer Ziele. Solche Persönlichkeiten verstehen die Welt und ihr Umfeld als eine Art „Supermarkt“, in dem sie sich als „Kunde“ lediglich bedienen brauchen. Dabei halten sie sich für die „Allergrößten“.

Thomas Böhm:  Das erinnert mich alles doch sehr an Angela Merkel, die offensichtlich macht, was sie will und durchsetzt, was sie will – nicht aber das, was die meisten Menschen wollen.

Andreas Köhler: Ja, ihr Verhalten wirkt teilweise psychopathisch. Während viele Psychopathen kriminell werden, gibt es eine große und bedeutende Gruppe hoch funktionaler und dabei sehr erfolgreicher Psychopathen, die in höheren Hierarchie-Stufen sogar überrepräsentiert werden.

Thomas Böhm:  Die sitzen also oft in Führungspositionen z.B. in der Politik?

Andreas Köhler: Ja, weil Psychopathen nach Macht streben, findet man sie in solchen Positionen etwa sechsfach überrepräsentiert. Nach Robert D. Hare, dem Begründer der Psychopathieforschung gehen u.a. viele Probleme in der Wirtschaft – und gewiss auch in der Politik – auf Menschen mit psychischen Problemen zurück, ebenso auf Narzissten und Psychopathen. Neurobiologe Niels Birbaumer sagte: „Sie sind nicht gewalttätig – der Schaden, den sie aber in unserer Gesellschaft anrichten, ist immens.“

Thomas Böhm:  Und das merkt keiner?

Andreas Köhler: Nein, laut Robert D. Hare, dem besagten Begründer der Psychopathieforschung werden psychopathische Verhaltensweisen wie z.B. Dominanz und Manipulation von Beurteilern und Entscheidern gern fälschlicherweise als typische Führungsqualitäten gedeutet und sogar positiv gewertet. Zudem trügt der erste positive Eindruck. Dadurch gelangen Psychopathen – wie trojanische Pferde – in die Zentren der Macht und können sich hier relativ frei und auf dem Rücken anderer austoben. Aufgrund der hohen Funktion, des hohen Status und des dominant-souveränen Auftretens bemerkt kaum einer die nachfolgende Misswirtschaft u.a. durch waghalsige Entscheidungen. Viele meinen dann, dass müsse so sein und fügen sich diesem trügerischem Eindruck.

Thomas Böhm:  Passt – wie gesagt – alles zu Frau Merkel. Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz sagt jedoch auch, Frau Merkel habe eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.

Andreas Köhler: Dass Kollegen vom Fach wie z.B. Hans-Joachim Maaz Frau Merkel als „narzisstisch“ bezeichnen, liegt auf der Hand. Das meine ich jetzt nicht allein im Zusammenhang mit ihrem Verhalten, sondern mit ihrer Position, ihrer Funktion und ihren Zielen. Sie will etwas erreichen, will sich weiter einen Namen machen und vielleicht in die Geschichtsbücher eingehen.

Thomas Böhm: …Oder in die ewigen Jagdgründe: Als Kanzlerin, die Deutschland dem Untergang geweiht bzw. zerstört hat? Oder wie Henryk M. Broder es ausdrückt:Merkel fährt Deutschland, zusammen mit ganz Europa an die Wand. Unser Land geht den Bach runter.“ Hans-Joachim Maaz sieht in Merkels Wesen eine Bedrohung für das Land. Ihr Verhalten zeige eine „narzisstische Grundproblematik“, die zu einer wachsenden Gefahr für das Land werde.

Andreas Köhler: Dass ihre Grundproblematik mittlerweile zu einer Gefahr und weiter wachsenden Gefahr für das Land geworden ist, möchte ich nicht leugnen. Das kann man ja deutlich sehen. Zahlen und auch Straftaten sprechen für sich, selbst das, was nach statistischen Unterschlagungen, Verzerrungen und sonstigen Auslegungen am Ende übrigbleibt. Auf der anderen Seite wird seitens der herrschenden Politik ganz offensichtlich nichts unternommen, den eingetretenen Schaden zu begrenzen und zu reduzieren.

Thomas Böhm: Nein, es wird weitergemacht und mit dem geplanten Familiennachzug sogar forciert. Was vor der Wahl den Wählern versprochen wurde, gilt nun nicht mehr. Alexander Marguier, Chefredakteur von Cicero schrieb am 31.01.2018 – ich zitiere- : „Der Streit um den Familiennachzug war ein Schmierentheater mit absurdem Ergebnis“. Seiner Meinung nach könnten sich besonders naive Gemüter die Fragen stellen: „Wenn schon Große Koalition, sollte diese dann nicht auch die politischen Präferenzen eines Großteils der Bevölkerung abbilden?“ Schließlich ist laut Umfragen eine klare Mehrheit der Deutschen – und übrigens sogar der SPD-Wähler – gegen Familiennachzug bei subsidiär Schutzberechtigten.

Andreas Köhler: Es geht aber offensichtlich und zudem messbar längst nicht mehr um die eigene Bevölkerung – und ebenso wenig um den Willen der Bürger, sondern darum die Ideologien der Eliten umzusetzen, notfalls mit Zwangsmaßnahmen. Das sagte bereits Nicolas Sarkozy im Dezember 2008.

Thomas Böhm: Ja bereits er plädierte für die gewaltsame Umsetzung des irren Konzeptes von der Vermischung der Rassen. Merkel setzt das nun um. Ein veröffentlichtes EU-Papier beweist: Es ging nie um „Flüchtlinge“, sondern um eine geplante „Neuansiedlung“ im Rahmen eines offiziellen EU-Neuansiedlungsprogrammes. Bereits im Mai 2015 schlug die Europäische Kommission mit der Europäischen Migrationsagenda eine umfassende „Strategie“ vor. Im Juni 2015 veröffentlichte die Europäische Kommission eine Empfehlung für eine europäische Neuansiedlungsregelung usw. Der fünfte Bericht über die Umsiedlungs- und Neuansiedlungsmaßnahmen wurde meines Erachtens am 27. Januar dieses Jahres angenommen.

Andreas Köhler: Ich denke, die meisten Bürger in Deutschland wissen gar nichts von diesem seit längerer Zeit feststehenden Plan.

Thomas Böhm: Nein, die meisten sind offensichtlich mehr mit Konsum oder ihrem täglichen Überleben beschäftigt. Fakt ist: Wir wurden alle belogen! Die angebliche Verhandlung sogenannter Obergrenzen ist eine reine Farce bzw. eine Show. Der Cicero schreibt am 31.01.2018  von „Zahlenmystik“ in einem Land, das in Sachen Migration längst den Überblick verloren hat. Man kann auch von Kontrollverlust sprechen.

Andreas Köhler: Die vorhandenen Probleme werden aber ausgeblendet.

Thomas Böhm:  Ja, dazu gehören nicht nur die vielen Gewaltübergriffe, die zum Teil gar nicht mehr als Straftaten gesehen oder erfasst werden oder die Kinderehen, sondern auch das bewusste Vorschicken Minderjähriger zum Zweck der Kettenmigration. Der Pinneberger Fall einer nachziehenden Zweitfrau gilt laut Cicero „derweil als skurrile Randerscheinung ohne Relevanz und Symbolwert“. Alexander Marguier schreibt: „Es werden Fakten geschaffen – aber eine inhaltliche Debatte findet nicht statt. Stattdessen tönen die Ideologen und mahnen die Kirchen“, die übrigens zu den finanziellen Hauptnutznießern der Massenmigration zählen. Über allem schwebt die Führerin dieses Irrsinns, Frau Merkel.

Andreas Köhler: Ich gebe aber zu bedenken, dass Frau Merkel nicht alleine diese Gefahren und Schäden verursacht. Ideologische Personen, die – wie auch immer – in die Geschichtsbücher eingehen wollen, haben immer ihre beflissenen Mitläufer. Das war im Dritten Reich so, das war im SED-Regime so. Das ist heute so.

Thomas Böhm: Ist Frau Merkel wahnsinnig?

Andreas Köhler: Selbst wenn es so wirkt: Es geht – wie gesagt – nicht nur um eine Person. Im Hinblick auf einen Wahn – wie z.B. den Größenwahn – kennen wir den sogenannten symbiotischen Wahn, der sich auf das Umfeld übertragen kann, so dass andere von der Überzeugung und wahnhaften Scheinwelt des Betroffenen geradewegs sozialisiert und schließlich „überzeugt“ werden. Das kann schlimme Folgen haben. Deutschland ist der Meister des Größenwahns und ebenso Meister des Denunzianten- und Mitläufertums. Der sogenannte „Untertan“ ist ein typisch deutsches Phänomen.

Thomas Böhm: Ja, das sieht man. Viele sprechen mittlerweile von einem aufkommenden „4. Reich“.

Andreas Köhler: So wie Hitler, so hat auch Merkel unzählige Mitläufer. Die würden wie damals den größten Irrsinn und Wahnsinn unterstützen, sogar den Untergang.

Thomas Böhm: Wieso „würden“? Alles zielt doch bereits in diese Richtung. Aber noch mal zurück zum Narzissmus. Hans-Joachim Maaz spricht in Bezug auf Merkels Wesen von einer Bedrohung für das Land. Sehen Sie das auch so? Ist so etwas schädlich?

Andreas Köhler: Narzissmus bzw. eine narzisstische Persönlichkeitsstörung selbst ist nicht unbedingt etwas Schreckliches bzw. etwas zwingend Schädliches. In vielen anerkannten, gut situierten Berufen findet man Narzissten, darunter viele eloquente und erfolgreiche Menschen. Denn ein gewisser Narzissmus steht im Zusammenhang mit Erfolg. Wer als Politiker oder Künstler über keine narzisstische Veranlagung verfügt, hat in seinem Metier auch weniger Charisma und Erfolg. Insofern können manche speziellen Persönlichkeitskonstitutionen, die man als Persönlichkeitsstörungen bezeichnet – wie z.B. die narzisstische Persönlichkeitsstörung – Menschen erst zu bestimmten Leistungen bzw. zu Höchstleistungen befähigen. Können Sie sich vorstellen, 16 Stunden am Tag zu kommunizieren, zu repräsentieren und im Rampenlicht zu stehen? Das schaffen die wenigsten.

Thomas Böhm: Hans-Joachim Maaz spricht aber ganz unmissverständlich von einer Bedrohung durch Merkels Persönlichkeitsstörung. Wann wird es denn gefährlich bzw. bedrohlich?

