Abt. Schutzhaft: Heikos Schutzstoffel

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In der Quotzenklapse (Foto: Screenshot "Women know your limits"/Harry Enfield/ BBC/ Youtube)

Was muß der deutsche Volksvertreter heute machen? Das Volk vertreten? Das war gestern. Heute muß er es schützen. Zum Beispiel vor sich selbst. Also das Volk vor sich selbst. Eine seltsame Begleiterscheinung ist, daß der zum Volksschützer mutierte Volksvertreter sich noch nicht als Menschenschützer anreden läßt, obwohl das Volk schon so menschlich geworden ist, daß er es als „die Menschen“ bezeichnet. Noch seltsamer ist, daß seine „Gorillas“ nicht als Menschenschützer bezeichnet werden, sondern als Personenschützer. Satirische Schutzbehauptungen.

von Max Erdinger

Wem Sicherheit vor Freiheit geht, der wird letztlich beides verlieren, hat einmal ein weiser weißer Mann gesagt. Und damit hatte er recht. Ein Volk, das weltweit legendär geworden ist für seine „German Angst“, sucht ständig Schutz vor der Gefahr. Das Motto lautet: Schutz durch Sicherheit – Freiheit ist gefährlich.

Wo kein Härchen mehr frei im Fahrtwind flattert, radelt der Deutsche, von einem quietschbunten Helmchen vor der Gefahr beschützt, durch Gottes vielfältige Natur. Noch darf er wählen, ob er ein solches Helmchen aufsetzen möchte oder nicht. Auf dem Fahrrad ist er noch unerträglich frei. Im Automobil ist das anders. Dort gibt es die schutzbringende  Anschnallpflicht. Wer den Gurt nicht anlegt, muß beim Staat ein Bußgeld abgeben. Der freie Sünder gegen seine eigene Sicherheit wird zum unfreien Büßer.

So ein Gurt ist eigentlich eine simple Sache und man muß sich wundern, daß er nicht schon viel früher in Autos eingebaut worden ist. Bereits die alten Römer wussten, daß man durch das Festbinden von transportierter Materie ein fatales Verrutschen derselben verhindern kann. Womöglich ist die Pflicht, sich im Auto gegen das Verrutschen und seine üblen Folgen zu schützen, erst deswegen so spät eingeführt worden, weil man den bewegten Menschen bis dahin zuvörderst mit Geist in Verbindung gebracht hat und nicht mit verrutschter Materie.

Gut denkbar ist, daß der offensichtliche Bewußtseinswandel hinsichtlich dessen, womit der räumlich bewegte Mensch zu assoziieren ist, dem Erstarken des Feminismus zu verdanken ist. Aus dem lateinischen „mater“ (die Mutter) leiten sich schließlich die Begriffe „Materie“ und „Materialismus“ ab.

Daß aber Feministen mit Geist nichts am Hut haben – und mit dem heiligen Geist schon dreimal nicht – , mit der Materie aber umso mehr, läßt sich leicht erklären, wenn man bedenkt, wie in der Bibel die Entstehung der Menschheit beschrieben ist. Da war zuerst Adam, der geistige Mensch, und der Schöpfer befand, daß es nicht gut sei, den geistigen Menschen alleine bleiben zu lassen, da er sonst recht schnell wieder aussterben würde und der ganze schöne Geist für die Katz´wäre. Also mußte ein zweiter Mensch her, einer, der zu den Fortpflanzungsorganen des geistigen Menschen passte. Den aber hat der Schöpfer nicht dem Gehirn von Adam entnommen, sondern seinem Brustkorb. Und zwar in Form einer Rippe. So entstand nach der Schöpfungsgeschichte das Weib. Weiber muß man heute Frauen nennen. Frauen sind auf ihre Weise perfekt. Sie sind getunte Rippen. Genauer: Sie sind Rippentuning in göttlicher Vollendung. Wenn man sich nämlich überlegt, was selbst der geistreichste Mensch aus einer Rippe höchstens machen kann, – einen Kochlöffel zum Beispiel -, dann sind Frauen die göttliche Spitze des rippentechnisch Machbaren. Mit Geist haben sie aber deswegen noch immer nicht so ausreichend viel zu tun, als daß sie Papst werden könnten.

