Wer hat noch nicht?: „Soziale Zeitarbeitsfirma“ eröffnet „Flüchtlings-Markt“

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Wer hat noch nicht? Wer will noch mal? Hoch qualifizierte Hereingeflüchtete (Bild: Screenshot)

Auf der hoch professionellen Homepage des Münchner Startup Unternehmens „Social-Bee“ preisen die Macher „Flüchtlinge“ mit Qualifikationen an, die angeblichen für einen deutschen Unternehmer – mag man den Werbefuzzis Glauben schenken – weit aus wertvoller sein sollen, als eine fundierte Schul- und Berufsausbildung. Die unglaubliche Qualifikation der vorgestellten Bewerber: „Erfolgreich nach Deutschland geflüchtet“.  

„Social-Bee ist die erste soziale Zeitarbeitsfirma, die anerkannte Geflüchtete aktiv in Arbeitsmarkt und Gesellschaft integriert“.

Nachdem laut den obersozialen Jobvermittlern 2015 mehr als eine Million Immigranten Deutschland erfolgreich erreicht haben, finden diese hier jedoch keine Arbeit.„Trotz großer Versprechen haben 29 DAX-Unternehmen bis 2016 gerade mal vier Geflüchtete eingestellt“, so der nicht zu überhörende Vorwurf der „Social-Bees“.

Welche deutsche Kartoffel hat schon solche Qualifikationen?

„Und das, obwohl viele von ihnen ihre Fähigkeiten bereits bewiesen haben. Auf der Flucht!“ Aus dem Angebot könnte man sich Naser A. aus Afghanistan aussuchen? Seine so ziemlich einzige Qualifikation: Kann drei Tage ohne Essen auskommen! „An der Grenze zur Türkei kamen wir nicht weiter. Wir hatten drei Tage nichts zu essen.“

Ebenfalls hoch interessant für einen Arbeitgeber: Zeray O. aus Eritrea.  Qualifikation: braucht wenig Platz. „Ich habe mit 85 Menschen in einem kleinen Schlauchboot überlebt.“

Oder vielleicht für Bangalie K. aus Sierra Leone? Vielleicht als Laufbursche? Qualifikation: ist gut zu Fuß. „Auf der Flucht war ich drei Monate lang zu Fuß unterwegs“!

„Social Bees“ wollen auch ein Stück vom Integrationskuchen

Unter dem Motto „Einfach Einstellen“ preist die gemeinnützige GmbH Zeitarbeit auf „soziale Weise“ neu an: Als erster Integrationsdienstleister Deutschlands senken wir die Hürden für Unternehmen, Geflüchtete einzustellen. So bauen wir für Menschen mit Fluchthintergrund die fehlende Brücke in Arbeitsmarkt und Gesellschaft.

Würden sich die fleißigen sozialen Bienchen ehrlich machen, dann dürfte deren Ambition doch eher darin zu sehen sein, ebenfalls einen großen Schluck aus dem bis zum Rand gefüllten Honigtopf der Asyl- und Integrationsindustrie abzubekommen. (SB)

Und hier sehen Sie „Flüchtlinge“ in der Ausbildung:

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