„Seid unberechenbar, nehmt Umwege und Nebenstrecken, meidet Raststätten in Grenznähe“ – Obskure Seite gibt Tipps für „Flüchtlingshelfer“!

Symbolfoto: Durch Slawomir Kowalewsk/Shutterstock
Symbolfoto: Durch Slawomir Kowalewsk/Shutterstock

Das Internet steckt voller Überraschungen und wenn man herumsucht, findet man die obskursten Seiten. So gibt es zum Beispiel eine Seite, die nennt sich Fluchthelfer. Man weiß nicht genau, ob es sich hierbei um eine Satire-Seite handelt. Wir lesen:

„Freiheit ist eine notwendige Bedingung von Gerechtigkeit“, sagte Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Antrittsrede. Dass dazu auch Reise- und Bewegungsfreiheit gehört, war zu DDR-Zeiten noch gesellschaftlicher Konsens. Den Menschen, die heute unter lebensbedrohlichen Bedingungen zum Beispiel über das Mittelmeer nach Europa fliehen, wird durch die Dublin-III-Verordnung im Herzen unseres freiheitlichen Europas ihre Bewegungsfreiheit entzogen. Kann es gerecht sein, Menschen aufgrund ihrer Nationalität in ihren grundlegendsten Freiheiten einzuschränken? Wer bestimmt eigentlich, wer ein besseres Leben verdient hat und wer nicht?
Heute bewerten wir die Leistung der DDR-Fluchthelfer.innen als ehrenwert und richtig, denn niemand flieht ohne Grund. Wie werden heutige Fluchthelfer.innen in 25 Jahren bewertet werden? Fluchthilfe bleibt überall dort legitim und für eine freie und gerechte Gesellschaft unabdingbar, wo Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Das gilt besonders für eine freie und gerechte Gesellschaft, wie sie die EU sein möchte. Denn, „wer anderen ihre Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst!“ (Abraham Lincoln)
Im Rahmen einer Fluchthilfetätigkeit könnt ihr dazu beitragen, eine freie Gesellschaft möglich zu machen. Innerhalb des Schengenraums ist das sogar ohne signifikantes Risiko und relativ einfach zu realisieren. Wir wissen von vielen Menschen, die Fluchthilfe leisten werden. Auf der anderen Seite wissen wir von Ministerien und Polizeiverbänden, die mit den Säbeln rasseln, um das aufzuhalten. Es ist kein Spiel. Für manche der Menschen auf der Flucht geht es um Leben und Tod.

Und es gibt viele Tipps und Tricks für alle, die gerne mal den „Flüchtlingshelfer“ spielen wollen:

Uns geht es ganz grundsätzlich um Bewegungsfreiheit! Fluchthilfe ist auf verschiedensten Routen innerhalb der EU und in die Europäische Union möglich und nötig. Gerade auf der Balkan-Route von Griechenland in den Norden würde dringend Fluchthilfe benötigt. Fluchthilfe-Anfänger.innen empfehlen wir jedoch, sich zunächst auf den Schengenraum zu konzentrieren, denn auch hier gibt es leider viel zu tun. Grenzkontrollen, wie es sie zum Beispiel auf der Route von Griechenland über den Balkan gibt, sind eine Herausforderung, die eine gute Vorbereitung potentieller Fluchthilfeaktionen erforderlich machen. Diese hier darzulegen, würde den Rahmen sprengen. Doch auch innerhalb des Schengenraumes, speziell in Grenznähe, gibt es vermehrt Polizeikontrollen, die Fluchthilfetätigkeiten unterbinden sollen.
Es ist schwierig eine spezielle Strecke zu empfehlen, da Polizeikontrollen nirgends ausgeschlossen werden können. Grundsätzlich gilt jedoch: Seid unberechenbar, nehmt Umwege und Nebenstrecken, meidet Raststätten in Grenznähe.

Und natürlich muss alles gut geplant werden, um die Illegalen nach Deutschland zu bringen:

Es kann sehr sinnvoll sein, ein zweites Auto, mit dem ihr in Kontakt steht, ein paar Minuten vorauszuschicken. Dies empfiehlt sich u. a., wenn ihr Euch dafür entscheidet, auf Nebenstrecken unterwegs zu sein oder auch, wenn ihr mehrere Menschen bei ihrer Flucht unterstützt, da ihr dann ein deutlich höheres Risiko tragt. Trifft Euer Vorausfahrzeug auf eine Polizeikontrolle könnt ihr noch umdrehen und einen anderen Weg nehmen. Es bietet sich an das Vorausfahrzeug ca. 2 – 5 Minuten vorausfahren zu lassen.

Und damit ja kein Verdacht aufkommt, dass hier Schlepper ihr Handwerk erlernen, gibt es einen wichtigen Hinweis:

Ein tolles Video haben die „Flüchtlingshelfer“ auch parat:

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