Ganz kurz: Die Obergrenze an und für sich

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Hier sehen Sie die einzige vernünftige, weil politisch durchsetzbare Obergrenze (Foto: Collage)

Wenn es eine Obergrenze gibt, dann gibt es natürlich auch eine Untergrenze, weil der Begriff „Obergrenze“ sonst keinen Sinn hätte. Nur „bodenlos“ hat lediglich eine Grenze – und zwar oben am Rand, wo das Loch im Boden anfängt. Von einer Mittelgrenze hat noch nie jemand etwas gehört. Die Untergrenze bei den „Flüchtlingszahlen“ wäre Null, weil es keine Minusflüchtlinge gibt. Die Untergrenze ist also genau definiert. Eine Begrenzung der „Flüchtlingszahlen“ nach oben könnte es geben. Das wäre eine Grenzziehung, die man selbst vorgenommen hätte.

Eine nicht selbst definierte „Obergrenze“ heißt erstens, daß auf Veranlassung von außen in jedem x-beliebigen Jahr ein neuer Höchstwert erreicht werden kann, der dann die jeweils neueste „Obergrenze“ wäre, – und daß es zweitens unterhalb davon irgendwelche alten Obergrenzen gibt, die keine gewesen sind. Da ist eine regelrechte Unzahl inexistenter Sub-Obergrenzen denkbar. Das ist fast wie bei Scharping gestern und seinen unsichtbaren Erfolgen der SPD. Wann ist denn der unsichtbare Erfolg erfunden worden? Erfolg ist etwas, das sich bemerkbar macht. „Suchen Sie Obergrenze und Erfolg, die Sie beide dort nicht sehen.“ – „Wo?“ –  „Na, da, wo Sie Beides nicht sehen! Sind Sie blind?“

Das muß man sich einmal vor Augen halten: Eine inexistente Begrenzung nach oben heißt heute „Obergrenze“ – und ein Politiker der CSU kreidet es Schulz an, daß er das ausgeplaudert hat. Ja, wo lebe ich denn? (ME)

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