Um aber die Östrogenwogen wieder etwas zu glätten, die ich bis hierhin textlich aufgetürmt habe, will ich gerne konzedieren, daß ich mir nicht sicher bin, ob sich der derzeitige Papst nicht irgendwann einmal einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat, so zeitgeistig, wie seine geistlichen Worte sind.

Kleine Zwischenfrage: Gibt es bis hierhin bereits Leserinnen, die mit erhöhtem Blutdruck vor Wut schnauben und mich am liebsten verprügeln würden? – Sehr schön, das war das Ziel dieses kleinen provokant-philosophischen Einschubs zum Thema „Schutz durch geistlose Sicherheit“. Ich liebe euch. Ihr seid so erotisch, wenn ihr wütend seid.

Nun ist es aber so, daß der geistige Mensch auch dann einen Fortpflanzungstrieb vom Herrn erhalten hat, wenn der Herr mit seiner Körpergröße etwas knausrig gewesen ist. Das stellt ihn vor arge Probleme, weil die getunten Rippen, die es zum Zwecke der physischen Fortpflanzung des Geistes gibt, lieber Kinder bekommen, die sie auch ohne Lupe aufwachsen sehen können. Das heißt, daß der kleingeistige … der kleine und geistige Mensch sich etwas Gewieftes überlegen muß, damit auch er einmal zum Fortpflanzer wird. Von Natur aus zieht es die getunten Rippen nämlich eher zu stattlichen und muskulösen Geistesmenschen hin, als zu kleinstaatlichen Leptosomen. Wie geht er also vor, er, dem der Herr, dessen Wege bekanntlich unerforschlich sind, erst einmal die Verbalschleimerei vor das physische Abschleimen gesetzt hat? – Er wird zum sicherheitsbewußten, schutzversprechenden Punzenfiffi.

In der Praxis bedeutet das, daß der kleine und geistige Mensch viel öfter von der Sicherheit reden muß, besonders, wenn seine angehimmelten Rippen in der Nähe sind, weil werdendes und auch ganz junges Leben mehr Schutz durch Sicherheit braucht, als kräftiges, großes und freies Leben – und weil sich der Schutzinstinkt der getunten Rippen auf fast alles erstreckt, was irgendwie klein und niedlich ist. Auf Katzenbabies, Hundewelpen und das Saarland zum Beispiel. Aber er braucht auch flankierende Maßnahmen zur Absicherung des Gelingens seines Fortpflanzungsplans. Macht und gesellschaftlichen Einfluß zu erringen, ist neben dem Geschleime von Schutz durch  Sicherheit ein probates Mittel zur Zielerreichung.

Und damit wären wir nun beim eigentlichen Thema. Die oben erwähnte, international staunend zur Kenntnis genommene „German Angst“ entspringt vermutlich der Unterordnung des Geistes unter das Sicherheitsdenken der getunten Rippen. Da es sich in Deutschland über die letzten Jahrzehnte eingebürgert hat, daß die selbsternannten Sachwalter sämtlicher ungeistiger Rippenangelegenheiten, die sogenannten Feministen, als Wortführer akzeptiert sind, erlangte der Schutz durch Sicherheit eine ungebührlich hohe Wichtigkeit für das Leben Aller. Davon betroffen ist auch das Leben der vormals Freien, die sich bis dahin voller Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten, von dritter Seite ungeschützt, im öffentlichen Raum bewegten. Das hat bizarre Folgen, die sich heutzutage bis auf das Geschriebene ausdehnen, welches vornehmlich in den sozialen Netzwerken zu finden ist. Heute beherrscht die Vorstellung den vormals freien, nunmehr verrippten Geist, daß Menschen sogar Schutz vor geschriebenen Wörtern brauchen.

