„Das Schweigen der Hennen“: #metoo ist eine Schande

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Ein Freund bracht es so knallhart auf den Punkt. #metoo ist ja eh schon völlig substanzlos, aber bei dem, was aktuell auf unseren Straßen passiert, einfach widerwärtig

Von Volker Kleinophorst

Mail eines Freundes kurz vor Mitternacht:

Ist es nicht absurd? Darüber regen sich unsere VIP-Frauen auf, während draußen die Frauen von 4-90 Jahre von den Goldstücken täglich gejagt werden… Es kotzt mich so an…. http://m.bild.de/unterhaltung/leute/dieter-wedel/staatsanwalt-ermittelt-54561160.bildMobile.html

Wenn man auf den Link klickt, erfährt man, dass drei Frauen Dieter Wedel wegen Belästigung und eine ihn wohl wegen Vergewaltigung angezeigt haben. Tatzeitpunkt: Irgendwann in den 90ern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Das muss sie, wenn die Verjährungsfrist ist noch nicht abgelaufen ist.

Dieter Wedel hat den Anschuldigungen widersprochen.

Auch die ZEIT plant am Donnerstag ein großes Stück zu Wedel, der bei der hysterischen Hetzmeute („Ist hier Weibsvolk anwesend“) wohl kurzzeitig sogar Trump aus der Schußlinie nimmt.

Was nur ermittelt man bei einer Jahrzehnte zurückliegenden Tat, die jetzt angezeigt wird? Nichts. Man wird auch nichts ermitteln können, also wird man die Klage abweisen.

Trotzdem wirkt der Terror, denn Unschuldsvermutung ist so „old school“. Lynchjustiz per digitaler Steinigung genannt shitstorm, also wortwörtlich mit einem Sturm aus Scheiße, reicht ja aus für die Existenzvernichtung.

Dieter Wedel musste schon als Intendant der Hersfelder Festspiele zurücktreten, soll in einer Klinik liegen, berichtet die von mir hier erstmalig in meiner Laufbahn zitierte Gala.

Jetzt war ich nicht dabei und möchte nun auch nicht behaupten, ich weiß was war, aber irgendwie sind diese Geschichten immer so dünn und uralt, mit denen #metoo kommt. Meist bleibt es ja bei den Behauptungen. Sicher überzeugend vorgetragen. Leute: Das sind Schauspieler.

Es bleibt also nur der Dreck, mit dem man wirft. Der Shit, die Scheiße.

Promis gegen sexuelle Übergriffe. Ich kotz im Strahl.

Um es klar zu sagen, ich habe überhaupt kein Problem damit, dass Straftaten nicht nur „nicht erlaubt“ sind, ich bin sogar dafür, das Straftaten auch geahndet werden. Ich würde nur mit den Straftaten anfangen, die gerade passieren und die eigentlich einfach aufzuklären sind. Besonders da die alltäglich Kriminalität das Leben in diesem Lande stark verändert hat, es teilweise gefährlich geworden ist, wie ich es nur aus 3-Welt Ländern kannte.

Da haben die #metoo-Hennen Gackerpause.

Die sexuellen Übergriffe auf unseren Straßen, die Kuppelveranstaltungen mit jungen Deutschen Mädchen und altersfluiden Koranverwirrten mit Messerhintergrund, die beraubten und getöteten Alten, die zusammengeschlagen und abgezockten Schüler…

Das Alles interessiert nicht auf dem Planeten #metoo im Sonnensystem Promi. Da hat man Security und wohnt woanders.

Mit einer Meinung kann man sich im Karriereherbst auch nicht vor die Kamera drängeln. Mit #metoo, Trump und „Gegen Rechts“ schon.

Abweichler sind nicht geduldet, wie unlängst Catherine Deneuve erfahren durfte, die sich gleich belehren lassen musste, das die Haltung zu diesem Thema vorgeschrieben ist.

Bei mir? Mir fallen zwei ein, die hätte ich verklagen können. Kein Thema, ich mochte die. Alles gut.

Jetzt noch? Als Payback? Ein Zeichen setzen? Wieso? Solange sich nicht eine von denen bei #metoo engagiert.

Außerdem bin ich ein Mann.

So etwas machen nur Frauen. #menot.

#metoo ist ein Schande. Blamabel. Unwürdig bei dem Anspruch den „Frau“ heute an sich hat.

Doch das Schlimmste ist das „Schweigen der Hennen“, wenn sie Gackern müssten.

PS.: Wer wissen möchte, wieso die Hennen (Lämmer) manchmal schweigen dann wieder nicht, dem empfehle ich den exzellenten Vortrag von Professor Dr. Rainer Mausfeld, Psychologe an der Universität Kiel: „Warum schweigen die Lämmer, Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagement.“ Lohnt sich. Nicht nur zu #metoo.

Wandere aus, solange es noch geht!
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