Frauen gewalttätiger als Männer! Ganz knapp

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Die Pestilenz (Foto: Pixabay)

Dass Frauen ebenso so brutal sein können wie Männer, widerspricht dem Klischee von armen weiblichen Opfern und notorischen Schlägern. Dabei prügeln sich die Geschlechter auf Augenhöhe. Auch bei schwerer häuslicher Gewalt wie Zahlen aus Thüringen belegen

Gut die Schlagzeile an die ich mich hier hänge, scheint ein bisschen kalkuliert. „In Thüringen mehr Männer als Frauen Opfer häuslicher Gewalt“ berichtet insüdthüringen.de. Dass es ein denkbar knapper Sieg des Damenteams war, erfährt man im Text:

„Der Statistik zufolge wurden in dem Zeitraum 76 männliche Opfer erfasst und 75 weibliche.“

Insgesamt wurden zwischen 2011 bis 2016 in Thüringen 151 Menschen Opfer schwerer häuslicher Gewalt (versuchte und vollendete Tötungsdelikte). Das geht aus der Antwort von Innenminister Georg Maier (SPD) auf eine Anfrage des CDU-Innenpolitikers Raymond Walk hervor.

Häusliche Gewalt sind immer Beziehungstaten, die Opfer Lebensgefährten, Eltern, Kinder, Bekannte, Freunde:

„Im Jahr 2016 beispielsweise wurden 27 versuchte und vollendete Tötungsdelikte gezählt, bei denen Opfer und Täter in enger privater Beziehung standen. Männlich waren 17 Opfer, weiblich 10 Opfer. In 12 Fällen handelte es sich um eine Bekanntschaft oder Freundschaft. Viermal waren Ehepartner betroffen, einmal Eltern. In einem Fall ereignete sich die Gewalt in einer „engen Freundschaft“. Sechs Mal wurden Kinder zu Opfern häuslicher Gewalt, zwei Mal Partner in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft.“

CDU-Mann Walk äußert sich besorgt wegen der hohen Zahl von Kindern unter den Opfern. Außerdem zeigte er sich wie auch südthüringen.de erstaunt, dass bei den Tötungsdelikten ebenso viele Männer wie Frauen zu Opfern würden, weil: „Bei der häuslichen Gewalt im Allgemeinen seien Frauen zu 80 Prozent Opfer.

Doch das ist nicht einmal ein Vorurteil, es ist einfach nicht richtig. Kriminologie und Soziologie haben das seit Jahren erkannt und wiederholen es gebetsmühlenartig.

Professor Dr. Dr. Michael Bock: „Tatsächlich sind Frauen und Männer in annähernd gleichem Umfang Täter und Opfer häuslicher Gewalt. Dies zeigen Dunkelfeldstudien, die inzwischen in großer Zahl vorliegen… Danach legen Frauen und Männer nahezu gleich häufig aggressives Verhalten an den Tag. Frauen sogar etwas mehr.

Doch die „Arme Frauen Propaganda“ hält tapfer dagegen, hält das „Narrativ“ vom bösen Mann und der unschuldigen Frau mit allen Mitteln aufrecht von #metoo bis zu geschönten Statistiken, die auch das Familienministerium immer gerne auf den Diskriminierungsmarkt wirft. Zahlenspielereien (jouwatch berichtete) die sich festgesetzt haben.

Professor Bock: „Dass häusliche Gewalt männliche Gewalt sei, ist ein tief in den Gefühlen und im Weltbild der Menschen verankerter Mythos, der von starken Tabus geschützt wird. Deshalb gibt es auch einen partei-, altersgruppen- und geschlechtsübergreifenden Konsens in dieser Frage.

So ist es also nicht so überraschend, das Frauen gewalttätig sind, sondern das immer wieder so getan wird, als wären sie es nicht. (VK)

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