Deswegen hat ein kleiner Geistesmensch die Schutzstoffel erfunden, als er einmal besonders geil gewesen ist. Das sind Stoffel, die so unverschämt sind, daß sie den lieben langen Tag nichts anderes tun, als nach Wörtern großer und sich in Freiheit wähnender Geistesmenschen zu suchen, vor denen sie die im Geiste Verrippten zu ihrer Sicherheit schützen können. Wenn die geistig Verrippten nämlich erst einmal wieder anfangen würden, über ungeschützte Freiheit nachzudenken, würde die lächerliche Geisteserektion der kleinen Schutzschleimer schrumpfen, weil sich die Summe aller Sicherheits- und Schutzbedürftigkeiten in den Köpfen Aller verringern würde. Das darf nicht geschehen.

Es ist nämlich so: Wenn die getunten Rippen nicht mehr wählen können zwischen großen und muskulösen Freigeistern und kleinen Schutzschleimern, weil auch die großen Freigeister zu Schutzschleimern verkommen sind, können sie auch gleich einen kleinen Schutzschleimer nehmen, der ihnen dann den Vorteil bietet, sich auch noch durchsetzen zu können in ihrer ganzen Rippenhaftigkeit.

So werden die Deutschen heutzutage allesamt geschützt oder gezwungen, sich zu schützen. Es gibt den Verbraucherschutz, der zuvörderst ein Verbraucherinnenschutz ist, weil unverrippte Geistesmenschen ohnehin nicht so gerne einkaufen gehen – und weil sich das Rippentuning sonst jeden Mist andrehen läßt. Es gibt sogar den Schutz vor dem Selbstschutz, weswegen Schutz … Schußwaffen verboten sind und diejenigen, die eine Ausnahmegenehmigung vom Verbot des Selbstschutzes haben, – einen Waffenschein nämlich -, immer stärker drangsaliert und reguliert werden. Logisch: Wer sich selber schützen kann, braucht keinen staatlichen Schützer, was ebenfalls wieder die Fortpflanzungschancen kleiner Staatsschleimer einschränken würde.

Meinereiner ist inzwischen so weit, daß er es aus Gründen der nationalen Aufrichtigkeit begrüßen würde, die bunte deutsche Flagge wieder mit einem Emblem zu verzieren, so, wie das in der DDR üblich war. Statt eines Zirkels im Ährenkranze soll es aber ein Fahrradhelmchen werden, das farblich gut zu schwarz-rot-gold passt. So ein buntes Fahrradhelmchen sieht ja schon ziemlich gerippt aus, wie ein kleiner Brustkorb fast, bei dem zwischen den Rippen die Luft durchpfeift und würde ganz vortrefflich den Geisteszustand der schutzbedürftigen Nation symbolisieren. „Helmchen, Helmchen über alles“ wäre auch nicht schlecht als Hymne. Moment, Hymne:  Die könnte wiederum in „Hymen“ umbenannt werden zum Zeichen der intellektuellen Jungfräulichkeit in der entklöteten Republik. Sehr geiler Vorschlag.

Sollte sich jemand fragen, was es noch mit Freiheit zu tun hat …

  • zum Schutz vor der kleingeistigen Blödheit von Heikos Schutzstoffeln nicht mehr „Musel“ oder „Neger“ sagen zu dürfen
  • zum Schutz vor der potentiellen Trunksucht nach zehn Uhr abends kein tatsächliches Bier mehr an der Tanke zu bekommen
  • zum Schutz vor dem Vorwurf der sexuellen Belästigung keiner Rippe mehr ein Kompliment für ihr optisch gelungenes Tuning machen zu dürfen
  • zum Schutz vor Beleidigungsklagen seinen Mittelfinger nicht mehr ausstrecken zu dürfen
  • zum Schutz vor Bestrafung Nutten nur noch mit Kondom vögeln zu müssen
  • zum Schutz vor Bestrafung wegen unterstellter Unfähigkeit sich anschnallen zu müssen
  • zum Schutz von Nichtrauchern, die gar nicht anwesend sind, in der Stammkneipe nicht mehr rauchen zu dürfen
  • zum Schutz vor der Eigenverantwortlichkeit sich grässliche Bilder auf Zigarettenschachten ansehen zu müssen
  • zum Schutz von „Umwelt“ selbiger einen neuen Kühlschrank, ein neues Auto oder eine neue Heizung kaufen zu müssen
  • zum Schutz derselben Umwelt von Staubsaugern auf Stäubchensauger umstellen zu müssen
  • zum Schutz des ganzen Weltklimas monströs hässliche Windräder in der geliebten, heimatlichen Landschaft hinzunehmen, um sich bei Klagen gegen die durchs Haus huschenden Schatten der sich drehenden Rotoren von Verwaltungsgerichten erklären zu lassen, man könne ja an einem strahlenden Sommertag die Jalousien schließen  – usw.usf.

