Kandel, Kika, AfD, Grüne* und Tagesschau: Wer instrumentalisiert hier wen und was?

Foto: Sceenshot/Youtube
Foto: Sceenshot/Youtube

Die ARD-Journalisten wollen einfach nichts dazulernen. Ihre politisch-korrekte Nicht-Berichterstattung bei Übergriffen oder Morden an deutschen Frauen durch angebliche Flüchtlinge wie im Fall Köln, Maria Ladenburger und Mia Valentin erregte Schittstürme für ARD-Verhältnisse bis dahin ungeahnten Ausmaßes.

Ein Gastbeitrag von A.R. Göhring

Die Chefredaktion von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ verschlimmerte den Unmut der zahlenden Zuseher noch durch fadenscheinige Ausreden wie „nur regional“, „Ermittlungen abwarten“ und „Beziehungstat“.

Daß das schlicht gelogen war, zeigte der Fall des von einem „Flüchtlingsfeind“ (?) attackierten Bürgermeisters von Altena. Da hier Täter und Opfer die „richtige“ politische Gesinnung bzw. Volkszugehörigkeit hatten, wurde bei den GEZ-Sendern SOFORT herauf- und herunterberichtet. Da war nichts mit „regional“ und „Ermittlungen abwarten“. Ganz im Gegenteil: Hätte die ARD nicht so geifernd berichtet, hätten die Schriftleiter von der Polizei erfahren, dass der Attentäter ein Arbeitsloser war, dem die Stadtwerke unter Leitung des Bürgermeisters das Wasser abstellten. Seitdem wird der peinliche Fall daher von ARD/ZDF auffällig beschwiegen.

Vor einer Woche widmeten sich die „Tagesthemen“ dann dem Thema Kandel doch noch ausführlich – und zwar an erster Stelle. Gebessert hatte sich allerdings nichts: Nachdem Caren Miosga ein paar Floskeln zu der Ermordeten sagte, wurde dem Zuseher schnell klar, worum es der Moderatorin und ihrem Team wirklich ging: um ihr Lieblingsthema, den langjährigen Lieblingsfeind AfD.

Statt das Thema zu beleuchten und mit unabhängigen Fachleuten (wie Polizisten etc.) zu diskutieren, wird rund zehn Minuten (insgesamt 30 hat die Sendung) nur über die Instrumentalisierung des Mordfalles Mia durch die AfD und andere gesprochen. Dafür wird sogar der politisch zuverlässige Psychologe Andreas Zick interviewt, der nicht ganz zufällig im Vorstand der als stasi-ähnlich und linksextrem kritisierten Amadeu-Antonio-Stiftung sitzt. Zum Schluß kommentiert die SWR-Journalistin Weber ganz im Sinne Miosgas.

Ein erneuter Schittsturm auf der Facebook-Seite war die Folge. Allein den SWR-Kommentar beanstandeten rund 90% von weit über 1.000 Kommentatoren (von denen allerdings viele unerwünschte gelöscht wurden)

Beispiele:

„Zwangsfinanzierte Hetzpropaganda und Schönsaufen der Realität. Leute, wacht auf. Die Medien sind im Marsch durch die Instanzen links besetzt und als 4. Macht im Staat etabliert worden. Dem kann man nur begegnen durch Aufklärung und eine Gegenöffentlichkeit, die wir unterstützen sollten.“

„Dieser Kommentar bei der Tagesshow ist zutiefst pathologisch: Täter-Opfer-Umkehr trifft Problem-Lösungs-Umkehr trifft Verantwortungs-Gesinnungs-Umkehr. Die staatlich-propagandistische Beschönigung der blutigen Konsequenzen der Multikulti-Agenda will einfach nicht verstummen. Erschreckend.“

„Grauenvoll Frau Weber, Ihren Job möchte ich nicht haben, ich würde mich aber auch für viel Geld nicht dafür hergeben. Sie sind es, die den Tod dieses armen fehlgeleiteten Mädchens instrumentalisiert, und zwar GEGEN Ihre politischen Feinde. Im übrigen ist diese Gewalt gegen Frauen kulturbedingt, googeln Sie nur „bride burning““

„Wir werden sehen wie es ist, wenn es nicht mehr Monika Mustermann trifft, sondern unsere sogenannte Elite .