Andreas Köhler: Gefährlich sind insbesondere die Psychopathen und die radikalen Unterarten der narzisstischen Persönlichkeitsstörung wie z.B. die masochistische-selbstzerstörerische Persönlichkeitsstörung oder naiv-aggressive Persönlichkeiten  – wie ich sie nenne. Derartige Persönlichkeiten können mit ihrem charakterbedingtem Verhalten wirklich großes Unheil anrichten.

Thomas Böhm: Unheil für andere?

Andreas Köhler: Ja, ein solches Unheil bezieht sich nicht zwingend auf die Personen selbst – wie viele das annehmen – sondern auf andere Menschen, die darunter zu leiden haben, also das Umfeld. Ganz extrem ist das bei naiv-aggressiven Persönlichkeiten, die sich mit ihrer egozentrischen Grundhaltung als Weltverbesserer oder Missionar sehen und mit ihren fixen Idee für eine vermeintlich gute Sache – manchmal geradezu wahnhaft wirkend – andere zu belehren, zu missionieren und ihre Lebensweise zu dominieren versuchen. Diese Menschen bereiten anderen oft große Probleme – allein deshalb, weil sie andere Menschen, die nicht ihren Idealen folgen, die sich nicht an von ihnen aufgestellte Regeln halten denunzieren und sehr aggressiv bekämpfen. Von diesen Persönlichkeiten weisen sehr viele eine naive externale Fokussierung auf alles Andersartige und Fremdländische auf. Dabei verdrängen sie ihre eigene Kultur und ihr Land völlig. Sie schämen sich dafür, hassen ihr Land.

Thomas Böhm: Wie Frau Merkel – als sie mit Ekel im Blick eine Deutschlandfahne entsorgte? Sie kennen sicher diese Szene?

Andreas Köhler: Ja, natürlich. Wer kennt die nicht? Das ist eher etwas anders, spricht aber trotzdem Bände. Eine massive externale Fokussierung ist – wie bereits erwähnt – eine Mischung aus den stark nach außen gerichteten Fokus, Gott spielen, Erhaschen von Anerkennung zum Zwecke der Aufwertung des eigenen Selbstwertes und Ablenkung von eigenen Problemen.

Thomas Böhm: Was hat es mit der von Ihnen genannten masochistisch-selbstzerstörerischen Persönlichkeitsstörung auf sich? Das sind doch Ritzer, oder??

Andreas Köhler: Nein, das ist so ein Klischee. Das sogenannte „Ritzen“ kommt zwar vor, ist aber so eine verallgemeinerte sehr oberflächliche Klischeevorstellung. Menschen mit einer masochistischen bzw. selbstzerstörerischen Persönlichkeitsstörung handeln nicht nur zwingend ausschließlich gegen sich selbst, suchen nicht nur selbst das Risiko bzw. den sogenannten Thrill oder Kick. Nicht selten streben sie unbewusst an, auch andere in ihr Verderben mit hineinzuziehen wie z.B. vermutlich auch der Pilot des bekannten Germanwings-Fluges 4U9525, der im März 2015 einen Airbus A320 gegen ein Bergmassiv in den südfranzösischen Alpen gesteuert hat, wobei er alle 150 Menschen an Bord der Maschine mit in seinen persönlichen Untergang bzw. in den Tod nahm.

Thomas Böhm: So etwas macht fassungslos…
Andreas Köhler: Ja, aber was bei gesunden Durchschnittsmenschen für Fassungslosigkeit sorgt, gilt für narzisstische Persönlichkeiten mit selbstzerstörerischem Hang als erstrebenswert – und tatsächlich wächst die Anzahl derer, die einen solchen Hang zeigen, stetig. Die Psychologen Jean M. Twenge and W. Keith Campbell von der San Diego State University sprechen nach zahllosen Studien von einer regelrechten Narzissmus-Epidemie. Ihre Forschungsergebnisse mündeten in ihr Buch „The Narcissism Epidemic”. Andere wiederum halten biologische Erreger für ursächlich z.B. den Parasiten Toxoplasma gondii, der das menschliche Gehirn entsprechend manipuliert. Jeder dritte Mensch ist mit ihm infiziert.

Thomas Böhm: Die suchen den Kick oder Thrill?

Andreas Köhler: Ja, sogar die indirekte Selbstzerstörung, wobei das natürlich nicht auf bewussten, sondern unbewussten Denk-, Handlungs- und Entscheidungsprozessen basiert. Auch Schuldgefühle und andere Komplexe sind Auslöser für Masochismus bzw. den Hang zur Selbstzerstörung und auch das Streben zur sogenannten „Mitnahme“ anderer.

Thomas Böhm: Könnte eine masochistische bzw. selbstzerstörerische Persönlichkeitsstörung auch bei Frau Merkel vorliegen? Das sieht doch danach aus.

 Andreas Köhler: Ich erinnere mich daran, dass Frau Merkel im Juli 2015 ein für sie eventuell traumatisches Erlebnis hatte: Die Konfrontation mit einem kleinen Mädchen, dem sie vor laufender Kamera eine Abfuhr bezüglich ihres Bleiberechts in Deutschland verpasste. In den Medien wurde Merkel daraufhin als eiskalte „Eiskönigin“ dargestellt und öffentlich zerrissen.

Thomas Böhm: Ja, es brach ein wahrer Shitstorm über sie herein.

Andreas Köhler: Dieses Erlebnis muss eine starke Wirkung auf sie gemacht – und seelische Narben hinterlassen – haben. Denn nachfolgend konnte man bei Frau Merkel eine deutliche Verhaltensänderung beobachten…

Thomas Böhm: …Die sich dann in der rechtswidrigen Öffnung der Grenzen, in der ausufernden Einschleusung und unkontrollierten Einwanderung von Millionen Menschen zeigte, was übrigens bis heute anhält, obwohl in den Medien das Gegenteil präsentiert wird. Das sind doch masochistische bzw. zerstörerische Züge, oder?

Andreas Köhler: Ja, sie verletzt sich damit selbst – im Prinzip aber die anderen.

Thomas Böhm: Ja, ihr Volk, von dem sie ja eigentlich den Auftrag hat und für das sie eigentlich einen Amtseid geleistet hat. Der da lautet – ich zitiere- : „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde…

Andreas Köhler: Gehen wir mal tiefer rein: Dieses „Volk“ hat ihr über den damaligen Presse-Shitstorm Im Juli 2015  aber Kritik, Hohn und Spott entgegengebracht. Blicken wir mal weiter zurück: Was sagte Hitler, als „sein“ Volk aus seiner Sicht versagte und viele plötzlich gegen ihn waren? Er sagte: “ Es ist nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das deutsche Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil, es ist besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hat sich als das schwächere erwiesen, und dem stärkeren Ostvolk gehört ausschließlich die Zukunft.“ Hitler war von diesem Zerstörungswillen so sehr erfasst, dass er sagte „Wenn das deutsche Volk einmal nicht mehr stark und opferbereit genug ist, sein Blut für seine Existenz einzusetzen, so soll es vergehen und von einer anderen, stärkeren Macht vernichtet werden.“

 Thomas Böhm: Wann begann Ihrer Meinung nach der Hang zur Selbstzerstörung bei Hitler?

Andreas Köhler: Der 27. November 1941 war der Tag, an dem Hitler zum ersten Mal die Möglichkeit des Scheiterns in den Sinn kam. Hitler erinnerte sich auch an General Ludendorf, der – als er den Ersten Weltkrieg verloren gab, die Verantwortung dafür an die Politiker abschob und sagte „Jeder dritte Deutsche ist ein Verräter“. Ab dem Sommer 1944 war es so weit: Hitler erließ einen Vernichtungsbefehl nach dem anderen, von dem selbstmörderischen Entschluss, später im Dezember im Westen die Ardennenoffensive gegen die Westmächte zu beginnen bis zur „Aktion Gewitter“, der gezielten Ausschaltung ehemaliger Minister, Bürgermeister und Parlamentarier. Seit Sommer 1944 unternahm Hitler so ziemlich alles dafür, das Deutsche Reich von der Landkarte zu fegen und die Deutschen zum sogenannten „Volkstod“ zu verurteilen. Insofern war Hitler laut dem britischen Historiker Ian Kershaw DER Volksverräter des 20. Jahrhunderts.

Thomas Böhm: Heute ist das Frau Merkel – viele bezeichnen sie so: Als Volksverräterin.

Andreas Köhler: Tatsächlich gibt es deutliche Parallelen zwischen den beiden. Dennoch vollbringt man so etwas aber niemals alleine. Es gibt immer symbiotische Mitläufer, die von ihrem Führer beeinflusst werden. Und der wiederum wird von seinen Mitläufern beeinflusst. Ein Teufelskreis, der zur Selbsterfüllung wird.

Thomas Böhm: Bis in den Untergang?

Andreas Köhler: Ja, so etwas entwickelt sich schnell zu einem Selbstläufer. Die anderen schauen entweder gutgläubig oder dumm zu oder springen auf den Wagen auf. Warum haben damals die Deutschen – vom General bis zum Gefreiten, vom Professor bis zum Proletarier – ihrem Führer selbst noch dann die Treue gehalten, als sein Verrat und der drohende Untergang allen halbwegs wachen Geistern vor Augen stand und selbst die Generalität längst an der Urteilskraft ihres „Führers“ zweifelten? Deutschland lag mittlerweile allein durch die tobenden Bombenangriffe in Schutt und Asche und an den Fronten wurden die Armeen zum Teil sinnlos hingeschlachtet.

Thomas Böhm: Deutschland wurde seiner Menschen, seiner Kultur und seiner schönen Städtesubstanz beraubt…

Andreas Köhler:  Es war nicht nur Loyalität, das Pflicht- und Ehrgefühl sowie fehlende Alternativen, sondern der kollektive Realitätsverlust, gepaart mit Mitläufertum. Aber auch die Angst vor der eigenen Vernichtung als „Volksschädling“. Die Standgerichte sprachen allein in den letzten Wochen des Krieges sechs- bis siebentausend Todesurteile und es gab klare Befehle, wie mit Abweichlern umzugehen sei.

Thomas Böhm: Heute gibt es auch wieder Ideen und deren Umsetzung wie mit Abweichlern umzugehen ist.

 Andreas Köhler: Das ist wohl war: Anfeindung, Ausgrenzung, Zensur, Löschung oder Kündigung. Ich bekomme das wohl mit. Und es wird immer schlimmer.

