Regelunterricht erst bei ausreichenden Deutschkenntnissen

Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock
Schule (Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock)

Österreich – Die FPÖ löst in ihrer Regierungsbeteiligung ein weiteres Wahlversprechen ein: Verpflichtende Deutschklassen ab dem nächsten Schuljahr.

Durch eine ungehinderte Migration wurden Österreichs Schulen – ebenso wie die in Deutschland – drastisch verändert. Ein Viertel der Kinder eines Jahrgangs in Österreich hat bereits eine nicht-deutsche Sprache als Muttersprache. Im vergangenen Schuljahr gab es in Österreich 40.000 außerordentliche Schüler, also Schüler, deren Deutsch nicht ausreichend war, um dem Unterricht zu folgen. Ein Drittel der Kinder kann nach dem Abschluss der Volksschule immer noch nicht sinnerfassend lesen.

Verpflichtende Deutschförderklasse

Die neue Bundesregierung reagiert – anders als die deutschen Kultusministerien – auf diesen Zustand. Kinder mit unterschiedlichem Niveau, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, müssen ab dem kommendem Schuljahr (2018/19) 20 Wochenstunden verpflichtend eine Deutschförderklasse besuchen. Das sieht ein am Montag von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) vorgestelltes Konzept vor. Nach jedem Semester ist bei Nachweis entsprechender Kenntnisse der Wechsel in eine Regelklasse möglich, so das Magazin News.at.

„Wer sagt, das sind Ghettoisierungsmaßnahmen, hat das Prinzip nicht verstanden – oder er oder sie will es nicht verstehen“, so Österreichs Bildungsminister Faßmann zu der erwarteten Kritik. Ziel der Deutschförderklassen sei der möglichst rasche Übertritt in die Regelklasse.

Die angekündigte Einführung von Deutschförderklassen ist für Koalitionspartner FPÖ ein „Meilenstein für eine positive und schnellere Integration von ausländischen Kindern“. Damit werde eine langjährige Forderung umgesetzt. Wie teuer dieses Integrationsprojekt für den österreichischen Steuerzahler werden wird, darüber war bei der Vorstellung der Neuerung nichts zu erfahren. (SB)

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