Antisemitismus: Hijab-Model wirbt nicht mehr für L’Oreal-Shampoo

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Amena Khan (screenshot: youtube)

Noch vor wenigen Tagen feierten die Medien die britische Bloggerin Hijab-verschleierte Amena Khan, weil sie verhüllt in einem L’Oreal-Video Werbung für Shampoo machte. Jetzt trat sie von der Kampagne zurück.

von Marilla Slominski

Nach dem großen Medien-Hype um die tiefverschleierte Amena, tauchten antisemitischen Tweets von ihr aus dem Jahr 2014 auf. In ihnen hatte sie Israel „böse“, „Kindermörder“ genannt und zum Aufstand gegen das Land aufgerufen. In anderen bezeichnete sie Israel als „illegalen Staat“, der „unschuldige Zivilisten terrorisiere“ und bekräftigte ihre antisemitische Weltsicht noch mit einem unterwürfigen „Insha’Allah“.

Nach bekannt werden der Tweets, löschte die korangläubige Bloggerin diese umgehend und entschuldigte sich für den Fall, dass sie mit ihren Äußerungen „jemanden verletzt“ habe. „Mit tiefem Bedauern trete ich von der Kampagne zurück, da die augenblickliche Diskussion von der positven Botschaft ablenkt, die sie eigentlich verbreiten soll,“ so das Hijab-Model.

 

screenshot Twitter
Amena Khan (screenshot Twitter)

 

Ein L’Oreal-Sprecher erklärte in einer BBC-Sendung, dass man vor kurzem auf die Tweets aufmerksam geworden sei und es begrüße, dass Khan sich für den Inhalt entschuldigt habe. L’Oreal fühle sich Toleranz und Respekt verpflichtet und man stimme mit ihrer Entscheidung überein, von der Kampagne zurückzutreten, berichtet derStandard.

Dass der „toleranzbesessene“ L’Oréal Paris Konzern kein gutes Händchen mit der Auswahl seiner „Diversity-Schönheiten“ hat, zeigte sich auch am Ende des vergangenen Jahres, als unter dem Jubel der Mainstreammedien das Transgender-Model Munroe Bergdorf in die Schlagzeilen geriet (jouwatch berichtete). Nach rassistischen Äußerungen auf Twitter, in denen sie Weiße als  die „gewalttätigste und unterdrückenste Kraft der Erde“ bezeichnet hatte, zog der Kosmetikriese die Konsequenzen und feuerte die 29-Jährige.

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