Facebooksperre wegen Link auf Baseler Zeitung: Was Deutsche nicht wissen sollen

(Foto: Collage/Shutterstock
Die Zensur immer vor Augen (Foto: Collage/Shutterstock)

Was in der Schweiz erscheint, darf man in Deutschland noch lange nicht lesen. Ein Facebooker hatte aus „Gekommen um zu profitieren“ zitiert und wurde gesperrt. Die „Gemeinschaftsstandards“. Kein Einzelfall! Doch man kann sich wehren

Facebooknutzer Dirk W. schreibt an den Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel. Facebook hat ihn gesperrt, weil er einem Artikel der Baseler Zeitung geteilt und daraus einen Satz zitiert hat.

Auch jouwatch hat über diesen Artikel berichtet und die Befürchtung geäußert, dass so etwas in Deutschland so nicht erscheinen würde. Die „Verschwörungstheorie wurde von der Wirklichkeit wahrlich schnell eingeholt:

“Sehr geehrter Herr Steinhoefel, heute bin ich zum 10. mal in Folge seit dem Sonntag vor Ostern 2017 für 30 Tage gesperrt worden. Damals hat der Justizminister Maas das erste mal über das NetzDG gesprochen. Grund war diesmal, dass ich einen Artikel der Basler Zeitung geteilt habe und die Überschrift und die erste Zeile des Artikels zitiert habe.

Gekommen, um zu profitieren – Wie drei minderjährige Asylsuchende aus Somalia und Eritrea im Baselbiet jegliche Kooperation verweigern.’

Ich finde es Klasse wie sie gegen die Facebook Windflügeln ankämpfen. Mir macht es langsam aber sicher keinen Spass mehr.

Beste Grüsse
Dirk W.”

Mit anderen Worten, der Verweis auf einen Zeitungsartikel der durchaus renommierten Baseler Zeitung aus der Schweiz, wird zensiert. Denn was soll das sein, außer Zensur. Hasssprache oder andere „Delikte“ sind in dem Artikel nicht zu erkennen.

Der Blogger Hadmut Danisch:

„Das belegt, dass es hier nicht etwa um Hate Speech geht, sondern wirklich um Zensur. Darum, den Leuten hier Informationen vorzuenthalten.“

 Und nicht nur diese, wie einige Tweets zeigen. Auch wer auf den Bild-Bericht zu Kika verweist, wird gesperrt. Die AfD sowieso. Gründe? Braucht man nicht, man hat ja die Gemeinschaftsstandards.

Zwitscherin „braves Bürgerlein“: „Mein Tweet mit dem Link zum @BILD -Bericht über Kika wurde soeben gesperrt. Die überwiegend von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund besetzten Löschteams bei Twitter und Facebook zensieren nun konsequent alles, was mangelnde Integrationsbereitschaft thematisiert.“

 Man kann sich auch wehren:

Dr. Christian Stahl ist ein Anwalt, der auf Medienrecht spezialisiert ist. Als Reaktion auf die Zensur der Regierung gegen ihr eigenes Volk vertritt er nun die Rechte von Facebook-Nutzern gegen den Konzern.

„Ich glaube hier beginnt etwas Großes! Denn Konzerne lernen nur über Klagen und Geldverlust und genau das bahnt sich hier an. Wenn nur ein kleiner Teil der Betroffenen klagt, wird das Facebook und Heikos Zensurgesetz empfindlich treffen.“

Werdet Teil des juristischen Widerstands gegen das NetzDG! (VK)

Hier das Interview von Martin Sellner mit Dr. Christian Stahl:

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