“Honecker des Fußballs” mit 99 Prozent wiedergewählt!

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Die linkenFans der Eintracht haben in Marseille Stadtverbot. Foto: Shutterstock

Die Vertreibung der AfD-Wähler aus dem Fußballparadies Frankfurt geht weiter – Vorsicht Satire!

Von Klaus Lelek

Die Eintracht-Fahnen hoch, die Reihen fest geschlossen, so marschierten die Mitglieder von Eintracht Frankfurt einträchtig am Sonntag in die Wolfgang Sträubig Halle, um zum siebten Male seit der Jahrtausendwende ihren Vereinspräsidenten Peter Fischer das Vertrauen auszusprechen. 99 Prozent gaben dem Einundsechszigjährigen, wie in Granit gemeißelten FÜHRER des traditionalen Fußballvereins ihre einzige Stimme. Wie in einer gut funktionieren Demokratie üblich, gab es in dieser hauptsächlich von Männern dominierten Domäne keinen einzigen Gegenkandidaten. Mit solcher Macht ausgestattet richtete nach der Wahl der alte und neue Führer die Stimme an sein Volk und erneuerte unter dem frenetischen Beifall der 657 Delegierten seinen LEX-AfD, der sinngemäß so lautet: Ihr dürft alle Blockpartien – sogar die vom schwarzen Block – wählen. Nur die AfD nicht. Dabei wird Fischer sogar Gottähnlich, wenn er spricht: „Prüft euch selbst! Und prüft euch ehrlich! AfD Wähler und Mitglied bei der Eintracht zu sein, das passt nicht!“

Solch eherne Worte, die so ganz tief die Ehre und Ehrlichkeit des Einzelnen anrühren, bringen heutzutage nicht mal katholische Staatspfaffen über die Lippen. Anders als die schnöde Ehe – in einigen Kulturen genügt zur Scheidung ein Twitter-Nachricht (aber nur wenn der Mann sie postet) – ist die Eintracht-Mitgliedschaft ein Bund fürs Leben. Ein echter Männerbund, so wie Freimaurer, Druiden oder Männergesangvereine. Da herrscht wie bei anderen Sekten auch noch echtes Führerprinzip, treue bis zum Tod. Zitat von Cheftrainer Niko Kovac: „Irgendwann werde ich nicht mehr leben, aber bis dahin werde ich den Adler auf der Brust tragen!“ Fazit: Fußball ist was Heiliges. Da kann nicht jeder machen was er will und wählen schon gar nicht. Es war daher weise, dass anwesende AfD Vertreter auf eine Gegenrede verzichteten.

Die Jubelfeier samt Führerkult wurde also nicht gestört und ging dann nahtlos in den Bürgermeisterwahlkampf über, als OB Feldmann – Ehrenmitglied – wie bei Sekten üblich seine Gebetsmühle rausholte und das Eunuchengleiche Credo von Textbausteinen runterbetete: „Säule der Integration… Blablabla…offene und Tolerante Stadt… blablabla…Rassismus! Ausländerfeindlichkeit! Intoleranz!!“ Immerhin hat die AfD inhaltlich den Reichsparteitag der gleichgeschalteten Rechthaberei bestimmt. Manchmal kann man auch mit Schweigen auf den Zustand einer Gesellschaft hinweisen.

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