Dem Heinerhofbauern sein Knecht über #Metoo

Dem Heinerhofbauern sein Knecht (Foto: Pixabay)

Wenn Frauen im Beruf Großartiges leisten, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht, dann nicht deswegen, weil sie Frauen sind, sondern obwohl sie Frauen sind. Die Reportage vom Land.

von Max Erdinger

Weil ich gehört hatte, daß der berühmte deutsche Regisseur Dieter Wedel nach einer Herz-Attacke ins Krankenhaus gekommen ist, machte ich mich an den steilen Aufstieg hinauf zum Heinerhof, um zu erfahren, was dem Heinerhofbauern sein Knecht zum niemals versiegenden Östrogenterror gegen alles Testosteronhaltige meint. Der Knecht hat nämlich eine Meinung zu allem und bisweilen nimmt er sich auch die Zeit, zu erklären, warum er die und keine andere hat. Oft genug winkt er auch einfach ab. Wenn man zum Beispiel „Klimawandel“ oder „Die Grünen“ sagt, kommt von ihm reflexhaft eine abfällige Handbewegung und das ist dann auch schon seine ganze Meinungsäußerung dazu.

Von #Metoo hat er im Kreisboten gelesen, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht. Er versteht die ganze Aufregung nicht. Der Unterschied zwischen einer schönen Frau und der Schwägerin vom Heinerhofbauern, sagt er, ist schon immer der gewesen, daß die schöne Frau eine Reservewährung mit sich führt, die sie auch gerne herzeigt, während die Schwägerin vom Heinerhofbauern überhaupt kein solches Geld hat. Die Heinerhofbäuerin sei zwar auch nicht viel schöner als ihre Schwester, aber sie sei stämmig, arbeitswillig und von robuster Natur – und deswegen habe der Heinerhofbauer sie geheiratet. Der Heinerhofbauer selbst ist ebenfalls nicht der schönste, sagt er. Verliebt seien der Heinerhofbauer und die Bäuerin noch nie ineinander gewesen. Aber ein Geld hätte er schon immer gehabt, der Heinerhofbauer, weil der Heinerhof seit jeher einer der größten Höfe in der Gegend ist. Und so hätten der Bauer und die Bäuerin eben einen Handel abgeschlossen. Er hat sie geheiratet, sie arbeitet fleißig auf dem Hof und erbt einmal alles.

Er könne sich noch gut an einen Stoßseufzer des Bauern erinnern. In der Woche, bevor er damals geheiratet hat, sei der Bauer nachdenklich und schweigend in der Stube am Tisch gesessen und das einzige, was er gesagt hat, als er sich langsam erhob, um zu Bett zu gehen, sei gewesen: „Na ja, under an gaschdin G´sicht verbercht si oft aa a scheens Fetzla.“ Bei seiner Schwägerin sei es auch nicht viel anders gewesen, sagt er. Dem Heinerhofbauern sein Schwiegervater habe nur zwei Töchter gehabt, aber keinen Sohn. Er habe keinen Zweifel, daß der andere Knecht, den seine furchterregende Schwägerin geheiratet hat – und der so zum Bauern geworden ist, etwas Vielversprechendes in der Hose gehabt haben muß, wenn es schon kein Geld gewesen ist. Weil er sich sonst keinen Grund denken kann, aus dem heraus die Schwägerin vom Heinerhofbauern diesen armen Spinner geheiratet haben könnte.

Jedenfalls, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht, haben weder die Bäuerin noch der Spinner sich jemals darüber beklagt, vom Heinerhofbauern respektive seiner Schwägerin sexuell belästigt worden zu sein, obwohl er sich keinerlei Illusionen macht, was der zusammengefaltete Kartoffelsack in der Schlafstube des Bauern soll.

Diese #Metoo-Geschichte, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht, erinnert ihn an einen Vorfall, von dem ihm der Kassier in der Raiffeisenbank unten im Dorf erzählt hat. Bei dem sei eines Tages die Lewinsky Monika aufgetaucht, die sehenswerte Tochter eines Tagelöhners aus dem Tal, die immer Geldprobleme hat und ein liederliches Weibsstück mit einem wahren Blasmaul ist. Mit stolzem Gehabe wollte sie einen Hundert-Euro-Schein einzahlen. Den habe er gegen das Licht gehalten und sofort erkannt, daß es sich um Falschgeld handelt, so falsch wie die Wimpern von der Lewinsky Monika. Als er ihr erklärte, daß er diesen wertlosen, grünen Papierschnipsel nicht annehmen könne, weil es sich um Falschgeld handelt, habe die falsch bewimperte Schlampe völlig die Fassung verloren, sich auf den Boden fallen lassen, mit Armen und Beinen in der Luft herumgestrampelt und dabei hysterisch geschrien: „Hilfe, Hilfe! Ich bin vergewaltigt worden!“ Dem Kassier sei damals sofort klar gewesen, wer der Lewinsky Monika den falschen Hunderter angedreht hat. Der Klinton aus Oberwasching sei es gewesen.