 Thomas Böhm: Konzentrationslager, Guillotine, Fallbeil, Fleischerhaken und Erschießungen gibt es aktuell zum Glück aber noch nicht.

Andreas Köhler: Aber die seelische Komponente bzw. die Belastung für die Psyche ist hoch. Sowohl in Bezug auf diesen ganzen Irrsinn, den wir in der aktuellen Politik vorfinden als auch ist in Bezug auf das sehr aggressive Verhalten im Umgang mit Abweichlern und Kritikern. Dass immer mehr Menschen diesen Irrsinn und Wahnsinn seelisch nicht ertragen oder zumindest starke kognitive Dissonanzen auftreten, die zu seelischen Konflikten und Ängsten führen, merken auch die Psychiater. Sie sehen das in steigenden Zahlen.

Thomas Böhm: So etwas hatten wir bereits. Damals hieß es: „Kauft nicht bei Juden“ oder „Juda verrecke“. Heute bezieht sich das auf die neue Opposition. Sie sagten „Mitläufertum“. Was hat es psychologisch damit auf sich?

Andreas Köhler: Da müssen wir in die Sozialpsychologie: Ein ungesundes System, das zu einem gefährlichen Regime wird, hat immer Mitläufer, die den ganzen Irrsinn und Wahnsinn stützen und überhaupt erst möglich machen und dabei helfen, die Ideologien und Phantasien der führenden und ggf. irrenden Elite umzusetzen. Das ist die Macht des sozialen Einflusses. So entstehen bestimmte Weltbilder, selbst die irrsinnigsten.

Thomas Böhm: Was heißt das?

Andreas Köhler: Unser Denken, Fühlen und Verhalten sowie unsere Meinungs- und Urteilsfindung wird durch externe Faktoren, die Gesellschaft und die Medien wie selbst von der rein fiktiven Vorstellung der Anwesenheit anderer massiv beeinflusst. Oft erfolgt diese Beeinflussung von außen sehr subtil z.B. durch bestimmte Konventionen, soziale Erwartungen, den kulturellen Kontext, eine Deindividuierung etc., aber eben auch gezielt z.B. über gezielte Beeinflussungsstrategien, Manipulationsmaßnahmen, Nudging. Derartige Maßnahmen staatlicher oder staatlich subventionierter Organisationen wie auch Medien finden Sie überall. Sie erzeugen eine kollektive Realität, die aber lediglich eine Scheinrealität nach dem Prinzip von Hans Christian Andersens „Des Kaisers neue Kleider“ ist.

Thomas Böhm: Was hat die sogenannte „Psychologie der Massen“ damit zu tun?

Andreas Köhler: Nach den Erkenntnissen der „Psychologie der Massen“ führen große Gruppen dazu, dass die individuelle Identität in der Menge oder Gruppe untergeht und an Stelle der individuellen Persönlichkeit die Gruppenidentität dominiert. Persönliche Standards in Bezug auf Beobachtung, Wahrnehmung, Denken, Meinungen, Urteilsbildung, Entscheidungsfindung und Verhalten werden zu Gunsten der Einhaltung bzw. Erfüllung von Gruppennormen herunter gestuft oder gehen ganz unter. Wir nutzen andere Menschen als Informationsquelle, welche dann über unser eigenes Denken und Verhalten entscheidet. Einzelurteile der Einzelnen gleichen sich mit der Zeit an die Gruppe bzw. die Gesellschaft. Gruppenurteile werden nicht nur öffentlich, sondern auch privat übernommen und akzeptiert.

Thomas Böhm: Haben Sie da Beispiele?

Andreas Köhler: Beispiele liefern das Stanford-Prison-Experiment, das klassisches Experiment zum informativen sozialen Einfluss von Muzafer Serif, das Verhalten von Fußball-Hooligans, unterlassene Hilfeleistung durch den Effekt der pluralistischen Ignoranz, das bekannte Augenzeugen-Experiment 1, das Police-Story-Experiment von Buehler & Griffin usw. Das nennt man den informativen bzw. informationalen Einfluss. Und dann gibt es da noch den sogenannten normativen sozialen Einfluss: Selbst in eindeutigen Situationen lassen wir uns vom Verhalten anderer beeinflussen. Sowohl mögliche Belohnungen, als auch die Angst vor Sanktionen, Strafen, Nichtakzeptanz oder Ausgrenzung sind ursächlich ausschlaggebend.

Thomas Böhm: Wir übernehmen die Meinung und die Weltbilder anderer weil wir Sanktionen, Strafen, Nichtakzeptanz oder Ausgrenzung befürchten?

Andreas Köhler: Ja, allein um von einer Gruppe bzw. den vermeintlich „anderen“ gemocht oder akzeptiert zu werden, übernehmen wir deren Meinung und Normen, selbst wenn diese unserer eigenen Einschätzung und Meinung widersprechen.

Thomas Böhm:  Da gibt es doch so ein bekanntes Experiment, oder?

Andreas Köhler: Ein klassisches Experiment zum normativen sozialen Einfluss ist das Konformitäts-Experiment von Salomon Asch, einem der bedeutendsten Pioniere der Sozialpsychologie, bei dem die Versuchspersonen unter dem Konformitätsdruck der Gruppe falsche Urteile abgaben. Das besagte Experiment zeigt, wie stark Menschen als soziale Wesen Konformitätsdruck unterliegen bzw. auf andere Menschen ausüben können. Das Experiment zeigte, dass Gruppen, die ihre Position konform vertreten, auch wenn diese offensichtlich falsch ist, Einfluss auf andere Gruppenmitglieder nehmen können. Und dann gab es da noch das bekannte Augenzeugen-Experiment 2 von Baron und anderen.

Thomas Böhm: Klingt erschreckend…

Andreas Köhler: …Ist aber die bittere Realität. Hinzu kommt da noch die Wirkung der Medien. Diese üben einen ganz erheblichen Einfluss auf uns aus, sowohl im Hinblick auf normativen als auch informationalen sozialen Einfluss. Medien bestimmen, was legal gesagt und nicht öffentlich geäußert werden darf. Medien beeinflussen ebenso unsere Idealvorstellungen im Hinblick auf Social Standing, Image, Rechtsempfinden und Schönheits-Ideale.

Thomas Böhm: Wenn man sich anschaut, wer da so alles bei den Medien Verantwortung hat und welche Weltbilder dort gedacht und implementiert werden, wird vieles deutlich.

Andreas Köhler: Ja, da entstehen eigenständige Denkmuster und Weltbilder, die dann mit Nachdruck nach außen projiziert werden. Das beeinflusst die Zuschauer und Zuhörer, aber ebenso die Politiker selbst, die sich dann wiederum an den Medien orientieren.

Thomas Böhm: Also formen die Medien unsere Wahrnehmung, unser Denken und unsere Entscheidungen.

Andreas Köhler: Ja, die Medien sind die Mittäter, die über Informationsunterlassung, Informationsverzerrung, Informationsverschleierung und Umdeutung von Tatsachen das alles erst möglich machen.

Thomas Böhm: Sie unterstützen ein gefährliches und im Wesen eigentlich böses Regime.

Andreas Köhler: Das ist gefährlich. Objektivität und Neutralität sind zumeist nicht gegeben. Entsprechend dem eigenen Weltbild – dazu in einem Kreis, in dem sich nach dem Gesetz der Anziehung Gleiches gerne zu gleich gesellt, wird quasi Propaganda für ein bestimmtes –  vermeintlich richtiges – Weltbild gemacht.

Thomas Böhm: Und gegen andere Weltbilder gehetzt und aufklärende Informationen zensiert und gelöscht. Wer informiert und aufklärt ist angeblich ein Hetzer.

 Andreas Köhler: Das kann dann auch schon mal sehr skurril wirken. Z.B. wenn im u.a. im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bzw. im Fernsehen Falschnachrichten gebracht werden, die falscher gar nicht sein können.

Thomas Böhm: Ja, z.B. die Behauptung, die Flüchtlingskrise sei quasi beendet oder die entsprechende Kriminalität sei gar nicht gestiegen, die vielen Übergriffe würden die Deutschen Opfer selbst verüben.

Andreas Köhler: Allein der Begriff „Hetze“ ist skurril, da es – sofern man nüchtern beobachtet und nachmisst – nicht selten komplett umgekehrt zugeht. Seit wann ist Information und Aufklärung Hetze? Das fällt ja auch darunter. Deshalb wird es zensiert und gelöscht. Aber bei naiven oder wenig klugen Menschen sowie den vom Konsum Abgelenkten wirkt das. Die glauben das. Die wahre Hetze können sie noch nicht sehen oder wollen sie nicht wahrhaben. Ihr Weltbild wird quasi von oben vorgegeben z.B. durch Propaganda, persuasive Kommunikation und Nudging. Man hat ihnen den sogenannte „Floh“ ins Ohr gesetzt.

Thomas Böhm: Ja, wirklich schrill. Opfer und Gewalttaten werden geleugnet oder hinterfragt.

Andreas Köhler: Und die beflissenen Untertanen und Mitläufer plappern das wie programmiert nach.

Thomas Böhm: Das war auch beim Mord in Kandel so, bei dem ein von allen hofierter afghanischer Asylbewerber ein deutsches Mädchen mit unzähligen Messerstichen tötete, ja regelrecht massakrierte. Angeblich konnte man sogar ihre Zähne durch den geschlossenen zerschnittenen Mund hindurchsehen, so zugerichtet war das Mädchen. Und auch bei dem nachfolgenden Mord an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule plapperten die Verantwortlichen wie programmiert ihre Stellungsnahmen, stets parteiisch im Hinblick auf den Schutz des Täters bzw. der Tätergruppe. Der Schutz der Täter steht in diesem Regime über dem Opferschutz.

Andreas Köhler: Ja, ich war entsetzt, als Schulleiter Reinhold Bauhus angesichts der Schwere der Tat und der psychologischen Wirkung der Presse sagte: „Es ist ein entsetzlicher Einzelfall, wie er überall passieren kann.“ Damit hat er – wie viele andere derartig regimeangepasster Mitläufer bei anderen Taten – die schreckliche Tat im Sinne des Regimes und seiner Ideologie öffentlich herunterspielen wollen. Will heißen: „Das ist nichts Besonderes. So etwas passiert täglich und überall“. Wir sollen uns folglich daran gewöhnen. Zudem sollen wir Rücksicht nehmen auf die Täter. Mit gesundem Menschenverstand hat das – wie im Dritten Reich auch – nichts mehr zu tun. Kein Wort zum Vorfall, keine Silbe zum polizeibekannten Mörder, kein ehrliches, mitfühlendes Wort für die Eltern des Opfers. Und keine Bemerkung über die Mutter des Täters, die den Vorfall hautnah miterleben musste. Dass Schüler mit Messern bewaffnet ein Schulgelände betreten, scheint ihm keinen Gedanken wert zu sein.