… der hat sich womöglich noch nie Gedanken gemacht über den möglichen Zusammenhang zwischen Testosteron, Zeugung und Freiheit einerseits und dem Zusammenhang von Östrogen, Schwangerschaft und Sicherheit andererseits. Freilich wäre es gewagt, Kausalitäten zu behaupten. Aber eine Korrelation ist evident. Simultan zum Verschwinden der Freiheit ist jedenfalls der ubiquitäre Punzenfiffi überall aufgetaucht, der den getunten Rippen nach dem Mund redet und sein Geschwätz fortwährend mit Schutz und Sicherheit begründet, damit er auch etwas vorzuweisen hat, das den Weibern gefällt.

Meinereiner denkt sich das so: Gäbe es keine Feministen, dann wäre der Mensch noch die Einheit von Mann und Frau. Das wären also zwei Individuen, die in sympathisierender Anerkenntnis ihrer Verschiedenartigkeit zusammen den Menschen ergeben. In dem Fall gäbe es auch ein natürlich ausgewogenes Verhältnis von Freiheit zu Sicherheit. Wenn aber die getunten Rippen zum Maß aller Dinge werden, unterdrückt natürlich bald auch ihr Sicherheitsdenken den Drang nach Freiheit. Wer sich unter diesen Umständen dennoch emporarbeiten will, der muß „Männchen machen“. Wer wiederum auf Geheiß Männchen machen muß, um von den feministisch verpeilten Rippen, die er in seinen sozialdemokratischen Kreisen ausschließlich noch vorfindet, als Fortpflanzer in Betracht gezogen zu werden, redet den getunten Rippen listigerweise nach dem Maul. Das heißt, er verstellt sich, indem er die natürliche weibliche Fürsorglichkeit für das Schwache (die gesellschaftlich transportierten Äquivalente für „das schwache Neugeborene“) adaptiert und auf dieser Schiene sein verborgenes, eigenes Programm fährt.

Wenn man nun bedenkt, daß es vornehmlich getunte Rippen gewesen sind, welche die schwachen Armutsinvasoren aus kulturell inkompatiblen Ländern mit Teddybären beworfen haben, wird schnell klar, warum sich ein kleiner Saarländer ganz besonders dazu berufen fühlt, starken und freien Geistesmenschen den Mund zu verbieten, wenn die vor den Folgen des gerippten Schwachsinns warnen. Für ihn ist das die Gelegenheit aller Gelegenheiten, seine kleine Hülle zu verlassen und zu einem Großen zu werden, dem die optisch bestens getunte Rippe ein sehnsuchtsvolles „Nimm´mich!“ entgegenhaucht. Das wiederum beweist, daß auch kleine Geilisten zu einer enormen Gefahr werden können, wenn die getunten Rippen das Sagen haben. Weswegen das Verhältnis von Hirn zu Rippe dringend vom feministischen Kopf wieder auf seine maskulinen Füße gestellt werden muß.

Ganz unzweifelhaft ist es nämlich so, daß die virilen Unverschämtheiten von „Schutzsuchenden“ aus kulturell inkompatibler Sozialisation, mit denen wir alle seit bald zweieinhalb Jahren konfrontiert sind, dann längst gestoppt wären, wenn der Geist beizeiten von der Rippe wieder zurück ins Hirn verlegt worden wäre. In der vorfeministischen Gesellschaft sind solche Zustände undenkbar gewesen. Gerade junge Araber beweisen tagtäglich, daß es noch nicht einmal besonders viel maskulinen Geist braucht, um eine ganze, durchfeminisierte Gesellschaft in Angst und Schrecken zu versetzen. Virilität alleine reicht schon. Gegen geistreiche Virilität hätten diese jungen Araber nicht den Hauch einer Chance. Es wäre ihnen längst der Scheitel gezogen worden.

 

 

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