Auffällig an der #Metoo-Geschichte, sagt der Knecht, sei jedenfalls, daß es immer schöne Weibspersonen sind, die behaupten, Jahre zuvor über ganz egal welche Tische gezogen worden zu sein – und zwar immer von Männern, bei denen es für sie etwas zu holen gab. Er glaubt ja, fährt er fort, daß der Wedel schon ein paar von den schönen Weibern gepimpert hat. Nur, daß diese Weibspersonen damals nicht freiwillig mitgemacht haben, das glaubt er nicht. Die haben sich damals ganz genau überlegt, daß ihre Körper viel schöner sind als ihr Schauspieltalent und daß sie jetzt halt einmal ganz tapfer sein müssen, wenn es mit dem klappen soll, was sie unbedingt und dringender haben wollten, als ihre sexuelle Unbelästigtheit: Ruhm und Geld. Das sei ein fairer Handel zum Nachteil des Fernsehzuschauers gewesen, sagt er.

Weil: Es ist schon ein Nachteil, wenn man sich im Fernsehen mindertalentierte Weiber anschauen muß, die zwar gut aussehen, aber nicht gut schauspielern können, nur, weil sie sich vom Wedel haben vögeln lassen. Etwas anderes wäre es, sagt er, wenn man sie als Fernsehzuschauer wenigstens auch einmal vögeln könnte. Kann man aber nicht. Wenn also schon jemand dem Wedel unbedingt ans Leder wollen muß, sagt der Knecht, dann wäre es ja wohl der Fernsehzuschauer, der wegen Wedels Geilheit und der Geldgier seiner Filmweiber nur drittklassige Schauspielkunst geliefert bekommt, obwohl er GEZ bezahlen muß. Das sei schon eine Sauerei, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht.

Manche geldgeilen Weiber seien sogar so schön, daß man ihnen ein Bein abschneiden kann, ohne daß sie davon viel weniger schön werden. Der Paul McCartney von den Beatles sei einmal mit so einer verheiratet gewesen. Heather Mills habe sie geheißen und ein Fotomodel sei sie gewesen, als sie noch beide Beine hatte. 20 Millionen britische Pfund habe es den weltberühmten Musikus gekostet, als sich die undankbare Hinkeliese von ihm scheiden ließ. Das sei eine Sauerei, weil der Paul McCartney das ganze Geld – und noch viel mehr – deswegen hatte, weil er als einziger Mensch auf der Welt genau die Melodien erfinden konnte, derentwegen er dann unermeßlich reich geworden ist. Schöne Frauen, denen man ein Bein abschneiden kann, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht, gibt es aber wie Sand am Meer. So viele sind es, sagt er, daß es völlig wurscht ist, welcher man ein Bein abschneidet. Daß sogar schöne, völlig untalentierte Weibspersonen mit abgeschnittenen Beinen 20 Millionen Pfund verlangen und bekommen können dafür, daß sie damit aufhören, einem reichen Genie jeden Tag etwas vorzuhumpeln, während sie mit ihrem Gekeife seine ganze Kreativität lahmlegen, – das sei schon ein starkes Stück.

Der McCartney, der Trump und ein ganzer Haufen von den andereren stinkreichen und alten Säcken sollten etwas unternehmen gegen diese, womöglich sogar noch hinterfotzig verursachten Beschuldigungen mit solchen Kampagnen wie #metoo und eine Gegenkampagne starten, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht. „#Metoo abgezockt“ könnte noch viel populärer werden als das einfältige Weibsen -#Metoo, meint er. Wenn nämlich der Trump sich entschließt, eine Kampagne zu starten, dann können die Weiber einpacken, sagt er. Die Hillary Clinton sei der Beweis.

Und wenn er sich anschaut, wieviele Jungweiber es gegeben hat, die alle voll hysterischer  Sehnsucht „Metoo, metoo!“ geschrien haben, ehe sie in Ohnmacht fielen, wenn der als notorischer Geilist berühmte Robbie Williams auf der Bühne stand und seine Liedchen trällerte … – oder wie sie damals alle einen feuchten Keller hatten, wenn der Führer auf Reichsparteitagen sprach, dann muß man als berühmter Mann schon froh sein, daß man sie nicht alle vögeln kann. Weil einen dieses Weibsen-#metoo sonst völlig ruinieren würde.

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