Thomas Böhm: Zumindest nicht, wenn es sich um Migranten handelt. Wäre der Täter ein Deutscher, dann gäbe es große Trauermärsche, Mitleidsbekundungen und natürlich Hetze gegen rechts.

Andreas Köhler: Stattdessen zählte er die hochrangigen Personen auf, die sofort zum Ort des Geschehens eilten. Bauhus meinte – wie der SPD-Bürgermeister von Kandel und andere Statement-Geber auch, dass sich für ihn und seine Lehrer jetzt viele Fragen stellen würden. Auch in Kandel meinten die Verantwortlichen, man müsse erst mal klären, was überhaupt passiert sei. Es gäbe so viele Fragen. Welche Fragen denn bitte? Hier wird versucht, eine Scheinwelt zu errichten, um sich die unangenehme Realität – für die man sich mitverantwortlich fühlt – zu erklären. Es gibt aber nichts zu erklären! Da ist ein gewalttätiger Mensch, der einen anderen Menschen einfach tötet. Fakt. Fertig. Und das ist ganz schlimm.

Thomas Böhm: Ohne die Massenflutung mit Millionen Menschen aus fremdländischen Kulturen mit zum Teil mittelalterlicher Moral und menschenverachtendem Frauenbild würden die vielen getöteten Mädchen aber noch leben. Das betrifft auch die vielen sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen.

Andreas Köhler: Das wissen auch die dafür Verantwortlichen und jene indirekten Mittäter, die durch ihr Verhalten und ihre verzerrende verantwortliche Kommunikation stets eine Mitverantwortung tragen. Vielleicht nicht bewusst, aber eben unbewusst. Menschen wie Bauhus oder Poß und natürlich auch Merkel versuchen, so etwas Schreckliches zum Zwecke der Aufrechterhaltung des eigenen Selbstbildes und Weltbildes irgendwie zu erklären. In der Psychologie spricht man hier von einer sogenannten selbstwertdienlichen Verzerrung.

Thomas Böhm: Was bedeutet das?

Andreas Köhler: Empfinden Menschen eine kognitive Dissonanz bzw. eine Bedrohung ihres Selbstwertgefühls und ihres Weltbildes, neigen sie zum Zwecke des Selbstschutzes und zur Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls dazu, die Realität in Richtung einer ihrem Selbstbild entsprechenden Logik zu verzerren. Dadurch wird die Erkennung eigener Fehler behindert. Am einfachsten erscheint dann – wie in den vorliegenden Fällen der Realitätsumdeutung – die Erklärung, dass solche Taten normal seien. Es könne – gemäß ihrer selbstwertdienlichen Verzerrung, die dem Wirkungsprinzip der kognitiven Dissonanz-Reduktion folgt – folglich ihrer gestörten Deutung nach überall und ständig passieren. Die phantastische Vorstellung, dass solche Taten angeblich „normal“ seien, beruhigt sie und hält ihr Selbstwertgefühl aufrecht.

Thomas Böhm: Was noch schriller ist: Politiker sagen sogar, dass wir uns an so etwas gewöhnen müssen, denn schließlich würde sich das Land durch die bereichernde Zuwanderung nachhaltig verändern und dies sei gut so.

Andreas Köhler: Derartige selbstwertdienliche Verzerrungen der Realität erscheinen Menschen, die noch nicht gehirngewaschen sind, natürlich empathielos, irrsinnig, geisteskrank und böse. Dass, was wie „toleranzbesoffen“ und „irre“ wirkt, ist aber nichts anderes als eine verkehrte Wahrnehmung, eine falsche Einschätzung oder Leugnung der Realität. Entsprechend ihrem Weltbild, das ihre Wahrnehmung, ihr Denken, ihr Verhalten und ihre Entscheidungen formt, glauben diese Leute daran. Sie sind tief indoktriniert.

Thomas Böhm: Aber zurück zu den Medien. Da werden Kritiker ausgeladen, Andersdenkende diskreditiert  und der Islam verherrlicht. Skurril wirkt es auch, wenn der Kinderkanal Werbung macht für Beziehungen junger deutscher Mädchen zu muslimischen Flüchtlingen oder wenn öffentlich-rechtliche Rundfunk 13 Minuten lang ausgedehnte Werbung für eine linksextremistische Band wie „Feine Sahne Fischfilet“, die Lieblingsband von Justizminister Maas macht, man aber zugleich bestrebt ist, andere Bands zu zensieren und deren Auftritte zu verbieten.

Andreas Köhler: Insofern zeigen die Medien uns, was bzw. welches Weltbild richtig und was falsch ist. Die Masse wird dadurch geformt. Selbst geltendes Recht und Ordnung lassen sich damit faktisch außer Kraft setzen.

Thomas Böhm: Ja, wir sehen das zurzeit ganz deutlich.

Andreas Köhler: Diese Formung beginnt bereits in der Schule. Bereits hier lernen viele Kinder bzw. Jugendliche, dass Oppositionelle und Widerständler gegen das aktuell aufstrebende Irrsinns-System im stereotypen Sinne „Rassisten“ und „Nazis“ seien, während man – anhand politischer Entscheidungen und politischen Verhaltens messbare – totalitaristische Gesinnungsdoktrin als Demokratie vermarktet. Die Realität wird dadurch nicht nur verzerrt, sondern verkehrt bzw. umgedreht.

Thomas Böhm: Wie läuft so etwas?

Andreas Köhler: Das ist eine Sache der persuasiven Kommunikation, die letztendlich wie bei der neurolinguistischen Programmierung wirkt. Man gibt z.B. Kritikern bzw. Abweichlern spezielle Namen z.B. „Rechtspopulisten“ oder „rechter Rand“, ordnet sie Stereotype zu und definiert den Begriff „rechts“ gleichzeitig als schlecht bzw. böse, wodurch eine stereotype Kopplung entsteht. Das soll bewirken, dass alles vom linken Weltbild Abweichende sich am „Rand“ bzw. außerhalb des gesellschaftlich Tolerablen bewegt. Dadurch wird ein Gefühl der Asozialität erzeugt, das vom gesunden Individuum als falsch empfunden wird und zu kognitiven Dissonanzen führt. Im Rahmen des sogenannten Skalierungseffektes wird somit eine Randziehung vorgenommen, wodurch es automatisch zu Fehlern in der Selbst- und Fremdwahrnehmung kommt und zu neuen Scheinrealitäten führen soll.


Thomas Böhm:
Auf diese primitive Manipulation fällt doch heute keiner mehr herein, oder?

Andreas Köhler: Wer den nötigen Intellekt besitzt, sich mit Kommunikationspsychologie auskennt und die fiesen Techniken der Persuasion kennt, natürlich nicht. Solche Manipulationen und Indoktrinationen wirken aber dennoch bei vielen – insbesondere in den Köpfen derer, für die Psychologie ein Fremdwort ist. Das wird dann alles nachgeplappert und kopiert – und eben nicht hinterfragt. Wieso auch?

Solche Informationen werden oft durch sogenannte Autoritätspersonen mit einer bestimmten Weltanschauung vermittelt: Lehrer, Nachrichtensprecher, Moderatoren, regimekonforme Politiker. Andersdenkende und Kritiker werden in derartigen Regimen im öffentlich-medialen Raum nicht zur Informationsgewinnung herangezogen. Der Einfluss von Autoritäten bzw. vermeintlichen Autoritäten wirkt sich ganz gravierend auf unsere Urteile und unser Verhalten aus. Das zeigt u.a. das berühmt berüchtigte Milgram Experiment, bei dem die Versuchsteilnehmer ihren vermeintlichen Opfern auf Anweisung schließlich lebensbedrohliche Stromstöße verpassten.

Thomas Böhm:  Was war da noch mal genau?

Andreas Köhler: Obwohl die gespielten Opfer – offensichtlich unter Schmerzen leidend – baten, das Experiment abzubrechen und den Versuchspersonen sowohl die Qual an sich, als auch die Gefahr einer möglichen Todesfolge durchaus bewusst war, fuhren 80 % der Versuchspersonen mit der Elektro-Schockgebung stetig weiter fort.

Thomas Böhm: Unglaublich!

Andreas Köhler:  Aber wahr. 62,5 % der Versuchspersonen schreckten nicht einmal davon ab, den höchstmöglichen Schock, also 450 Volt zu verabreichen. Das Verhalten änderte sich erst, als sich zwei Versuchspersonen weigerten, mit der Schockgebung fortzufahren. In diesem Fall verabreichen nur noch 10 % der Versuchspersonen den maximalen Schock.

Thomas Böhm: Warum reagieren wenige bzw. oft keiner bei Gefahr? Warum wehrt sich niemand oder nur wenige, wenn eindeutige Straftaten begangen werden, wenn Recht gebrochen wird. Warum wehrt sich niemand gegen gefährliche Psychopathen und politische Fehlentscheidungen? Warum reagieren vorab immer nur ganz wenige Menschen bei Gefahr?

Andreas Köhler: Auch hier wirken psychologische Mechanismen, die auf dem Effekt des sozialen Einflusses basieren. Am einfachsten lässt sich dies mit dem „Effekt der Pluralistischen Ignoranz“ erklären. In diesem Zusammenhang wirken aber auch viele weitere Effekte wie z.B. der Zuschauer-Effekt bzw. Bystander-effect.

Thomas Böhm: Könnte man in diesem Zusammenhang auch von Realitätsverlust sprechen?

Andreas Köhler: Ja, durch den sozialen Einfluss und den Social Cognition Effekt entstehen neue Realitäten. Die Realität wird verdrängt. Es entstehen regelrechte Scheinrealitäten. Wie käme es sonst dazu, dass es in Österreich eine Ministerin gibt, die sich absolut selbstbewusst für gendergerechte Steinigungen stark macht? So etwas finden wir auch und insbesondere bei deutschen Politikern. Wie sonst könnte Frau Merkel mitten in der Flüchtlingskrise dazu aufrufen, nach Afrika zu gehen und noch mehr Werbung für Einwanderung zu machen? Man muss nicht zwingend geisteskrank sein, um derart irrsinnig zu denken und zu handeln. Der Kaiser in Andersens „Des Kaisers neue Kleider“ war auch nicht geisteskrank. Aber er glaubte durch den sozialen Einfluss und das Zureden seines Umfelds und aufgrund mangelndem Widerspruchs daran, obwohl er nackt war, schöne Kleider zu tragen, die er nur nicht sehen konnte. Das hatte man ihm eingeredet. Dass er in Wahrheit völlig nackt war, hat er verdrängt.

