Islamische Toleranz: Wodka beleidigt Mohammed?

Der Wodka mit dem "Zeichen" im Rewe Online-Shop (Bild: Screenshot Rewe)

„Unbekannte“ forderten in drei Gelsenkirchener Rewe-Märkten, die Wodka-Marke Kaliskaya aus dem Sortiment zu nehmen – das Logo beleidige Mohammed

In drei Rewe-Märkten in Gelsenkirchen sind bereits im November und Dezember „Männer“ und „Frauen“ aufgetaucht, die den Beschäftigten drohten, im Laden mal kräftig „aufzuräumen“, berichte die Westdeutsche Allgemeine WAZ. Die Wodka-Marke Kaliskaya solle aus dem Sortiment verschwinden, forderten sie. Das Logo auf der Flasche beleidige den „Propheten“, so gebe es in der linken Hälfte des Schriftzuges eine Ähnlichkeit mit dem arabischen Schriftzug für Mohammed. Die Schlange im rechten Teil des Logos fresse offensichtlich den „Propheten“ auf. Für die „Aktivisten“ eine Beleidigung ihrer „Religion“. Man drohte, die Flaschen zu zerstören.

Der Gelsenkirchener Polizeisprecher Christian Zander bestätigte, dass sie in drei Fällen wegen Nötigung ermitteln und ein „Mann“ als Täter identifiziert wurde. Man nehme diese Fälle sehr ernst. Sie sind wohl vollkommen unbegründet: Man habe das Logo auf der Flasche prüfen lassen und keine Anzeichen gefunden, die auf eine Lästerung Allahs oder Mohammeds schließen ließen.

Beobachter der „Aktionen“ vermutet bei den „islamischen Menschrechtlern“ handle es sich Mitglieder eines der vielen in Gelsenkirchen ansässigen Familienclans, was die Polizei allerdings bisher nicht bestätigen konnte/wollte:

Ob eine bestimmte Gruppe hinter den Drohungen stecke, sei nicht festgestellt worden.“

Ist ja auch halb so wild:

„Strafrechtlich handele es sich um Nötigung, nicht um Erpressung, betonte Zander. Es seien zwar Drohungen ausgesprochen worden, nicht aber in der Absicht, finanzielle Vorteile zu erzielen.“

„Möglicherweise diente die vermeintliche Lästerung des Propheten den Leuten nur als Vorwand, Angst zu erzeugen und die Ladeninhaber unter Druck zu setzen.“

Nach den Drohungen in den drei Supermärkten seien der Kriminalpolizei keine weiteren Vorfälle bekannt geworden.

Ob der Wodka Kaliskaya aus dem Sortiment verschwinden wird, ist bisher unklar, online ist er auf jeden Fall noch erhältlich. (Der Preis 4,99 € ist ja unglaublich.)

2012 machte der Wodka Baiterek Schlagzeilen, weil der Hersteller (nach eigenen Angaben unwissentlich) am Flaschenhals ein Muster mit arabischen Schriftzeichen angebracht hatte. Gläubige Muslime lasen daraus „Allahs Stärke ist für alle genug“

 Baiterek verschwand aus dem Handel. (VK)

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