Tiefstand in NRW: SPD möchte Organspende zum Normalfall machen

Foto: Durch Panint Jhonlerkieat/Shutterstock
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Angesichts der dramatisch sinkenden Zahl der Organspender hat der nordrhein-westfälische Landtag fraktionsübergreifend für Organspenden geworben. „Es ist fünf vor zwölf”, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde.

 Von Thomas Schlawig

Die abnehmende Bereitschaft zur Organspende hat ganz sicher ihren Grund. Ich gehe von mir persönlich aus und niemand muß meiner Meinung folgen. Es ist lediglich eine Erklärung. Ich halte es für unethisch, einen Menschen nach seinem Tod auszuschlachten wie ein altes Auto, selbst wenn einem anderen dadurch geholfen werden könnte. Zum anderen steckt in diesem ganzen System ein großer Widerspruch und es sind vor allem Betrug und Manipulation Tür und Tor geöffnet. Zum einen wird, mit Verweis auf steigende Kosten für Renten und das Gesundheitssystem, permanent beklagt, daß die Menschen immer älter werden. Auf der anderen Seite möchte man auf Biegen und Brechen Menschenleben verlängern. Kann es sein, daß es sich um nichts weiter als ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Es war ein gefährliches Spiel mit den Lebenschancen schwer kranker Patienten – so hatte es die Staatsanwaltschaft Göttingen gesehen und einen Strafprozess gegen Aiman O., den einstigen Leiter der Transplantationschirurgie am dortigen Universitätsklinikum in Gang gesetzt. Der Vorwurf: Versuchter Totschlag in mehreren Fällen, außerdem versuchte Körperverletzung mit Todesfolge. Vor Prozessbeginn im Januar 2013 war er sogar in Untersuchungshaft. Nun ist der Mann in letzter Instanz vom Bundesgerichtshof (BGH) freigesprochen worden. […] Zwar hatte das Landgericht Göttingen in dem aufwendigen Verfahren festgestellt, dass der Mediziner die Vergabe von Spenderlebern manipuliert hatte, doch es sprach ihn frei. Er habe „moralisch verwerflich“ gehandelt, so das Gericht, indem er falsche Angaben gegenüber Eurotransplant gemacht hatte, um seine Patienten auf der Warteliste nach oben zu schieben: Der Arzt machte die Menschen auf dem Papier kränker, als sie waren, um ihre Chancen auf eine Spenderleber zu verbessern – etwa, indem er vorspiegelte, kurz zuvor seien Nierenersatztherapien durchgeführt worden.

Könnte es sein, daß in diesen speziellen Fällen der Mediziner (Aiman O.) eine ganz bestimmte Auswahl getroffen hat um Patienten, welche seiner „Religion“ angehören, zu bevorzugen?  Hierzu ein Auszug aus Wikipedia:  Die Spendenbereitschaft unter Muslimen in Deutschland wird von Medizinern als sehr gering eingeschätzt, während sie in islamischen Ländern höher liegt.[44] Nach Auffassung einiger islamischer Rechtsgelehrter ist die Organspende von einem Nicht-Muslim zu einem Muslim zwar möglich, jedoch nicht umgekehrt. Die in Deutschland sehr große Wahrscheinlichkeit, dass das Organ an einen Nicht-Muslim geht, könnte daher die geringe Spendenbereitschaft teilweise erklären.[44] Einige Rechtsgelehrte vertreten jedoch eine andere Auffassung und halten Transplantationen auch an Nicht-Muslime für möglich.

Noch einmal zum Verständnis:  Nach Auffassung einiger islamischer Rechtsgelehrter ist die Organspende von einem Nicht-Muslim zu einem Muslim zwar möglich, jedoch nicht umgekehrt. Die in Deutschland sehr große Wahrscheinlichkeit, dass das Organ an einen Nicht-Muslim geht, könnte daher die geringe Spendenbereitschaft teilweise erklären.

Ist die Zahl der Moslems in Deutschland doch größer als angegeben, daß es sich derart auf die Organspenden auswirkt? Abgesehen davon zeigt sich hier wieder einmal der „Nutzen“ von Multikulti, welcher in diesem Fall schon als Rassismus gegenüber Nicht-Moslems (Ungläubigen) bezeichnet werden kann. Nehmen JA, geben NEIN. Ich wäre, abgesehen vom ethischen Aspekt, allerdings auch nicht bereit, einem Moslem eine Organspende zukommen zu lassen. Hier sollte man u.a. auch die abnehmende Spendenbereitschaft suchen. Und vor allem in den vielen Betrugsfällen, welche sich wie ein Handel auf dem Basar ausnehmen. „Wer bietet mehr….!?“ 