Thomas Böhm: Auch Hitlers Nachfolger Dönitz glaubte bei den Kapitulationsverhandlungen ernsthaft, mit General Eisenhower auf Augenhöhe verhandeln zu können. Das wirkte auch ziemlich skurril.

Andreas Köhler: Das Dritte Reich war nicht nur ein mörderisches Regime, sondern nicht zuletzt aufgrund des kollektiven Realitätsverlustes ein skurriles Gesellschaftssystem. Ian Kershaw sagte: Es war nicht so, dass die Deutschen die Wirklichkeit nicht sahen, vielmehr sahen sie von ihr weg und waren zum Schluss mal wieder „belogen und betrogen“ worden.

Thomas Böhm: Das ist heute nicht anders. Ist das typisch Deutsch?

Andreas Köhler: Offensichtlich irgendwie schon. Der deutsche „Untertan“ hat sich sehr häufig treu und naiv einem falschen Propheten, einem Schlachtmeister hingegeben.

Thomas Böhm: Könnte man hier auch von Wahn sprechen?

Andreas Köhler: Vieles, was damals geschah und was wir heute erneut beobachten, wirkt geradewegs wahnhaft.

Thomas Böhm:  Was ist ein Wahn?

Andreas Köhler: Wahn eine irreale Überzeugung, die aber nach objektiv messbaren Aspekten nicht zutrifft, an welcher der Betroffene jedoch voller Überzeugung unbeirrt festhält, obgleich diese nicht mit der der objektiv nachprüfbaren Realität übereinstimmt. Wahn umfasst eine unkorrigierbare Falschbeurteilungen der Wirklichkeit, die unbeeinflussbar von persönlichen Erfahrungen auftritt und an der mit absoluter subjektiver Gewissheit festgehalten wird. Die eigene wahnhafte Überzeugung wird von vielen Mitmenschen nicht geteilt und kann nicht nachvollzogen werden, da sie der Realität widerspricht. Diese Realität sehen die vom Wahn Betroffenen aber nicht.

Thomas Böhm:  Und die anderen?

Andreas Köhler: In der Sozialpsychologie kennen wir die bereits genannte Gefolgschaft der Massen im Rahmen des Sozialen Einflusses. Hier wirkt der sogenannte Social Cognition Effect. Der basiert auf den menschlichen Bestrebungen, sich möglichst genaues Wissen über seine Umwelt zu verschaffen. Folglich orientieren wir uns an anderen. Neben einer konsistenten Ich-Identität und einem akzeptablen Selbstwertgefühl zählt dies zu den grundlegendsten Motiven des Verhaltens.

Thomas Böhm:  Aber nochmal zurück zum Wahn.

Andreas Köhler: Wahn ist zugleich ein Krankheitssymptom aus dem Fachgebiet der Psychiatrie. Dabei handelt sich um eine schwere inhaltliche Denkstörung, welche die Wahrnehmung umfasst und die eine Störung der Urteilsfähigkeit zur Folge haben kann. Ein Wahn kommt bei verschiedenen psychischen Störungen vor und reicht bis zum völligen Realitätsverlust. Ein sogenannter symbiotischer Wahn schließt das Umfeld mit ein. Andere werden sinnbildlich vom Wahn infiziert Das gehört aber eben zum Fach der Psychiatrie und nicht zur Sozialpsychologie.

Thomas Böhm: Was die Massen anbetrifft, so reicht im Prinzip eine – einem Wahn verfallene – Person aus, um zum kollektiven Realitätsverlust zu gelangen und alle anderen mit in den Untergang zu reißen?

Andreas Köhler: Ja sicher. Ich hatte es eben am Beispiel des Dritten Reiches bereits erörtert.

Thomas Böhm: Kann man wahnhafte Führer und ihre symbiotische Gefolgschaft von ihrem Wahn abringen?

Andreas Köhler: Ein Wahn ist eine subjektive persönliche Wirklichkeit, von deren Richtigkeit der Betroffene absolut überzeugt ist. Das Krankhafte am Wahn liegt nicht im Inhalt, sondern vielmehr in der Unbeeinflussbarkeit durch Erfahrung und zwingende Schlüsse. Erklärungen, warum die Vorstellungen absurd sind, verändert nicht die vermeintliche Gewissheit und Überzeugung.

Thomas Böhm: Kann ein Wahn auch durch einen Schock oder ein Trauma entstehen?
Andreas Köhler: Wahn ist nicht nur ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Konstrukt, dass bei vielen Störungen auftreten kann. Warum nicht?

Thomas Böhm: Wie war das noch gleich mit dem von Ihnen vermuteten Trauma von Frau Merkel? Was passierte da in Rostock?

Andreas Köhler: Angela Merkel traf in Rostock auf Schüler, die von der deutschen Flüchtlingspolitik betroffen waren. Als ein Mädchen aus dem Libanon von ihren Nöten erzählt, brach sie in Tränen aus. Merkel streichelte sie, konnte ihr aber nicht helfen. Ein Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht entstand – und das vor den Augen der Öffentlichkeit.

Die Spannung in der Turnhalle der Rostocker Paul-Friedrich-Scheel-Schule war an diesem Tage deutlich spürbar. Dennoch tat Merkel damals noch ihre Pflicht: Sie machte deutlich, dass sie für das weinende Mädchen nichts mehr tun kann. Sie sprach über die Anstrengungen der Regierung, das Flüchtlingsproblem in den Griff zu bekommen und sagte: „Das ist manchmal auch hart – Politik“. Ebenso sagte sie: „Du bist ein unheimlich sympathischer Mensch“.

Thomas Böhm: Was könnte da passiert sein?

Andreas Köhler: Hier spürte Merkel vermutlich einen Widerspruch, der dann zu einer ganz normalen erklärbaren kognitiven Dissonanz geführt hat. Wahrscheinlich kamen Schuldgefühle auf, vielleicht sogar die Erinnerung an Schuldgefühle oder ggf. andere Komplexe aus der eigenen Kindheit.

Thomas Böhm: Ja, zu diesem Zeitpunkt verhielt sich Merkel noch so, dass man ihr Verhalten als durchaus gesund, zumindest aber noch nicht für krank bzw. gestört halten könnte.

Andreas Köhler: Ja, sie sagte dem Kind, dass Deutschland es nicht schaffen könne, allen Flüchtlingen zuzurufen: „Ihr könnt alle kommen.“ Das Kind wirkte verzweifelt. Es sagte: „Ich habe Ziele, wie alle anderen. Es ist wirklich sehr unangenehm zuzusehen, wie andere das Leben genießen können und man selber halt nicht. Eine sehr persönliche Aussage, die zu starken Emotionen führt. Merkel sagte ihr, dass manche Menschen nun einmal zurückgehen müssen. Die so entstandene innere Spannung wurde von außen auch noch geschürt.

Thomas Böhm: Von wem?

Andreas Köhler: Eine Lehrerin sagte: „So kann man doch nicht mit einem kleinen Mädchen umgehen“. Sie und andere meinten, dass der führenden Politikerin jegliche Empathie fehle. Es gab Vorwürfe und nochmals Vorwürfe – und das von allen Seiten. Allein durch so etwas entstehen Schuldgefühle und im vehementen Gesamtkontext vielleicht eine Art Psychotrauma. So etwas kann schlimme Folgen haben. Für die Wahrnehmung, das Denken, das Verhalten und die Urteilsfindung.

Thomas Böhm: Ist Merkels gesundes Urteilsvermögen eingeschränkt?

Andreas Köhler: Es sieht danach aus. Mit gesundem Menschenverstand haben ihre Entscheidungen und Statements messbar zumeist nichts mehr gemein.

Thomas Böhm: Merkel fehlt es doch auch an Empathie, oder? So wie Sie sich verhält…

Andreas Köhler: Ja, gewiss sieht die Beobachtung des Verhaltens danach aus. Später sagte sie z.B. zu Menschen, denen die Öffnung der Grenzen für alle und die nachfolgende von ihr initiierte ungebremste Masseneinwanderung sowie die damit verbundene zunehmende Islamisierung große Angst bereitete, sie sollten in die Kirche gehen oder Blockflöte spielen. Daraus könnte man eine starke Empathie-Problematik ableiten.

Thomas Böhm: Hinzu kommt, dass Merkel Physikerin ist.

Andreas Köhler: Ja, viele Menschen in einem solchen Beruf ticken eher sachlich-nüchtern als sozial kompetent und empathisch. Aber von Stereotypen sollte man nicht ausgehen und darauf basierend mit stereotypen Kopplungen kommen. Trotzdem ist da natürlich etwas dran.

Thomas Böhm: War Merkel vorher anders?

Andreas Köhler: Ich weiß es nicht. Vor der damaligen Griechenlandkrise und der nachfolgenden Flüchtlingskrise habe ich mich nicht wirklich mit der Dame beschäftigt. Ich war erst einmal auch einer der sogenannten naiven Blinden. Die Beobachtungen und die mit dem gesunden Menschenverstand nicht erklärbaren Zusammenhänge haben mich jedoch wach gerüttelt.

Thomas Böhm: Vor Ausbruch des Irrsinns und Wahnsinns haben Sie unter anderem auch Merkels Partei beraten, richtig?

Andreas Köhler: Ja, auch sehr gerne – das war damals auch völlig OK. Bis es dann plötzlich irgendwann etwas arg schrill wurde und nach meinem subjektiven Empfinden ein regelrechter Wahn ausbrach – weg von der Realität und dem eigentlichen Bürgerauftrag. Plötzlich ging es merkwürdigerweise darum, dieses Land gewaltig über Massenmigration zu verändern und sogar einen angeblichen „Heils-Plan“ zu verwirklichen, notfalls mit Zwangsmaßnahmen. Aber darüber hatten wir ja bereits gesprochen.

