Ein Vorfall aus der mitteldeutschen Provinz

Foto: Durch Lissandra Melo/Shutterstock
Ein gefährlicher Ort Foto: Durch Lissandra Melo/Shutterstock

In der Toilette der Dittes-Grundschule Plauen kam es am Montag zu einem Vorkommnis mit einem Fremden. Strafverfolgungsbehörden ermitteln mit Hochdruck. Der Schulleiter informierte besorgte Eltern umgehend mit einem Elternbrief. 

 Von Thomas Schlawig

Unter normalen Umständen würde der Normal-Deutsche von diesem Vorfall überhaupt nichts erfahren, handelt es sich doch um ein regionales Ereignis. Nun hat der Verfasser allerdings Verwandtschaft in dem, zugegebenermaßen schönen voigtländischem Plauen. Und somit erblickt eine regionale Nachricht doch das Licht der großen, weiten Welt.

„Sehr geehrte Eltern der Schüler der Dittesschule – Grundschule, ich wende mich heute als Schulleiter in einer mehr als dringlichen und schwierigen Situation an Sie. Am 22. 01. 2018 kam es mit einem Kind unserer Schule während der Hortzeit in der Toilette der Grundschule zu einem Vorkommnis mit einem Fremden.

Es wäre interessant zu erfahren, um was für einen Fremden es sich gehandelt hat, sind doch die Fremden, welche für derartige Vorkommnisse in Frage kommen, allgemein bekannt, aber man möchte es aus politischer Korrektheit  nicht aussprechen. Deswegen redet der Schulleiter  auch verschwurbelt von  einer mehr als dringlichen und schwierigen Situation.

Die Strafverfolgungsbehörden sind informiert und ermitteln mit Hochdruck. Ich versichere Ihnen, dass wir alles tun, um Ihre Kinder zu schützen. Bitte helfen auch Sie uns, indem Sie Ihren Kindern noch einmal das Verhalten gegenüber Fremden klarmachen. Sollten Sie am Montag gegen 13.40 Uhr zufällig eine Beobachtung gemacht haben, so wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die Schulleitung.

Es ist schön und eigentlich  auch selbstverständlich (oder etwa doch nicht?), daß die Strafverfolgungsbehörden informiert wurden.  „Ich versichere Ihnen, dass wir alles tun, um Ihre Kinder zu schützen“. Ob der werte Schulleiter dafür allerdings seine Hand ins Feuer legen möchte, wage ich zu bezweifeln. Das dies kaum möglich ist, beweist der Mord an einer Schule in Lünen (NRW).

Außerdem bitte ich Sie noch einmal herzlich, die Grundschule nicht zu betreten und die Kinder immer vor der Schule zu verabschieden und abzuholen. Nur so ist sicherzustellen, dass fremde Erwachsene bei den Kindern entsprechend auffallen und wahrgenommen werden.“

Mit dieser Information wand sich Dittes-Schulleiter Thomas Melzer am Dienstag an die Eltern der Grundschule. Es sei ihm nicht leicht gefallen, in dieser heiklen, emotionalen Angelegenheit so sachlich wie möglich zu informieren, bestätigte der Schulleiter auf Anfrage. Eltern hatten ihn vom Vorfall auf der Toilette in Kenntnis gesetzt.

Er habe umgehend neben der Polizei auch Landesschulamt und Kultusministerium informiert. Mit Hochdruck werde ermittelt. Thomas Melzer ist seit 2015 Schulleiter an der Dittesschule. Ähnliche Vorfälle habe es in seiner Amtszeit nicht gegeben. An der Schule werde regelmäßig geübt, wie man sich Fremden gegenüber verhalten solle.  Auch nach dem Vorfall am Montag wurden die Grundschüler erneut belehrt, versicherte Thomas Melzer und bittet um sensiblen Umgang, nicht zuletzt im Interesse aller Betroffenen.

„An der Schule werde regelmäßig geübt, wie man sich Fremden gegenüber verhalten solle.“

An dieser Stelle wird es nun interessant und es würde mich brennend interessieren, in welcher Weise man den Schülern erklärt, wie sie sich Fremden gegenüber verhalten sollen. Wie sieht dieser Fremde aus? Ist es der Fremde, über den man nicht gern spricht, welcher aber mit einer Sicherheit von 99% für das Vorkommnis in der Schule in Betracht kommt? Oder ist es der Fremde allgemein und somit auch ein Einheimischer (Deutscher), welcher aber mit einer Sicherheit von ebenfalls 99% NICHT in Frage kommt?

Ist es deswegen dem Schulleiter nicht leicht gefallen „in dieser heiklen, emotionalen Angelegenheit so sachlich wie möglich zu informieren.“

 Wenn aber aus genau diesem Grund das wesentliche nicht erwähnt wird, nämlich vor wem sich die Schüler explizit in Acht nehmen sollen, ist die Aussage „Ich versichere Ihnen, dass wir alles tun, um Ihre Kinder zu schützen“, schlicht und ergreifend eine Lüge.

Strafrechtliche Ermittlungen laufen, bestätigte Polizeisprecher Oliver Wurdak. Montagnachmittag habe die Mutter den Sachverhalt bei der Polizei angezeigt. Die Aussagen des Erstklässlers, der seine Sicht über die Vorgänge in der Schultoilette schilderte, waren glaubhaft. Man nehme sie sehr ernst und ermittle gegen Unbekannt.

Das diese strafrechtlichen Ermittlungen etwas substanzielles zu Tage bringen werden, darf getrost in Frage gestellt werden. Wenn die Aussagen des Erstklässlers, der seine Sicht über die Vorgänge in der Schultoilette schilderte, glaubhaft waren, wird er den Fremden auch gut beschrieben haben. Warum wird dann aber nicht darüber berichtet?  Die Antwort läßt sich hier finden: http://www.lernkiste.net/download/diskriminierung.pdf

„Was ist ein Fremder?“ Ein Ausländer? Belgier? Nigerianer? Ein Flüchtling? Ein Asylbewerber? Ein gebürtiger Süd-Afrikaner mit deutschem Paß?

Schon anhand dieser wenigen Beispiele wird deutlich, wie schwierig es ist Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft oder Rasse einzugrenzen. Was wir als „fremd“ wahrnehmen und empfinden, lässt sich nicht anhand von objektiven Kriterien festlegen, sondern hängt mit unseren eigenen Vorstellungen und Ängsten zusammen. Der eine bezeichnet einen gebürtigen Deutschen aufgrund seiner dunklen Hautfarbe als „Fremden“, für jemand anderes fällt vor allem eine unbekannte Sprache als „fremd“ auf.

Man wird  Kinder nicht schützen können, wenn man von vornherein eine bestimmte Personengruppe („Flüchtlinge“, Asylbewerber“) ausnimmt, weil es nicht in eine verwirrte Ideologie paßt, denn von genau dieser Personengruppe („Flüchtlinge“, Asylbewerber“) geht derzeit die größte Gefahr für Kinder und Frauen aus.  Genau aus diesem Grund ist es nicht nur sträflicher Leichtsinn, sondern sogar höchst kriminell vor diesen Fremden NICHT zu warnen. Die Eltern werden also weiterhin in Sorge um ihre Kinder leben müssen.


„Der Tag wird kommen, an dem wir alle Ignoranten, Unterstützer, Beschwichtiger, Befürworter und Aktivisten der Willkommenskultur im Namen der unschuldigen Opfer zur Rechenschaft ziehen werden.“ 
Uwe Junge, AfD-Landes-und Fraktionsvorsitzenden von Rheinland Pfalz

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