„Bento“: Neue Hasskampagne von den Antisemiten gegen Israel

Foto: Collage
Foto: Collage

Dass die Nazis links waren und immer links bleiben werden, belegt mal wieder die Sandkastenausgabe des „Spiegels“ „bento“, die mit folgender Schlagzeile auf Facebook für Angst und Schrecken bei den Juden sorgt:

Doch Filipp Piatov ist den Antisemiten auf die Schliche gekommen:

Wie bento über Israel berichtet – ein Drama in 10 Akten.

1. Ich stoße auf untenstehende, extrem aggressive Zeile.
2. Ich frage den bento-Autor auf Twitter, warum Inspektoren, die das israelische Migrationsministerium einstellen will, als Jäger bezeichnet werden.
3. Autor antwortet: Der Begriff „Jagd“ sei lange intern diskutiert worden. Da die Mitarbeiter nur kurzfristig (laut bento-Artikel für zwei Monate) eingestellt werden sollen, stehe er zu der Zeile.
4. Ich überprüfe die Stellenbeschreibung, in der ausdrücklich Personen für 24 Monate – also zwei Jahre – gesucht werden. Und frage den Autor, woher er die zwei Monate hat.
5. Seine Antwort: Newsweek. Laut Newsweek sucht die israelische Behörde 70 Personen für zwei Monate.
6. Ich finde die entsprechende Stellenanzeige. Die Rede ist von zwei Jahren. Wohl ein Übersetzungsfehler.
7. Ich frage den bento-Autor, wie er die Info überprüft hat. Schließlich wirft hier ein deutsches Medium einer israelischen Behörde Jagd auf Menschen vor, da ist korrektes Recherchieren wichtig.
8. Autor antwortet völlig ernst: „Medien und ein befreundeter Israeli.“ Das Ministerium wurde nicht angefragt, kein professioneller Übersetzer engagiert.
9. Ich weise den Autor auch auf Kritik anderer Journalisten hin, die des Hebräischen mächtig sind – im Gegensatz zu bento, das einem Übersetzungsfehler aufgesessen ist.
10. Weder bento, noch der Autor reagieren – die Falschmeldung samt Menschenjagd-Vorwurf bleibt.
UPDATE I
11. bento gibt den Übersetzungsfehler zu und stellt es unter dem Artikel klar.
12. Obwohl die „zwei Monate“ die Begründung für die Wahl des aggressiven Begriffs „Jagd“ war, wird die Zeile nicht angepasst.
13. Auch der Begriff „Bürgerwehr“ wird weiterhin verteidigt. Und das, obwohl eine Bürgerwehr per Definition nicht für ein Ministerium arbeitet.
UPDATE II
14. Nach massiver Kritik im Netz (u.a. durch die Tagesschau) hat bento auch die „Bürgerwehr“ und die „Jagd“-Zeile gestrichen.

Roger Letsch kommentiert das so:

bento…was für ein antisemitischer Drecksladen dieser Kinderspiegel doch ist! Verdrehungen, Übersetzungsfehler, „Missverständnisse“ und, sobald beim lügen ertappt …Schweigen im Walde! Der hetzerische Artikel ist nach wie vor Online. Danke an Filipp Piatov für die Aufklärung. Das ist wirklich Spiegel-Qualitätsjournalismus mit brauner Soße! Zum kotzen!

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.