Es wurden dann ja auch Psychologen als Nudging-Experten im Bundeskanzleramt eingestellt, die mit ihren Strategien manipulierend auf die Bürger einwirken sollten, um sie zum vermeintlich „richtigen“ bzw. politisch gewünschten Denken und Handeln zu bewegen. Nudging eben. Ich fand das alles sehr unseriös und ich habe mir gedacht: Das ist jetzt eigentlich keineswegs mehr gesund und auch moralisch wie juristisch mehr als fragwürdig. Ich dachte mir damals: Die müssen irgendwas getrunken haben oder von irgendwas infiziert worden sein. Rein psychologisch konnte ich mir das erst mal nicht erklären. Jetzt ist natürlich vieles klarer.

Thomas Böhm: Mir auch. Aber zurück zur mangelnden oder fehlenden Empathie von Frau Merkel..

Andreas Köhler: Nachfolgende Verhaltensbeobachtungen bzw. entsprechende Statements und faktische Handlungen lassen den Schluss zu, dass Frau Merkel generell über wenig Empathie verfügt. Zudem sägt sie offensichtlich jeden radikal ab, der ihr nicht kritikfrei nachfolgt oder ihr in die Quere kommt. Dennoch denke ich, dass das Schicksal des besagten kleinen Mädchens und der nachfolgende Shitstorm Merkel so tief ins Herz getroffen haben könnte, dass sie quasi die Seiten gewechselt hat. Und die anderen sind ihr nachgefolgt.

Thomas Böhm: Ganz nach dem Motto: Führer befiehl, wir folgen, oder?

Andreas Köhler: So in etwa. Vorher hat Merkel eine andere, ja sogar gegensätzliche politische Linie vertreten und sich dahingehend geäußert, ebenso die anderen.

Thomas Böhm: Ist sie „durchgeknallt“ – wie man das in der Alltagssprache so schön sagt?

Andreas Köhler: Dass sie als Kanzlerin Verantwortung für den eigenen Staat und auch für die Menschen in diesem Staat, ihr eigenes Volk hat, hat sie offensichtlich plötzlich verdrängt und ihren Auftrag umgedeutet. Derartige Umdeutungen sind typisch für die Reduzierung kognitiver Dissonanzen. Ebenso wie es sogenannte selbstwertdienliche Verzerrungen zum Zwecke der Aufrechterhaltung des eigenen Selbstwertes gibt. Alles, was den eigenen Selbstwert gefährden könnte, wird umgedeutet und so ausgelegt, dass es in das eigene Selbstkonzept passt. Das kann durchaus schizophren wirken. So auch bei Frau Merkel:

Jetzt plötzlich sah sie die Verantwortung in der Hilfe anderer Völker, natürlich auch im Hinblick auf Belohnung durch Anerkennung durch jene, die sie mit ihrer Kritik und ihrem Shitstorm zum Einstellungswechsel brachten.

Thomas Böhm:  Zurück nach Rostock: Was ist da mit ihr in Rostock passiert?

Andreas Köhler: Zu hoch schlugen bzw. „kochten“ die Gefühle, die sich über die Medien verbreiteten, zu entsprechenden kognitiven Dissonanzen führten und vermutlich ein regelrechtes Trauma bei ihr hinterließen. Es könnte sich auch um die Konfrontation mit der Erinnerung eines verdrängten Traumas aus der Kindheit handeln oder alternativ um ein völlig neu erworbenes Trauma mit schweren Schuldgefühlen.

Ggf. hat die Konfrontation und Selbstspiegelung, die sich über die Mediendarstellung und öffentliche Kritik ganz besonders hart auswirkte, zur Bewusstmachung eigener harscher und emotional verhaltener Züge geführt, welche Merkel ggf. ein Leben lang hemmten und einengten. Wen wundert es: Sogar der Moderator gab Merkel damals in Rostock noch eine Mahnung mit auf den Weg. Er sagte: „Wäre schön, wenn Sie das Gesicht des Kindes mitnehmen. Und immer wenn Sie über das beschleunigte Verfahren reden, rufen Sie sich das nette Gesicht des Kindes ins Gedächtnis.“

Thomas Böhm: Was ist dann passiert?

Andreas Köhler: Nachfolgend traten jene Züge extrem offen zu Tage, die dann schließlich zu messbaren negativen Konsequenzen für das eigene Volk führten. Dazu gehören nicht nur die enormen Kosten durch Merkels Entscheidung und Verhalten, sondern auch die regelrechte „Opferung“ der Bürger. Wie bei einem Schuldkomplex bzw. bei masochistischen Zügen.

Thomas Böhm:  Sie meinen die gestiegene Kriminalität, die vielen Gewaltverbrechen, sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen und das Zuschauen der Politik, die alles umdeutet und als bunte Bereicherung verkauft?

Andreas Köhler: Zum Beispiel. Aber denken Sie einfach mal an die eigene Kultur und die damit verbundene kulturelle Identität, die für den motivationalen Zusammenhalt  eines jeden Landes doch so zwingend notwendig ist. Identifizierung mit der eigenen Gruppenidentität usw. Alles wichtige soziologische Aspekte. Im Rahmen der nicht unüblichen sogenannten selbstwertdienlichen Verzerrung, die dann auftrat, wurde dies irrsinnigerweise als sogenannte „Bereicherung“ uminterpretiert bzw. so den Bürgern im Lande persuasiv verkauft.

Thomas Böhm:  Und in der Psychiatrie?

Andreas Köhler: Sofern man von einer wahnhaften Störung oder einer Schizophrenie ausgeht, läge hier die sogenannte „Umkehr“ vor, eine 1:1 Umdeutung der Realität in Folge eines Wahns und des damit verbundenen Realitätsverlustes.

Thomas Böhm: Auf Kosten der Bürger und anderer EU-Staaten.

Andreas Köhler: Fakt ist, Frau Merkel hat sich offensichtlich von einem Schuldkomplex befreit und lebt dies jetzt offensichtlich so aus wie es ihr persönlich gut tut. Den eigentlichen Staatsauftrag scheint sie offensichtlich vergessen zu haben, zu leugnen oder umzuinterpretieren. Merkel lebt in einer ganz eigenen Welt. Sie bekommt offensichtlich die Realität nicht mehr mit. Vielmehr noch: Andere bestätigen sie in ihrer Scheinrealität.

Thomas Böhm:  Wie geht das?

Andreas Köhler: Wenn die „Richtigen “ zusammenkommen und über irrsinnige Dinge völlig sachlich und normal sprechen, entsteht insgesamt der Eindruck, als wäre das tatsächlich alles ernst und völlig normal. Ebenso wie man auch im Hexenwahn früher alles, was getan wurde, normal und richtig fand. Und andere äffen das dann nach. So sind wir Menschen. Im Dritten Reich war das nicht anders. Der sogenannte Arier- und „Untermenschen“-Glaube wurde zur völligen Normalität und die meisten waren felsenfest davon überzeugt, dass das alles richtig ist, natürlich auch die Konzentrationslager und die sogenannte Lösung der Judenfrage. Ebenso die Verfolgung und Bekämpfung von Andersdenkenden und Kritiker. Beamte, Wissenschaftler, Aufseher: Alle taten beflissen ihren „völlig normalen“ Job. Sie schauten zu oder machten mit. Beides kommt auf das Gleiche heraus.

Thomas Böhm: Das ist krank.

Andreas Köhler: Nein, das sind wir Menschen.

Thomas Böhm: Ich übersetze das mal ins Merkel´sche: Merkel handelt jetzt also nach der folgenden verdrehter Logik: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des Welt widme, dass ich den Nutzen der Welt und des Islams mehre, dem deutschen Volke Schaden zufüge, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes missachte, breche und nicht mehr verteidigen, mein Pflichten für andere Nationen gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegenüber allen armen Völkern dieser Welt, nur nicht dem eigenen üben werde… Und das ist für Merkel völlig normal?

Andreas Köhler: Ja, für andere auch. Natürlich unbewusst. Die glauben, dass das die neue Realität ist. Sie halten das sogar für den echten Auftrag der Kanzlerin und finden den toll. Das findet alles unbewusst statt. Wir reden hier von unserem Unterbewusstsein. Wenn das nicht so wäre und sie würde das alles bewusst machen, so müsste man von krimineller Energie, einem boshaften Charakter bzw. von Psychopathie ausgehen.

Thomas Böhm: Wir werden von Psychopathen und Masochisten regiert? Was die masochistischen Züge anbetrifft: Handelt es sich um eine Selbstbestrafung oder eine Art Bestrafung derer, der ihr angeblich so zugesetzt haben?

Andreas Köhler: Das kann durchaus sein, ob unbewusst oder gar bewusst. Selbst bei gesunden Menschen wäre eine derartige Reaktion nach dem Motto „Wenn ihr das wirklich so wollt, dann sollt ihr genau das bekommen und dann selbst sehen, wohin es führt.“ absolut nachvollziehbar.

Thomas Böhm: Das Problem ist jedoch, dass durch ein derartiges Denken kein Staat souverän regiert werden kann. Und die anderen schauen zu oder machen mit?

Andreas Köhler: Ja, wie bei Hans Christian Andersens „Des Kaisers neue Kleider“. Oder wie in der Short Story “The System of Doctor Tarr and Professor Fether” von Edgar Allan Poe. Da hat auch niemand gemerkt, wer die Irren sind und wer die Ärzte?

 Thomas Böhm: Was ist das Ideal von solchen Masochisten?

 Andreas Köhler: Schaden zuführen, Opfer bringen.

 Thomas Böhm: Und was finden andere daran so toll?
 

Andreas Köhler: Immer schon hat das selbstlos erscheinende „sich aufopfern“ für ein Ideal – und sei es auch noch so irrsinnig – die Menschen fasziniert und begeistert. So stark, dass dabei sogar Mord und Totschlag sowie der Tod tausender – ja sogar von Millionen Menschen – mehr oder weniger billigend in Kauf genommen wird.

Das Fatale ist insbesondere die Faszination, die von narzisstischen Persönlichkeiten ausgeht, insbesondere von jenen mit masochistischer bzw. selbstzerstörerischer Tendenz. Sie werden auch heute als Helden oder Märtyrer gefeiert und geehrt – und das nicht nur von terroristischen Organisationen wie dem IS. Da findet man so was ja auch.

Jeanne d’Arc gehörte auch zu derartigen Persönlichkeiten. Sie zeigte auch masochistische, selbstzerstörerische Züge. Trotzdem lag hier vermutlich eine typisch wahnhafte Störung vor. Zugleich wird hier eine typische Schizophrenie vermutet. Trotzdem: Jeanne d’Arc findet heute Anerkennung und Verehrung. Sie wurde sogar 1909 von Pius X. seliggesprochen und 1920 von Benedikt XV. heiliggesprochen.

