„Hauptbahnhof ist aktuell kein Angstraum“

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Hauptbahnhöfe aktuell noch keine Angsträume (Bild: shutterstock.com)

Essen – Die Polizei und das Innenministerium von NRW kommen zu dem Ergebnis, dass die Umgebung des Essener Hauptbahnhofs aktuell keinen Angstraum darstellt. Vor dem Hintergrund zur Verwüstung einer Tchibo-Filiale durch syrische Jugendliche stellte die AfD eine Anfrage.

Wie das Internetportal nrw-Direkt berichtet, wies die Polizei und das Innenministeriums aufgrund einer Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Herbert Strotebeck (AfD) in ihrer am Dienstag veröffentlichten Antwort darauf hin, dass keine Erkenntnisse dafür vorliegen, „dass die Menschen während des Aufenthaltes in dem Bereich des Bahnhofes erhebliche Angst oder Unsicherheit verspüren“. Auch dafür, „dass die Umgebung des Bahnhofes von der Bevölkerung aus Angst gemieden wird“, gebe es keine Erkenntnisse. Die Polizei sei nach Auswertung der Kriminalitäts- und Einsatzbelastung zu der Einschätzung gelangt, „dass die Umgebung des Essener Hauptbahnhofes aktuell keinen Angstraum darstellt“.

Sieben syrische Jugendliche verwüsten Tchibo-Filiale und greifen Ladendetektive an

Hintergrund der AfD-Anfrage war die Verwüstung einer Tchibo-Filiale durch syrische Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren Ende November des letzten Jahres. Der Bundespolizei gegenüber beschrieben die Ladendetektive die jungen Männer als streitlustig. Die Gruppe sei ihnen zuvor durch eine verbale Auseinandersetzung mit einer Passantin negativ aufgefallen. Nachdem sie die aus Syrien stammenden Jugendlichen aufgefordert hatten, sich ruhiger zu verhalten, hätten diese sie angegriffen.

Bild: Bundespolizei
Verwüstete Tchibo-Filiale (Bild: Bundespolizei)

Während der dann entstandenen Prügelei rissen die jungen Syrer Teile der Regale heraus und griffen die beiden Ladendetektive mit Stangen sowie Regalböden an. Die Bundespolizisten konnte die Situation nur durch Unterstützung der Landespolizei in den Griff bekommen. Einer der Detektive wurde durch die Angriffe so schwer verletzt, dass er in eine Klinik eingeliefert werden musste. Die drei Mitarbeiterinnen der Filiale standen laut der Bundespolizei sichtbar unter Schock. Das Geschäft musste anschließend geschlossen werden.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen keine weitergehenden Angaben

Die Polizei hatte die jungen Männer zunächst in Gewahrsam genommen, später aber wieder entlassen. Gegen alle Beteiligten wird nun unter anderem wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung ermittelt.

Strotebecks Nachfrage, ob sich die Landesregierung für eine schnelle Abschiebung der als Täter ermittelten Personen einsetzen will, beantwortete das Ministerium wie folgt: Der Abschiebung von ausreisepflichtigen Straftätern in Nordrhein-Westfalen komme eine „besondere Priorität zu“. Zu konkreten Fällen könnten jedoch aus datenschutzrechtlichen Gründen keine weitergehenden Angaben gemacht werden. (SB)

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