Angriff in Syrien: Türkei kann kein Partner der EU sein

Bild: shutterstock.com / Petr Bystron
AfD-Außenpolitiker Petr Bystron verurteilt türkischen Angriff als völkerrechtswidrig (Bild: shutterstock.com / Petr Bystron)

Seit dem 19.01.2018 greift die türkische Artillerie und Luftwaffe den nordsyrischen Kanton Efrin an. Ab Sonntagvormittag läuft offiziell ein Angriffskrieg, in dem die Türkei aus der Luft und mit Bodentruppen gegen Kurden im Norden Syriens vorgeht. Das Vorgehen der Türkei wird von AfD-Außenpolitiker Petr Bystron scharf kritisiert. 

Es handle sich um einen Angriffskrieg des NATO-Landes Türkei auf Teileinheiten von NATO-Verbündeten, so Petr Bystron, Bundestagsabgeordneter der AfD. Das sich abzeichnende Kurdistan, das insbesondere in den letzten Jahren die Unterstützung der USA und Deutschland im Kampf gegen den IS erfahren hatte, werde von der Türkei völkerrechtswidrig attackiert. Der bayerische AfD-Politiker stellt weiter fest, dass ein Land wie die Türkei auf keinen Fall in die EU gehöre. „Die Beitrittsverhandlungen mit dem türkischen Aggressor müssen nun definitiv beendet werden“.

Die türkische Luftwaffe hat seit dem Beginn der Attacke bereits mehr als 100 Angriffe gegen Stellungen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), dem bewaffneter Arm der kurdisch-syrischen Partei der Demokratischen Union (PYD) geflogen. Die YPG stellt seit Jahren in der durch die PYD errichteten Region Rojava („Westkurdistan“) eine De-facto-Armee. Die PYD ist die syrische Fraktion der in Deutschland verbotenen marxistisch-leninistische Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

Um eine – wie auch immer geartete  kurdische Unabhängigkeit zu verhindern – nützt der türkische Despot die Konflikte in Syrien für seine eigenen Zwecke aus. Wie Medien übereinstimmend berichten, habe Präsident Erdogan vor Anhängern am Montag erklärt: „So Gott will, wird die Operation zu einem schnellen Ende kommen.“ Man werde sowohl mit der PKK als auch mit der YPG „und allen anderen Terroristen“ fertig werden. (SB)

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