Dass viele den Tod bzw. Leiden für sich und andere teilweise aus Gründen egozentrischer Persönlichkeits-Perversionen geradewegs anstrebten, herbeisehnten und als persönlichen „Triumph“ ansahen, wird häufig verdrängt. Dennoch sind die naiven Vorstellungen der Bewunderer angesichts der meisten passiven Menschen und sogar Mitläufer irrwitziger oder bösartiger Regime durchaus verständlich. Hinzu kommt, dass das sogenannte Martyrium zu den masochistischen christlichen Idealen zählt.

 Thomas Böhm:  Christlich?

Andreas Köhler: Ja, selbst im christlichen Glauben ist das sogenannte „Martyrium“ fest verankert und gilt am Beispiel von Jesus Christus sogar als erstrebenswert. Zugleich ist dies der Grund, warum sich unter römischer Herrschaft so viele verfolgte Christen diesem Martyrium stellten und sogar aufrecht und voller Stolz den Gang in die Arena antraten, wo die Raubtiere bereits auf sie warteten.

Thomas Böhm:  Das scheint heute ähnlich zu sein.

Andreas Köhler: Auch im Mittelalter war keine Prozession bzw. das „Buße tun“ ohne Selbstgeißelung denkbar. Bei einer solchen Selbstgeißelung erfolgte die zumeist selbst durchgeführte Auffleischung der Haut durch spezielle „Peitschen“ zumeist mit Messern daran. Je mehr Blut floss bzw. je höher der Schmerz bzw. die Marter, desto größer die Buße. Je mehr Buße man tat, desto höher die Chance auf Vergebung. Neben Geißelungen gab es das Ritzen. Das heutige Ritzen bei einigen masochistischen Störungen stellt nichts anderes dar. Es fehlt nur der bewusste christliche Hintergrundgedanke.

Thomas Böhm:  Hoffen viele Christen heute auch auf Vergebung?

Andreas Köhler: Ja, die Kirche predigt, den anderen zu geben und Opfer zu bringen. Wer sich allerdings regelrecht aufgibt, wie dies heute gesellschaftlich geschieht, der zerstört sich selbst bzw. die Gesellschaft und kann nachfolgend niemandem mehr helfen. Diese logische Einsicht scheint zu fehlen. Das liegt aber eben auch daran, dass es vielen zu gut geht. Dekadenz hat sich breitgemacht und wird auf dem Rücken der Schwächeren ausgetragen. Die sollen für alles und auch das unbewusste Buße tun der besser Gestellten zahlen.

Thomas Böhm:  Und gefälligst den Mund halten.

Andreas Köhler: Zugleich ist dies mit ein Grund, warum es immer noch viele Menschen gibt, die selbst vor den größten Gefahren wie z.B. die Massenflutung mit Migranten ihre Augen verschließen und gemäß den alten masochistischen Zügen der christlichen Tradition lieber das damit verbundene Leiden erdulden wollen. Das eigentlich unchristliche daran: Die meisten Befürworter leiden selbst gar nicht. Ihnen selbst geht es gut. Oft leben sie fernab von den Orten des täglichen Übels und Grauens. Sie lassen andere leiden. Insofern müssen andere ihren Kopf für ihren eigenen Schuldkomplex hinhalten, sie selbst jedoch nicht. Sie wollen vermeintlich „Gutes“ zu tun, zumindest das, was sie für „gut“ halten oder halten sollen – das Resultat ist aber nicht selten komplett verdreht.

Thomas Böhm: Wie meinen Sie das?

Andreas Köhler: Schauen Sie sich jene vermeintlich „guten“ Menschen an, die sich zum Zwecke der eigenen Aufwertung auf die Seite von Kriminellen und Mördern stellen wie z.B. beim Gladbecker Geiseldrama oder wie beim Polizeizugriff von Bad Kleinen. Sie sind zugleich bemüht, Polizisten abzustrafen und getötete Terroristen in Schutz zu nehmen. Beim Narzissmus geht es um Schuldgefühle und Anerkennung – und eben nicht um das, was zur Begründung seiner Ansichten und Taten vorgeschoben erklärt wird z.B. Humanität, soziale Gerechtigkeit oder Bekämpfung von Armut. Wer dies nämlich wirklich ernst meinen würde, der würde im gesunden Zustand natürlich sofort bei seinem eigenen Umfeld z.B. bei seinen Nachbarn anfangen und entsprechend handeln. Das eigene Umfeld wird aber nicht selten abgelehnt oder sogar bekämpft.

Thomas Böhm: Worum geht es da?

Andreas Köhler: Es geht häufig lediglich um egozentrische Befriedigung unbewusster Komplexe, die nun eine Verarbeitung bzw. Aufarbeitung der entstandenen Störung fordern.

Anders als bei einsichtigen Menschen erfolgt hier eine solche Aufarbeitung nicht etwa über eine Therapie, sondern über Handlungen, die dem bevorzugtem Klientel helfen, indem sie einen Schaden zu Lasten der anderen anrichten.

Thomas Böhm: Könnte man hier von unbewusster Rache sprechen?

Andreas Köhler: Das unbewusste Streben nach sogenannter “Mitnahme“ bzw. die angestrebte Mitschädigung anderer ist quasi auch eine Art Rache an sich selbst und an anderen. Während bei naiv-aggressiven Persönlichkeiten der zusätzliche Hang besteht, die Tatsachen zu verkehren bzw. verdrehen, reicht bei masochistischen Zügen bereits die „Chance“ auf das, was der normale gesunde Mensch für sich eben nicht als positiv und erstrebenswert erachtet. Es wird Leiden und Martyrium angestrebt – und das nicht nur immer für sich selbst. Auch die anderen sollen leiden. Selbst dann, wenn der Psychopath sich von der Brücke in den tiefen Abgrund stürzt, ist es sein Bestreben, ja sogar die „Krönung“ des Triumphes, dass andere jetzt mitfühlen und leiden.

Thomas Böhm: Wann endet das?

Andreas Köhler: Das Streben, narzisstisch-masochistische Züge bis zum bitteren Ende auszuleben und dabei andere Menschen mit ins „Verderben“ zu nehmen, kennen wir von Hitler. Auch Hitler hat spätestens in den letzten Kriegstagen dafür gesorgt, dass so viel Schaden wie nur möglich über ihn seine Untergebenen kommt. Bereits im November 1941 erklärte Hitler „Wenn das deutsche Volk einmal nicht mehr stark und opferbereit genug ist, sein eigenes Blut für seine Existenz einzusetzen, so soll es vergehen und von einer anderen, stärkeren Macht vernichtet werden […] Ich werde dann dem deutschen Volk keine Träne nachweinen.

Thomas Böhm: Mir wird bewusst, dass sich vieles, was sie sagen, nicht nur allein auf Frau Merkel beziehen lässt. Schließlich gibt es spätestens seit 2015 viele auffällige Veränderungen im Alltag, in der Politik und Staatsführung.

Andreas Köhler: Ja, immer mehr Menschen verändern sich plötzlich auf eine merkwürdige Art und Weise. Sie bekommen eine sehr fragwürdige, teilweise schizophren anmutende Einstellung, folgen einer merkwürdigen, verkehrten, teils umgekehrten Logik, treffen ungünstige bis geradewegs zerstörerische Entscheidungen und legen ein Verhalten an den Tag, das man durchaus als sozial inkompetent und insgesamt als sehr fragwürdig bezeichnen kann.

Thomas Böhm: Auch kann ein intuitives und geradewegs zwanghaftes Streben nach Annäherung an Menschen und Kulturen beobachtet werden, die man in der Biologie eigentlich als „Fressfeinde“ bezeichnet.

Andreas Köhler: Ja, das erinnert an die Experimente zur Erforschung der Wirkung von Toxoplasma gondii: Die Experimente mit Flohkrebsen, die, sofern sie mit Toxoplasma infiziert sind, an die Oberfläche schwimmen, um sich den Vögeln zum Fraß anzubieten. Oder die Experimente mit infizierten Nagetieren, die sich aufgrund des in ihrem Gehirn eingenisteten Parasiten ihrem Fressfeind der Katze zum Fraß anbieten. Aber das gehört zur Biologie, obgleich auch die Psychiatrie mittlerweile zur der Erkenntnis gelangt ist, dass Toxoplasma gondii in einem Zusammenhang mit Schizophrenie steht bzw. Schizophrenie hervorruft. Mindestens jeder Dritte ist mittlerweile über Obst, Fleisch, Gemüse und Trinkwasser von Toxoplasma infiziert – und eben nicht nur, wie man früher glaubte über den Ur-Überträger, die Katze. In Deutschland scheint dieses Wissen teilweise aber noch nicht angekommen zu sein.

Thomas Böhm: Oder man verdrängt es – wie all die anderen Realitäten. Was ist denn Toxoplasma gondii?

Andreas Köhler: Das ist ein Erreger bzw. ein gefährlicher Parasit, der das Nervensystem derart manipuliert, dass die Risikobereitschaft derart steigt, dass man sich selbst im übertragenen Sinne „zum Fressen“ ausliefert.

Thomas Böhm: Merkel & Co. liefern uns auch quasi zum Fressen aus.

Andreas Köhler: Sich selbst unbewusst auch. Der Parasit ruft im Endergebnis selbstzerstörerische Züge hervor. Das intuitive Programm-Ziel des nichtmenschlichen Parasiten ist es, zum Wirt zu gelangen. Das ist ursprünglich der Darm von Katzen. Nur die eigene Zerstörung bzw. der Tod kann dieses Ziel letztendlich erfüllen. Beim Menschen wirkt das nicht so direkt wie bei Tieren. Dennoch schreibt der besagte Parasit auch beim befallenen Menschen ein Programm des Schadens bzw. der Selbstzerstörung. Folglich trifft der Infizierte eben solche Entscheidungen, die ihn seinem Ziel möglichst näherbringen. Das Programm der Selbstzerstörung führt nachweislich zu Angstlosigkeit, zu waghalsigen Entscheidungen und zu Schizophrenie.

Thomas Böhm: Man kennt ja auch die sogenannte „Toxoplasmose“. Schwangere werden daraufhin untersucht.