Mich ekelt diese friedliche wir haben uns alle lieb Geschichte an.
Mit aggressiven Leuten funktioniert das nie.“

„Lasst Euch mal neue Textbausteine einfallen, wird sonst irgendwann langweilig. Egal, was wo auch passiert, Eure einzige Sorge ist stets, dass es von „rechts“ instrumentalisiert werden könnte. Egal ob Köln, Breitscheidplatz, Freiburg.. immer die gleiche, gebetsmühlenhaft abgespulte Leier..“

„Alle Journalisten mit Anstand sollten sich für diese Kollegin schämen.“

Was denken die ARD-Journalisten eigentlich, wer diese Kommentatoren sind? Konzertiert agierende AfD-Mitglieder? Der Schluß liegt nahe, wenn man die Zwischenmeldungen des ARD-Teams liest:

„Ein 15-jähriges Mädchen ist tot. Bei aller Trauer und Wut: Pauschalurteile und Hetze sind nicht angebracht. Wir mussten bereits eine Vielzahl von Kommentaren löschen. Nicht weil sie kritisch waren, sondern weil sie gegen unsere Netiquette verstoßen haben.“

Ist die Vermutung, dass nur Zuseher von ganz rechts außen die Tagesthemen kritisieren, realistisch?

Einige Kommentare sind aggressiv und teils recht eindeutig von AfD-Sympathisanten. Aber alle? Nein, die meisten sind empört und emotional, aber nicht eindeutig als „rechtspopulistisch“ zu erkennen. Außerdem werden ARD-Nachrichten dem Vernehmen nach gerade von AfD-Fans kaum noch verfolgt.

Ist es daher wirklich so unrealistisch, anzunehmen, dass die ca. 90% aufgebrachten Kommentatoren eine Mischung aus allen Wählergruppen sind? Könnte es nicht sein, dass man kein AfDler oder Neonazi sein muß, um die gegenwärtige Asylpolitik und den Umgang der Großmedien damit unverantwortlich und brandgefährlich zu finden?

Könnte es nicht sein, dass die ARD-Journalisten den Fall Kandel selber instrumentalisieren, um die ungeliebte AfD zu diskreditieren?

Der Schittsturm bei der ARD, auch Fall des Flüchtlings-Kuppel-TV des Sender-Ablegers Kika, hat aber offenbar nicht viel bewirkt, da die Grünen in Thüringen gerade ins selbe Horn bliesen wie die Gesinnungsgenossen der ARD.

Die Erfurter Abgeordnete Madeleine Henfling warf der AfD wegen deren Kritik an der Doku „Malvina, Diaa und die Liebe“ analog zur ARD Instrumentalisierung vor.O-Ton:

„Dazu sagen wir: Offensichtlich resultiert die Einschätzung der AfD zur Doku einmal mehr aus ihrer selektiven Wahrnehmung, die auf ihrem rassistischen Weltbild fußt und nur die Aspekte aufnimmt, die ihrer ekelhaften Hetze nutzen.“

Dazu eine pikante Begebenheit: Als in Dresden Anfang 2015 ein Eritreer ermordet wurde, wurde das Opfer von der Antifa, Medien und dem Grünen Volker Beck sofort eiskalt instrumentalisiert. Es gab sehr stark gefühlsbetonte und personalisierte Aufmärsche („Ruhe in Frieden“, „In Memory of Khaled“) von Linken in Dresden, die das Verbrechen der örtlichen Pegida oder Rassisten anlasteten.

Der Focus, ja, Sie lesen richtig, veröffentliche einen hochemotionalen Text über das mitleiderregende Schicksal des Eritreers.

Als recht flott herauskam, dass der Immigrant von einem anderen Asylanten ermordet wurde, verschwand der Tote ganz schnell aus dem Bewusstsein von Medien und Linken. Wäre von Anfang an klar gewesen, dass nicht der beliebte Feindbild-Täter schuld war, hätte der Eritreer Medien und Linke kaum interessiert.

Was meinen Sie, geneigter Leser? Instrumentalisiert die AfD die Fälle Kandel und Kika?

Ich sage: ja, natürlich. Als politische Partei mit den Themen „Politische Korrektheit“, „Medienversagen“ und „Islamkritik“ wäre nichts anderes zu erwarten. So, wie wir von den Grünen* als Partei der Minderheitenpolitik und der „Korrektheit“ nichts anderes erwarten, als dass sie Migrantengewalt und das Versagen grünroter Medien gezielt verschweigen.

Es ist das Recht politischer Parteien, so zu handeln.

Bei ARD/ZDF sieht es anders aus. Diese werden von allen Bürgern bezahlt und haben sich entweder neutral oder wenigstens wie früher pluralistisch zu verhalten. Wollen und können sie das nicht, haben sie ihren Ethos als Journalisten aufgegeben und sinken zu bloßen Partei- und Milieusprechern herab.

 

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