„Große Koalition“ – Verlierer SPD: statt Berg nun Zwerg

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Gute Nacht, Martin (Foto: Collage)

Kein gutes Omen für die Zukunft: Langsam verzwergt die SPD – Mitgliederzahl der Unions-Parteien weit vor der SPD

Von Peter Helmes

Wie wär´s denn, verehrter Schulze, wenn wenigstens ein Gran Realismus und Vernunft in Ihr Hirn ränne (laut Duden wiegt ein Gran meist etwa 65 mg – Milligramm) Aber als Rheinländer – Sie und ich – sollten wir lieber auf das rheinische Maß setzen – zumal dann die Größenordnung noch deutlicher wird: Nach der alten Kölnischen Mark entfielen auf das (Probier-)Gran ganze 12,7 mg. – was für ein kleines Hirn ja auch schon was wäre! Schließlich soll Ihr Hirn Sie ja zu viel Einbildung befähigen.

Und so sehe ich Sie nach dem Zustandekommen einer Koalitionsvereinbarung schon wie ein Preisboxer rumspringen, Sie, als Cassius Clay der SPD („Ich bin der Größte“). Der Grat zwischen Bildung und Einbildung ist gar nicht so schmal, wie Sie uns weismachen wollen. Ihre Einbildung hat nämlich riesenhafte Dimensionen, Ihre Bildung ….

Wie auch immer, fleißige Schreiberlinge holen bereits den jährlichen Kalauer von der Mitgliederstärke der SPD aus dem Versteck. Und immer wieder grüßt das Murmeltier: „Die SPD ist die mitgliedsstärkste Partei…“, „die SPD überholt die CDU…“ usw.

Alles falsch, aber niemand scheint es zu merken:

Seit Jahren kämpfe ich gegen die Windmühlen der SPD (und die ihnen geneigten Medien): Bei vielen Mitgliedermeldungen werden immer die Zahlen von CDU und SPD gegeneinander gestellt. Das ist aber stets nur die halbe Wahrheit. Verschwiegen wird – ob aus Bosheit oder Unwissen – daß sich die Zahlen der SPD auf ganz Deutschland (inkl. Bayern!) beziehen, bei den Zahlen der CDU müßten logischerweise jedoch die Zahlen der CSU hinzugezählt werden – was ehrlicher wäre. Zählt man die rd. 145.000 CSU-Mitglieder nämlich zu denen der CDU, liegt bundesweit die Union weit vor der SPD. Das Bißchen an Ehrlichkeit sollte doch möglich sein. Aber:

CDU noch SPD haben nicht den geringsten Grund zu Stolz und Freude!

Beiden Parteien laufen die Mitglieder in Scharen davon – und haben beide Parteien halbiert. (Beide ehemaligen Volksparteien verlieren im langjährigen Schnitt 10.000 Mitglieder pro Jahr!) Das ist ein Desaster für CDU und SPD, auch ein finanzielles, und dies tut nicht nur den Parteikassen weh.

Demütigung durch AfD

Viel gefährlicher ist der Abwärtstrend für die SPD bei den Umfragen, deren neueste jetzt auf dem Tisch liegt. Er zeigt nicht nur die rasante, lebensbedrohliche Abwärtsfahrt der einst stolzen Partei, sondern – die Demütigen könnte kaum größer sein – SPD und AfD sind nur noch 3,5 Prozentpunkte voneinander entfernt. Es scheint also nur eine Frage der Zeit, wann die verhaßte „Alternative“ – ist ja wirklich eine ernstzunehmende – die Sozis überholt haben wird. Hier das Ergebnis der letzten Sonntagsumfrage:

Quelle: #INSA

Statt Sektkorken dürften bei der SPD nun die Türen knallen. Und hinter verschlossenen Türen müßte Union und SPD mal ehrlicher nachdenken, wie´s weitergehen soll! (Warum eigentlich „hinter verschlossenen Türen“?)

Wandere aus, solange es noch geht!
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