Roter Teppich für „Refugees“ – Ex-Soldaten verrecken auf der Straße

Foto:Durch Elena Rostunova/shutterstock
Alles für Fremde - nichts für die eigenen Bürger (Foto:Durch Elena Rostunova/shutterstock)

In Großbritannien steigt die Zahl der Bürger, die im Freien übernachten müssen. Mehr als 5000 Menschen – unter ihnen viele Veteranen, die nach ihrem Kriegseinsatz nicht mehr in die Gesellschaft zurückfinden – nennen die Straße ihr „Zuhause“. Währenddessen rollt das Land sogenannten Flüchtlingen aus der ganzen Welt den roten Teppich aus.

von Marilla Slominski

Behörden registrierten bei einer Stichprobe im vergangenen Herbst 4.751 „Freischläfer“, ein Anstieg von 15 Prozent gegenüber 2016. 14 Prozent von ihnen seien Frauen, nur 20 Prozent keine Briten und 8 Prozent unter 25 Jahre, so das zuständige Ministerium.

Nach Westminster belegt die berühmte Küstenstadt Brighton am Ärmelkanal den unrühmlichen Platz zwei, wenn es um obdachlose Briten geht.

Gepriesen als „weltoffen und tolerant“ weist das Seebad auf seiner Homepage besonders gerne auf sein Engagement für „Refugees“ hin. Brighton&Hove helfe in Zusammenarbeit mit Flüchtlingsorganisationen „Refugees, Asylbewerbern und anderen Migranten“, verkündet der Badeort mit stolz geschwellter Brust und nennt sich selbst „City of Sanctuary“, also eine Stadt, die Schutz bietet. Währenddessen schliefen bei der Zählung im Herbst vergangenen Jahres offiziell 178 Menschen in Hauseingängen und auf dem kalten Boden.

Laut Angaben des Arztes Tim Worthley, der sich um Obdachlose kümmert, starben im vergangenen Jahr 17 von ihnen unter Umständen, die vermeidbar gewesen wären, berichtete die Lokalzeitung Argus im Dezember.

Genau ein Jahr zuvor hatte das Lokalblättchen Brighton &Hove noch für die Großherzigkeit gelobt, mit der die Gemeinde 65 jugendlichen „Flüchtlingen“, unter ihnen auch viele sogenannte unbegleitete Minderjährige,  Unterkunft geboten hatte. Jedes dieser „Kinder“ kostet den britischen Steuerzahler bis zu seinem 25.Geburtstag durchschnittlich knapp 80.000 Euro pro Jahr, wie Anfang Januar bekannt wurde.

Foto:privat
Ex-Soldat Darren Greenfield (Foto:privat)

Während die einen, wie in Deutschland auch, rund um „gepampert“ werden, endet für andere das Leben einsam nach Jahren unter freiem Himmel. So ging ein Aufschrei der Entrüstung durch Großbritannien, als die Nachricht vom Tod des Ex-Soldaten Darren Greenfield die Runde machte. Der 47-jährige war nur wenige Tage vor Weihnachten nach jahrelanger Obdachlosigkeit in einem Krankenhaus gestorben. Greenfield hatte von 1986 bis 1998 der britischen Armee gedient und nach seinem Abschied  nicht mehr ins zivile Leben zurückgefunden. Jahrelang bettelte er in seiner khakifarbenen Militärkleidung vor einem Bahnhof in Edinburgh um ein paar Cent. Die genaue Todesursache ist bis heute nicht geklärt.

Laut Schätzungen des Militärs leben in Großbritannien inzwischen rund 13.000 ehemalige Soldaten ohne Obdach auf den Straßen des Landes – ein Rekordhoch.

„Es ist bezeichnend für unsere Zeiten, dass ein Soldat auf der Straße stirbt. Viele Menschen sind wütend darüber, dass ein Held draußen schlafen muss, noch wütender sind sie darüber, dass er dort völlig verlassen sterben muss. Das ist völlig zu Recht empörend. Die Zahl der obdachlosen Soldaten wird sich angesichts der Militär-Kürzungen und der immer größer werdenden Zahl derer, die aus dem Einsatz aus Afghanistan und dem Irak zurückkommen, weiter erhöhen,“ fürchtet der Ex-Infanterist Calum McLeod, der an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet und sich mit der von ihm gegründeten  Organisation „Who Dares Cares“ für andere mit PTSD engagiert.

Das sich in absehbarer Zeit etwas an dieser Situation ändert, ist unter der gegenwärtigen Politik kaum zu erwarten. Zu sehr ist alle Welt damit beschäftigt, den Hunderttausenden aus aller Herren Länder einen angenehmen Aufenthalt zu bescheren.

So unterschrieben die britische Premierministerin Theresa May und ihr französischer Kollege Emmanuel Macron vor wenigen Tagen ein neues Abkommen, um den sogenannten Calais-Flüchtlingen ein schnelleres Asylverfahren zu ermöglichen. Außerdem investiert Großbritannien weitere 50 Millionen Euro in die Grenzsicherung in Calais. Die Ankündigung, dass Erwachsene in Zukunft nur noch sechs Monate und „unbegleitete Minderjährige“ nur noch 25 Tage über den Entscheid ihres Asylantrags und somit über die Einreise nach Großbritannien warten müssen, steigen die Zahlen in Calais wieder an. Kurz nach der Bekanntgabe der neuen Regelungen am 18. Januar kamen zu den ca.1000 Einwanderungswilligen weitere 200 in Calais an.

Brighton darf sich freuen.

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...