Die Begegnung mit der dritten Art oder wie Aiman Mazyek über den Bildschirm lief

Foto: Collage
Zwei Kontrahenten (Foto: Collage)

Hallo Leute und falls ihr mich kennt, liebe Mitstreiter.

Am Donnerstag, den 25.01. wollte ich, der Arbeiter Otto, mir meine wohlverdiente Dosis Rechtspopulismus abholen. Die AfD lud ein, in den Platnerhof in Chemnitz. Das Motto lautete  “Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört“

Zum Protest gegen die AFD-Veranstaltung lud ‚‚Aufstehen gegen Rassismus Chemnitz’’ ein.

‚‚Am 25.01. will die AfD Sachsen mit ihrem Landtagsabgeordneten Jörg Urban unter dem Motto “Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört“ wieder ihre Hetze gegen Muslime verbreiten. Das ganze findet, wiederholt, im Platner Hof, einer Gaststätte in Kappel statt. Muslime sind in ganz Deutschland zunehmend Stigmatisierung, Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Die AfD ist Teil dieser Hetzkampagne, wie man auch an den aktuellen Äußerungen von Frau Storch auf Twitter wieder sehen kann. Wir stellen uns klar gegen diesen Rassismus! Also kommt vorbei und zeigt mit uns gemeinsam, dass die AfD hier unerwünscht ist. Ja, der Islam gehört zu Deutschland! Stoppt die Hetze gegen Muslime!’’

Da musst du hin, dachte ich mir. Gegen 18 Uhr setze ich mich ins Auto, mit dem Ziel, die von der Multikulti Gesellschaft verbotenen Früchte zu ernten. So vollführte ich erst einmal eine Erkundungstour durch die anliegenden Straßen um den Platnerhof herum. Um ein Tuning meines Autos durch die Antifa zu vermeiden, suchte und fand ich einen Parkplatz etwas entfernt vom Veranstaltungsort.

Per Pedes ging es nun Richtung Gasthof , den ich auch bald erreichte. Ein Polizeiauto stand dort und auch die angekündigte Protesttruppe. Zu meinem Erstaunen waren es nicht die üblichen Verdächtigen sondern eine Ansammlung von etwa 20 Mädchen, ich schätze zwischen 16 und 18 Jahren. Auf einem Plakat, an einem Zaun aufgehängt, stand in etwa ‚‚Der Islam gehört zu Deutschland’’, oder so was ähnliches. Bildung tut Not für die jungen Damen, dachte ich mir und ging zu den jungen Hühnern auf die andere Straßenseite.

Da der ‚‚Gegner’’ am besten mit seinen eigenen Waffen zu überzeugen ist, hatte ich die Kopie von einem Brief  des Herrn Karl Marx mit. Der Titel des Islamkritischem Briefes an die ‚‚New-York Daily Tribune’’ vom 15.April 1854 lautet, ‚‚Die Kriegserklärung – Zur Geschichte der Orientalischen Frage’’.

Auf meine Begrüßung hin und der Frage ob Interesse besteht, mal was Interessantes von Karl Marx zu lesen, übergab ich die paar abgehefteten Blätter einem Mädchen. Mit einmal tauchte von links eine Dame auf, die mich fragte, was ich denn den Mädchen gegeben hätte. Ich antwortete wahrheitsgemäß ‚‚Karl Marx’’. Auf ihre Frage was konkret von Marx, antwortete ich korrekt ‚‚Die Orientalische Frage’’.

Daraufhin meinte sie, dies wäre ein alter Hut und Marx hätte nicht immer Recht gehabt. Ich erklärte, dass der Marxbrief doch etwas Klarheit bringen würde. Ich wurde von der Dame abgebügelt mit dem Spruch ‚‚Die Waffen für die Saudis, die Kriege im Nahen Osten, erklärt das Marx?’’ Danach meldete sich ein Mädchen die bestimmt den kleinen Hut auf hatte, die fragte ob ich in der DDR geboren wäre, was ich bejahte, worauf sie meinte ich müsste doch das Manifest kennen und das hätten alle lesen müssen.

Ich bejahte,  dass ich das Manifest kenne, aber Zwangslektüre war es nicht. Sie meinte aber besserwisserisch ‚‚Doch, sie mussten das lesen und im übrigen wollte Marx die Religionen abschaffen.’’ Jetzt war ich an dem Punkt angelangt wo ich wusste, hier kannst du verschwinden. Die Glucke hat die Hühner im Griff. Schuster bleib bei deinen Leisten, ich bin Handwerker und kein Lehrer und so verabschiedete ich mich freundlich und ging über die Straße zum angenehmen Teil des Abends.

