Petr Bystron: Skandal in Wien – Vizekanzler Strache wurde abgehört

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AfD-Bundestagsabgeordneter Petr Bystron (li.) fühlt sich bei Abhörskandal in Wien an dunkelste Zeiten erinnert (Bild: Hintergrund: shutterstock.com)

Neuer Angriff auf die FPÖ: Am Mittwochabend wurde in das Büro des FPÖ-Vizekanzlers Heinz-Christian Strache eingebrochen. Der Täter wurde von einem Mitarbeiter entdeckt, konnte über eine Nottreppe jedoch unerkannt entkommen. Der Vorfall schließt nahtlos an eine weitere skandalöse Entdeckung: Bereits vor einer Woche fanden Ermittler des Militärischen Nachrichtendienstes zwei Wanzen hinter einer Spiegelwand im Büro des FPÖ-Chefs Strache. Der Fall deckt massive Sicherheitsmängel auf und sorgt in Österreich für Aufruhr. 

Die Kronen-Zeitung brachte die Geschichte auf der Titelseite. Deutsche Medien schweigen weitestgehend. Bei einem Treffen mit der FPÖ-Spitze in Wien sprach der AfD-Außenpolitiker Petr Bystron dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache seine Unterstützung zu. Bystron: „Weder die FPÖ noch wir von der AfD werden uns durch solche Methoden einschüchtern lassen“. Bystron wurde als bayerischer Landesvorsitzender im Wahlkampf ebenso beobachtet, in seiner Wohnung wurde sogar widerrechtlich eine Hausdurchsuchung durchgeführt.

Während im Fall Bystron die Gerichte sowohl die Durchsuchung wie auch die Beobachtung verurteilt haben, laufen die Ermittlungen in Wien auf Hochtouren. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung hat laut übereinstimmender Medienbericht Ermittlungen aufgenommen.

Wie lange die Wanzen im Büro des Vizekanzlers bereits versteckt waren, kann aktuell nicht beantwortet werden. Ob bei dem Einbruch  Unterlagen gestohlen worden sind, ist bislang ebenfalls noch nicht geklärt. Die Sicherheitsdienste schliessen ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen bei der FPÖ nicht aus. Wer hinter dem Einbruch steckt und wer den Vizekanzler abhören ließ, diese Frage beschäftigt nicht nur die FPÖ-Spitze.

Die Vorkommnisse zeigen einen skandalösen Umstand“, so Strache in einem Statement gegenüber dem ‚Standard‘. Mit Blick auf die gefundenen Wanzen bemerkte der FPÖ-Politiker, dass „so etwas in einem Innenministerium nichts verloren habe“. „Dieser aktuell aufgedeckte Abhör- und Spitzelskandal gegen meine Person gerichtet, kann nur von einer österreichischen Struktur ausgehen! Wer sonst hat regulär Zugang zum Bundeskanzleramt bzw. zum Büro des Vizekanzlers um diese Abhöranlage in Ruhe zu installieren?

Die Abhöranlage wurde erst vorige Woche von den Beamten und Experten des Abwehramtes entdeckt und in Folge am vergangenen Wochenende deaktiviert. Alle angeblich davor stattfindenden Untersuchungen (durch das BVT oder Heeresnachrichtenamt) waren offensichtlich erfolglos. Nur ein paar Tage später – nach Entdeckung und Deaktivierung der Abhöranlage – kam es zu besagtem Einbruch in mein Büro. Solche demokratiepolitisch skandalösen Vorfälle sind kriminell und gehören schonungslos aufgeklärt!„, so Strache auf seinem Facebook-Account.

Bystron erklärte, die Zustände erinnern ihn „an die schlimmsten Zeiten des Kommunismus, in denen Regimekritiker und Oppositionelle ebenfalls belauscht und eingeschüchtert wurden“. (SB)

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