Viele, die in Deutschland auf ein Spenderorgan hoffen, hätten sich sicher gewünscht, daß nach den Skandalen 2012 im neuen Jahr etwas Ruhe in die Organspende-Praxis einkehrt. Dem sollte nicht so sein. Nach München, Göttingen und Regensburg darf sich nun zum Jahresbeginn 2013 auch das Klinikum in Leipzig in die Liste der Transplantationszentren einreihen, in denen es „Unregelmäßigkeiten“ bei der Vergabe von Spenderorganen gegeben hat. […] Unregelmäßigkeiten ist ein hübscheres Wort für Betrug, Manipulation, Korruption, vielleicht auch Bestechung. Zwar bemüht man sich derzeit von seiten der Klinik, des Gesundheitsministeriums und auch der Bundesärztekammer, den Fall als gelöst, bedauerlich, aber nicht beispielhaft einzustufen. Wissen tun wir jedoch kaum etwas. Ob Geld geflossen ist? Nicht einmal der medizinische Vorstand am Klinikum Leipzig will das ausschließen. Er könne sich das bei den nun suspendierten Kollegen nicht vorstellen, so Professor Wolfgang Fleig. Nun, bis vor zwei Wochen konnte er sich auch nicht vorstellen, daß die lieben Kollegen Patientendaten manipulieren; sie haben es dennoch getan.

Fakt ist, in drei von zehn überprüften Kliniken sind in den vergangenen Jahren Manipulationen aufgedeckt worden. Nun sollen auch die restlichen 47 Transplantationszentren in Deutschland einer Prüfung unterzogen werden. Selbst die Bundesärztekammer rechnet damit, daß es neue Skandale geben wird. Wie deren Präsident Frank Ulrich Montgomery angesichts dieser Prognose zu der Einschätzung kommt: „Die Transplantationsmedizin in Deutschland war wohl noch nie so sicher wie derzeit“, bleibt sein Geheimnis. Tatsache ist nämlich auch: Je mehr untersucht wird, um so mehr kommt ans Licht.

Frank Ulrich Montgomery ist übrigens derselbe Präsident der Bundesärztekammer, welcher vor drei Jahren behauptete, Zitat:  Die in Deutschland ankommenden Flüchtlinge sind nach Angaben von Bundesärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery „übernormal gesunde Menschen“. „Sie schleppen keine Infektionskrankheiten ein, und es kommen auch keine chronisch Kranken“, sagte Montgomery der Zeitung „Die Welt“.

Der gute Mann tappt ziemlich oft im dunklen und es wäre eventuell besser, ihn durch einen fähigeren und weitsichtigeren Präsidenten zu ersetzen.

Da nun Betrug, Manipulation und Korruption zu einem Rückgang der Spendenbereitschaft geführt haben, versucht die „Politik“ das Problem auf die bekannte Weise zu lösen, daß da lautet: „Zuckerbrot und/oder Peitsche“.

„Die Organspende ist in Wahrheit eigentlich der größte Liebesbeweis des einzelnen Menschen an die Gesellschaft und an andere Menschen”, appellierte Laumann. Dass es nur 146 Organentnahmen in dem Bundesland mit den bundesweit meisten Krankenhäusern und Transplantationszentren gebe, sei „unsolidarisch” gegenüber anderen, die in den Verbund wesentlich mehr Energie einbrächten. „Man kann nicht von der Transplantationsmedizin profitieren wollen und sich auf der anderen Seite nicht der Frage der Organentnahme stellen”, sagte Laumann.

Fruchtet also das Zuckerbrot nicht, greift man zur Peitsche. Frankreich hat in puncto Organspende einen Schritt nach vorn gemacht: Ab jetzt sind alle Franzosen nach ihrem Tod automatisch Organspender. Deutschland sollte dem Beispiel folgen. […]  In Deutschland haben wir die Wahl, aber viele von uns treffen sie nicht. Frankreich macht ein Gesetz und somit eine Pflicht daraus – denn manchmal muss man Menschen zu ihrem Glück zwingen. Und das ist es doch wohl, wenn ein anderer Mensch durch unsere Hilfe weiterleben kann.

Alles, wo der Staat einen Zwang ausüben möchte, ist grundsätzlich abzulehnen und in diesem Fall ganz besonders. Der Mensch ist kein Ersatzteillager  und wie bereits erwähnt halte ich es persönlich für unethisch, einem Menschen Organe zu entnehmen und sie einem anderen einzupflanzen. Das wird in anderen Kulturen ähnlich gesehen:

Konfuzianismus

Aufgrund des Respekts vor Eltern (Kindliche Pietät) gibt es Vorbehalte gegen Organspenden, sowohl bei der Entscheidung von Angehörigen ob die Organe der verblichenen Eltern für eine Spende freigegeben werden sollen,[45] vor allem aber ist nach Konfuzius der Körper ein Geschenk der Eltern, so dass deren Kinder in der Pflicht seien diesen intakt zu halten.

Taoismus

Nach dem Taoismus werden Organspenden aus mehreren Gründen abgelehnt. Einerseits wird eine Organspende als ein Handeln gegen den natürlichen Lauf der Dinge (wu wei) gesehen, andererseits störe eine Operation den natürlichen Fluss des qis des Körpers und sei unnatürlich, und zuletzt wird der Tod nur als eine andere Form des Lebens angesehen, so dass eine Organentnahme die Unversehrtheit des Körpers in diesem Leben nach dem Tod verletze.[46]

 

„Handle niemals gegen Dein Gewissen, selbst dann nicht, wenn der Staat es von Dir verlangt“ Albert Einstein

 

 

 

 

 

 

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