Der gestaltete sich erwartungsgemäß positiv. Jürgen und seine Mannschaft hatten eine schöne Veranstaltung organisiert. Der Hauptredner, Jörg Urban, MdL und Fraktionsvorsitzender der AfD im Sächsischen Landtag, hielt einen sehr interessanten Vortrag über den Islam und warum er nicht zu Deutschland gehört. Auch die Fragerunde danach gestaltete sich interessant. Des Weiteren traf ich Wilfried von der Bürgerinitiative ‚‚Chemnitzer sagen NEIN zu Moscheen in ihrer Stadt’’ sowie Siggi von Pegida Dresden.

Nach dem Ende der Veranstaltung begab ich mich auf den Nachhauseweg, das Bett wartete und es waren nur noch sechs Stunden Zeit für einen erholsamen Schlaf. Gnadenlos wird morgen Früh 4 Uhr der Wecker läuten und ich meiner Pflicht, Steuern für das Land zu erwirtschaften, nachkommen.

Doch irgend etwas lies mich nicht einschlafen, irgend etwas stimmte nicht bei den gestrigen Ereignissen. Heureka, ich wusste es. Es waren die Aussagen der Glucke und dem Oberhuhn, ‚‚Marx hat nicht immer Recht’’ und ‚‚Marx wollte die Religionen abschaffen’’. Das Motto ihrer Demo war ja auch ‚‚Der Islam gehört zu Deutschland’’.

Wie konnte ich Depp mit einem Typ missionieren gehen der die Religionen kritisiert hatte. Jetzt wurde ich munter, an Schlaf war nicht mehr zu denken. Mit einem flauen Gefühl im Magen schaltete ich den Rechner ein um einen Blick auf die Webseite von ‚‚Aufstehen gegen Rassismus’’ zu werfen. ‚‚Stoppt die AfD’’ auf einem buntem Logo, ist das erste was man sieht. Im Hintergrund läuft ein Film von einer Demo und dann tritt hinter dem Logo Aiman Mazyek hervor, neben ihm eine bekopftuchte Glaubensgenossin. Das flaue Gefühl im Magen wandelte sich langsam in Richtung Übelkeit. Die ganzen Typen, um Mazyek herum, tragen Fahnen, Plakate und Bedruckte T-Shirts. Leute, die sich nach einer totalitären sozialistischem Welt sehnen, das komplette Linksgrüne Spektrum wird dort abgebildet.

Weiter unten auf der Seite wird dann die Übliche Hetze gegen die AfD herausposaunt. Das ganze Opportunistentum, diese sich am Steuerspeck labenden Vereinsmaden, hier wird es deutlich. Um vom großen Geld ein gehöriges Stück abzubekommen, werden alte Ziele verraten. Das zusammenarbeiten mit Leuten, die einer kriegerischen Ideologie anhängen, wo täglich im Namen des Islam unzählige Menschen umgebracht werden, wo erst Frieden auf der Welt herrscht, wenn alle Menschen dem ‚‚Wahren Glauben, dem Islam angehören’’ ist an sich schon irrsinnig.

Bald war es Zeit, zur Arbeit zu gehen, vorher musste ich aber noch schauen, was dieser ‚‚Mazyek Fanclub’’ noch so treibt. Bei meiner Recherche stieß ich auf einen Verein in Chemnitz. Eine Truppe mit solchen Projekten wie ,‚Schulsozialarbeit’’. Ob KIKA Fernsehnachmittage oder ‚‚wie binde ich ein Kopftuch richtig’’ zum Programm gehören? Sitzt die Glucke hier, die mit den Hühnern gegenüber dem AfD Veranstaltungort für den Islam demonstriert hat? Eins steht fest, der ‚‚Mazyek Fanclub, Aufstehen gegen Rassismus’’ hält hier Hof.

Wenn es meine Zeit erlaubt, werde ich mal die ganzen Heuchlervereine und ihre Treffpunkte in unserer Stadt unter die Lupe nehmen. Die Verbindungen zu Stadtverwaltung, Kirchen, Gewerkschaften, Firmen und Uni sind mit Sicherheit interessant und erhellend.

So, die Zeit ist rann, die Stechuhr ist unbestechlich.

Bis Bald, euer Arbeiter Otto

Das hätte ich beinahe vergessen, hier die rechtspopulistische Aussagen von Karl Marx:

„Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby“, d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.“

‚‚ Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.’’

 

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