Andreas Köhler: Was ich meine, ist nicht etwa die Toxoplasmose. Die hat man im Griff. Es geht um die lange unbekannten nachfolgenden Auswirkungen der Einnistung des Parasiten im Nervensystem, ähnlich wie die Spätfolgen einer Zeckeninfektion. Der Parasit ist nicht etwa nur für Schwangere gefährlich – wie es in Deutschland immer noch erzählt wird –  bzw. wie viele dass immer noch naiv annehmen: Die Forschung im Ausland hat längst bewiesen, dass sich der Parasit nachfolgend im Gehirn einnistet, ein Programm der Selbstzerstörung schreibt und Schizophrenie hervorruft. Seit langem plädiere ich daher für mehr öffentliches Interesse und entsprechende Blutuntersuchungen. Davor hat man aber offensichtlich Angst.

Thomas Böhm: Oder man will eine Massenpanik vermeiden. Wenn man sich umschaut, dann sieht man auch hier Parallelen. Man stelle sich einmal vor, unser Schicksal würde von Infizierten gelenkt, die einem Programm der Selbstzerstörung folgen.

 Andreas Köhler: Das ist gar nicht so abwegig und würde einige Zusammenhänge erklären.  Manche Ereignisse und Entscheidungen sind für den gesunden Menschen und seinen gesunden Geistesverstand von Natur aus eigentlich indiskutabel. Dennoch wird wie selbstverständlich über Dinge diskutiert, die sich messbar negativ für uns auswirken. Und diese Dinge werden mit aller Macht und gegen jede Logik gegen den Willen der meisten Bürger umgesetzt.

Thomas Böhm: Das erinnert mich irgendwie an Zombies.

Andreas Köhler: Was einige mittlerweile als das angebrochene „Zeitalter der Zombies“ bezeichnen, bringt der Publizist Henryk M. Broder, der 2015 ein halbes Jahr lang Politiker und Medienvertreter analysiert hat, in seinem gleichnamigen Buch relativ kurz auf den Punkt: „Ist ja irre!“. Damit beschreibt er auf eine ironisch-sarkastische Art und Weise genau das, was sehr viele Menschen mit noch gesundem Menschenverstand beobachten und denken. Aus professioneller Sicht ist die Sache bzw. die Lage allerdings ernster als die meisten Menschen glauben. Auch in Bezug auf Toxoplasma gondii. Seit langem empfehle ich entsprechende Blutuntersuchungen und Aufklärungsmaßnahmen.

Thomas Böhm: Warum lassen sich Psychopathen denn nicht entsprechend untersuchen?

Andreas Köhler: Ganz einfach. Sie halten sich für völlig normal und eher die anderen für gestört. Während ein Mensch mit einer Depression oder Angststörung selbst sehr leidet, leidet bei Menschen mit einer Schizophrenie oder einem Wahn eher das Umfeld, welches dies täglich ertragen muss. Auch in Bezug auf Toxoplasma gondii: Da schmunzeln einige drüber. Die können sich so etwas Reales in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen. Wissenschaft ist für sie quatsch. Anerkannte biologische, psychologische und psychiatrische Universitätsstudien sind für sie Pseudowissenschaft. Bei Berichten über Elektromobilität oder Smartphone-Technik oder über neue Urlaubsziele oder Sport hören sie jedoch hin. Das ist für sie dann das wahre Leben und entsprechend ernst zu nehmen. Was man aber nicht versteht oder begreift, das gibt es dann angeblich nicht.

Thomas Böhm: Wie gefährlich ist Frau Merkel?

Andreas Köhler: Psychologische Einschätzungen basieren stets auf Verhaltensbeobachtungen. Gewiss wirkt das Verhalten von Frau Merkel z.B. in Bezug auf eigenmächtige kontraproduktive Entscheidungen entgegen geltendem Recht, das sie zum Teil außer Kraft gesetzt hat und spätestens seitdem entgegen ihrem eigentlichen Auftrag handelt, mehr als gefährlich. Messen wir sachlich-nüchtern nach, so müssen wir feststellen,  dass sich Frau Merkel mehr dem Wohle und Nutzen anderer Völker als dem eigenen Land zu widmen scheint. Anstatt einen Schaden abzuwenden, hat sie einen enormen finanziellen und auch menschlichen Schaden herbeigeführt und sie beharrt weiter daran fest, diesen Schaden durch weitere massive Einwanderung weiter radikal auszudehnen. Was soll ich dazu sagen?

Thomas Böhm: Ja, Massen-Einwanderung mittelloser und teilweise auch gewalttätiger Menschen in die Sozialkassen. Und es geht noch weiter: Anstatt die Gesetze zu wahren und zu verteidigen, hat Frau Merkel wissentlich Gesetze gebrochen und zudem in Kooperation mit der SPD ein neues totalitaristisch anmutendes Zensur-Gesetz erlassen, welches das Recht auf freie Meinungsäußerung derartig eingeschränkt, dass man mittlerweile sogar im Ausland besorgt ist, dass hier eine neue Art Diktatur mit der dazugehörenden Meinungspolizei entsteht. Verantwortlich war Heiko Maas von der SPD.

Andreas Köhler:  Auch er scheint derart stark von einem Schuldkomplex beseelt sein, dass er selbst in die Rolle der ehemaligen Täter schlüpft. Das Schlimme daran: Er merkt es offensichtlich nicht oder nicht mehr, ebenso wenig die starke Ähnlichkeit mit einigen bestimmten totalitären Persönlichkeiten von damals.

Thomas Böhm:  Meinen Sie Goebbels oder Freisler?

Andreas Köhler:  Ich beziehe mich da nicht auf das Aussehen wie die anderen das tun, sondern auf konkretes Verhalten. Schauen Sie sich mal alte Filmausschnitte an. Dann merken Sie selbst, wo die Parallelen sind.

Thomas Böhm:  Hinzu kommt die Tatsache, dass die Bürger – spätestens seit Maas Wirken und Unterstützen – von staatlich finanzierten radikalen Organisationen, die zum Teil mit ehemaligen Stasi-Spitzeln besetzt sind, bespitzelt und attackiert werden. Der Auftrag, Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben, wird von Frau Merkel ebenso übergangen. Eine Art 2-Klassengesellschaft wird ebenso deutlich wie die radikale Ausgrenzung und Anfeindung von Regime-Kritikern und Menschen mit Ängsten und anderen Meinungen.

Andreas Köhler: Gestützt wird dies durch einen enormen Medienapparat, der das wirkliche Tagesgeschehen nur zum Teil und wenn dann stark verzerrt und stets im ideologischen Sinne präsentiert. Man setzt auf den Effekt des Sozialen Einflusses. Und gerade das ist besonders gefährlich. Die Menschen sollten sich an das erwähnte Milgram Experiment erinnern. Wenn Menschen ihre Täterschaft bzw. Mittäterschaft  verweigern, trauen sich auch andere, sich gegen irrsinnig gewordene gefährliche Systeme zu stellen.

Thomas Böhm: Was halten Sie von Fernsehen?

Andreas Köhler: Wenn mir Freunde und Bekannte früher mitteilten, dass sie kein Fernsehen mehr schauen, war ich verwundert. Heute sehe ich natürlich klarer. Zudem ist es wirklich extrem geworden. Das ist mittlerweile Propaganda pur. Man kann den Nachrichten- und Talk Show-Quatsch im Fernsehen mit den ewig gleichen politisch indoktrinierten Gästen und ebenso das Unterlassen entsprechender Nachrichten im Fernsehen und im Radio kaum mehr ertragen. Das ist zu einem regelrechten Informationskampf der ideologisch Herrschenden gegen die Bürger verkommen.

Thomas Böhm: Ja, an Stelle objektiver Nachrichten über die vielen Gewaltexzesse im Land werden entweder Lari-Fari-Nachrichten gebracht oder alternativ – parallel zu Mord und Totschlag – Vorzeige-Migranten und Islamverehrer als Vorbilder präsentiert und Täter fast zu Helden stilisiert, während die Opfer nicht gezeigt und nicht betreut werden.

Andreas Köhler: Ja, das würde vielen Menschen Angst machen. Sie würden umdenken. Sie würden protestieren.

Thomas Böhm: Aber das tun  sie doch schon.

Andreas Köhler: Ja, aber das wird medial ausgeblendet und zum Schutz der Herrschenden uminterpretiert. Dazu soll ein falsches Bild entstehen und Massenproteste unterbunden werden.

Thomas Böhm: Und die Medien betätigen sich als Handlanger.

Andreas Köhler:
Die zeigen, was im Sinne der sogenannten political correctness gewusst und gedacht werden darf. Hinzu kommt die Ablenkung nach dem alten Motto „Brot und Spiele“. Parallel zu Mord und Vergewaltigung – was informationstechnisch – wie man sieht – zum größten Teil unterschlagen wird, werden – neben Dschungel Camp, #meeto-Hysterie, Diesel-, Türkei- und Trump-Bashing, Journalisten-Ehrungen und Bambi-Verleihung – regelrechte Scheindebatten zu allem Möglichen geführt bzw. vorgeführt  – nur um von der nackten Realität des mittlerweile gefährlichen Alltags abzulenken. Das ist für viele Menschen unerträglich. Das erinnert an die Musikkapelle, die beim Untergang der Titanic zum Tanz aufspielte.

Thomas Böhm: Ihr Fazit?

Andreas Köhler:  Ob Persönlichkeitspsychologie bzw. Individualpsychologie oder Sozialpsychologie, ob Wahn, Sozialer Einfluss und Mitläufertum, ob Masochismus oder Schizophrenie, ob biologischer Erreger oder selbstzerstörerische Programme, die gefahren werden: Dies alles ist dann gefährlich, wenn die entsprechenden Persönlichkeiten sich entweder auf dem Rücken anderer austoben oder ein gefährliches System z.B. ein Schreckensregime stützen. Ob selbst von schrägen und unlogischen fixen Ideen beseelt, schweigend dabei zuschauend oder sich als untertänige Mitläufer betätigend.

Und dann sind da noch Dekadenz und Dummheit. Vielen wird es ohne entsprechendem Intellekt oder Vorbildung schwerfallen, den Wolf im Schafsfell zu erkennen bzw. die Irren von den Realisten zu unterscheiden. Das kann gefährlich ausgehen. Daher müssen sich die Wachen, Klugen und Hellen zu Wort melden, die Schlafenden, Blinden und Tauben wachrütteln und aufklären, solange es noch geht. Hoffen wir das Beste für uns und unser Land!

Thomas Böhm: Vielen Dank für das Gespräch

 

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