Grüne will Konzerte zensieren

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Kai Wargalla (Grüne) von der Scheinheiligentruppe will Konzert verbieten (Bild: Screenshots)

Bremen – Nachdem uns Menschen wie die Bremer Grünen-Abgeordnete Kai Wargalla noch nicht vollumfänglich vorschreiben können, was wir essen, wen wir lieben und wie wir uns fortbewegen dürfen, probiert es die Grüne bis dahin mit „Konzert-Zensur“.

Weil in der Wahrnehmung von Wargalla Bands wie „Frei.Wild“ oder Säger wie Xavier Naidoo rechtspopulistische Texte von sich geben, will die Grüne zukünftige Auftritte der so gebrandmarkten Künstler verhindern. „Ich finde, dass ‚Frei.Wild‘ in ihren Songtexten Grenzen überschreitet. Es geht uns nicht um ein generelles Verbot. Doch man muss sich im Einzelfall angucken, welche Bands man auftreten lässt“, so die 33-jährige NGO-Dauerbeschäftigte laut der Bild-Zeitung. Ihr Nahziel: Auftrittsverbot für Frei.Wild am 13. April 2018 in der Stadthalle Bremen.

Auf ihrem Facebook-Profil präsentiert die Grüne dann stolz ihre Anfrage an die Bremische Bürgerschaft Ende des vergangenen Jahres:

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Grüne Anfrage (Bild: Screenshot)

Der Senat antwortete und argumentierte, dass die Zurverfügungstellung der Halle den Veranstalter und Künstler grundsätzlich zur Neutralität verpflichtet. Der Maßstab sei hier der Grundsatz, ob verfassungsfeindlich bzw. strafrechtlich relevante Vorfälle vorliegen würden. Dies sei bei der Band Frei.Wild nicht der Fall. Zudem müsse die Kunstfreiheit berücksichtigt werden. Somit habe man keine rechtliche Handhabe, um der Band aufgrund „problematischer Songtexte“ die Halle zu verwehren.

Denkbar wäre, so der rote Senat, Künstler im Vorfeld eine Neutralitäts-Vereinbarung unterschreiben zu lassen, wie in anderen Städten. „Das wäre zumindest ein erster Schritt“, so die Grüne.

Linksextremistische Punkband bekommen dagegen Sendezeit bei der Tagesschau

Ob die Grüne ihre Forderungen auch auf die linksextremistische Band „Feine Sahne Fischfilet“ ausgedehnt sehen möchte, darf an dieser Stelle bezweifelt werden. Im Gegensatz zu Frei.Wild schaffte es die im linkspolitischen Milieu beliebte Punkband durchaus schon ein paar Mal in den Verfassungsschutzbericht. Demzufolge war die Forderung der AfD im letzten Jahr nach einer Absage an die Band durch den Veranstalter des größten Open Air Deutschlands im Gegensatz zum grünen Ansinnen fundiert.

Die linksextremistische Ausrichtung der Band hielt auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht davon ab, kräftig die Werbetrommel für die Band zu rühren. Wie jouwatch berichtete, durften die musizierenden Linksradikalen ganze 13 Minuten bei der Tagesschau dem Zwangsgebührenzahler ihr Tun darlegen.

Grüne sind eine Scheinheiligentruppe

Wirklich beeindruckt schein Frei.Wild von der Forderung der grünköpfigen Grünen nicht zu sein. Philipp Burger, Frontman der Band, kommentiert im Interview mit UT24: „Absolut lächerlich. Es geht im Grunde ja seit Jahren so und jedes Mal denken wir uns, wieso machen die sowas? Wer berät solche Leute, gegnerische Parteien? Grüne wollen „Frei.Wilds Konzerte verbieten lassen“, wollen “Frei.Wilds Texte indizieren lassen“,  „gegen Frei.Wild auf die Straße gehen lassen“, „Schüler in Schule vor Frei.Wilds Texte warnen lassen“…

Zum einen warum denn immer nur machen oder tun lassen? Fehlt es manchen Leuten, die uns lieber an der Wand als auf der Bühne sehen würden, neben dem Mangel an Macht und Durchsetzungskraft doch etwa auch an Fleiß und Arbeitsbereitschaft? Erhöhter Marihuanakonsum soll ja durchaus zu einer gewissen Faulheit führen, das würde in dieser Frage zumindest Aufklärung geben (lacht).

Nein, im Ernst, was mir bei vielen Grünen in vielen Ländern auffällt, es gibt natürlich auch andere Beispiele, ist die Tatsache, dass es, wenn es um ihre Haltung, ihre Meinung und ihre Aktionen geht NUR Freiheiten geben soll. Bei anderen aber, Ihnen nicht so sympathischen Kontrahenten, soll und muss aber sofort auf die Verbotsknöpfe gedrückt werden. Man muss fast von einer mir nicht wirklich einzuordnenden Scheinheiligentruppe sprechen, mit einer mir schleierhaften Haltung. Immer im Krieg gegen das vermeintlich Böse und Ungerechte, auf der anderen Seite aber immer an forderster Front zum Zündeln und Anstacheln. Vor allem aber immer und permanent im Widerspruch zu eigenen Aussagen. Insbesondere in Bezug auf Frei.Wild verstehe ich diese Haltungen wirklich nicht, weil wir uns echt überhaupt nicht außerhalb der gesetzlichen Grenzen befinden“.  (SB)

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