Flieger startet mit 19 statt 50 Afghanen Richtung Kabul

Foto: Durch Jag_cz/Shutterstock
Mit dem Flieger zum Sozialamt. Only in Germoney. (Foto: Durch Jag_cz/Shutterstock)

Gestern Abend startete von Düsseldorf ein Flugzeug mit abgelehnten afghanischen Asylbewerbern Richtung Kabul. Wieder einmal stiegen nur wenige Abgelehnte in den Flieger.

Die Maschine sollte 50 Afghanen -unter drei rechtskräftig verurteilte Straftäter aus Bayern – zurück in die Heimat bringen, doch an Bord waren am Ende nur 19 Männer. Grund: Krankheit und Einsprüche.

Da erfahrungsgemäß viele der Abzuschiebenden untertauchen, hatten die Behörden vorsorglich sogar 80 Personen auf die Passagierliste gesetzt.

Acht der 19 Heimkehrer hatten zuletzt in Bayern gelebt. Zwei der drei Kriminellen waren wegen Sexualdelikten verurteilt worden, der dritte wegen Diebstahls, Hausfriedensbruchs und Urkundenfälschung. Die restlichen fünf hatten sich der Feststellung ihrer der Identität verweigert.

 Von den rund 200.00 Afghanen, die in den vergangenen sechs Jahren als „Schutzsuchende“ in Deutschland ankamen, verließen insgesamt nur rund 6000 freiwillig das Land oder wurden abgeschoben.

Seit 2015 bis Ende letzten Jahres waren laut BAMF 82.358 Asylanträge von Afghanen abgelehnt worden.

In weiteren 15.290 Fällen endete das Verfahren damit, dass etwa der Antrag zurückgezogen wurde oder der Betroffene in ein anderes Land weiterreiste.

Trotz des Protestes von zwei bis dreihunderthundert Refugee-Begeisterten der Flüchtlingsinitiative „Afghanischer Aufschrei“ gegen die „völkerrechtswidrigen“ Abschiebung, landete der Flieger am Morgen gegen 7 Uhr Ortszeit am Kabuler Flughafen Schah Saman. (MS)

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