Die schizophrene Republik

Gespaltene Persönlichkeit (Foto: Pixabay)

Nichts paßt mehr zusammen in der vormaligen Bundesrepublik Deutschland nach zwölf Jahren Merkel-Regime. Wer sich hierzulande die Illusion seiner geistigen Gesundheit erhalten will, muß anfangen, Fakten auszublenden. Eine Bestandsaufnahme.

von Max Erdinger

Die Bürger stehen vor einem Berg von widersprüchlichen Erwartungen an ihr Denken. Nehmen wir beispielsweise den Begriff „Nationalismus“. Verwendet wird er ausschließlich im Sinne von „deutscher Nationalchauvinismus“. Wer lediglich der Ansicht ist, daß die Nation als solche – und egal welche – das Maximum dessen ist, was sich noch nach demokratischen, sozial- und rechtsstaatlichen Kriterien verwalten und regieren läßt, dem steht der Begriff „Nation“ bzw. „Nationalismus“ nicht mehr zur Verfügung, um auszudrücken, was er sagen will. „Nation ist gut“ wird vom Rezipienten seiner Rede automatisch übersetzt mit „Deutschnational ist gut“. Auch der Patriot kann den Begriff „Nation“ nicht mehr verwenden, ohne als „nationalistisch“ im Sinne von „nationalchauvinistisch“ diffamiert zu werden.

Das ist wiederum deswegen so, weil auch der Begriff „Chauvinismus“ mit einem anderen Inhalt gefüllt worden ist, ähnlich wie der Begriff „Diskriminierung“. Ein Chauvinist ist im ursprünglichen Sinn jemand, der davon überzeugt ist, einer in gewissen Hinsichten überlegenen Gruppe anzugehören. Es ginge an der Realität vorbei, wollte man behaupten, Deutsche seien in der Vergangenheit – in technischer und wissenschaftlicher Hinsicht – anderen Völkern nicht überlegen gewesen. Sie waren es. Noch im Jahre 1920 erschienen mehr als die Hälfte aller wissenschaftlichen Neupublikationen weltweit auf Deutsch. Heute sind es weniger als fünf Prozent. Jede wissenschaftliche Blüte beruht aber auf der Fähigkeit, genaueste, kleinste Unterschiede festzustellen, mithin also auf der Fähigkeit, zu unterscheiden. Das lateinische Verb für „unterscheiden“ heißt „discriminare“. Die Diskriminierung ist also die Unterscheidung – und keinesfalls die Herabsetzung.

Der Satz: „Der deutsche Nationalist ist ein chauvinistischer Diskriminierer“, so, wie er heute von den Massen als zutreffend verstanden wird, ist von vorne bis hinten falsch. Nicht nur sind diese Begriffe mit unzutreffenden Inhalten gefüllt worden, sondern darüber hinaus sind sie unbrauchbar geworden für denjenigen, der sie ihrem ursprünglichen Sinngehalt nach verwenden will. Das ist auch der Sinn der ganzen Übung gewesen. Indem man bestimmte Begriffe mit anderen Inhalten füllte, entwendete man sie dem allgemeinen Sprachgebrauch, somit dem allgemeinen Verständnis und dadurch auch dem politischen Gegner. Das heißt, daß der Patriot, der zwischen dem Eigenen und dem Fremden unterscheidet („diskriminiert“), zum „Herabsetzer“ („Chauvinisten“) werden konnte, der „deutschnationalistisch“ („patriotisch“) tickt. Durch die Umwandlung von Begriffen stiehlt man dem Menschen seine Identität.

Bemerkenswert ist dabei, daß nun erwartet wird, der Bürger möge durchaus seine Identität bewahren als „Deutschnationaler“ – und zwar, wenn es um die Verbrechen der Nazis im Dritten Reich geht. Da kann der ansonsten ach-so-böse Nationalismus gar nicht groß genug sein. So groß soll er in genau diesem einen Punkt sein, daß es auch nichts ausmacht, wenn der Deutsche zum „Schuldchauvinisten“ degeneriert, nach dem Motto: Sieh´her, Welt, was für ein Schuldbewußtseins-Weltmeister ich bin! Das macht mir von euch Luschen keiner nach!

Das ist Förderung von kollektiver Schizophrenie. Aber es gibt unzählige andere Beispiele für die regierungsamtlich- und massenmedial betriebene Förderung der Geisteskrankheit in Deutschland, alle ein paar Nummern kleiner.

So soll der Deutsche zum Beispiel glauben, daß prominente und weniger prominente Filmschauspielerinnen, die sich halbnackt noch bei jeder Preisverleihung auf dem roten Teppich im Blitzlichtgewitter suhlen, Jahre vorher zu Opfern sexueller Übergriffe von Filmproduzenten geworden seien. Warum nimmt irgendjemand an, daß diese Geschichten Relevanz hätten? Weil dem Volk über Jahrzehnte feministisch eingeimpft worden ist, daß Frauen immer Opfer – und Männer generell Schweine seien? Von Männerdiskriminierung und einem ekelhaft verlogenen Weibsenchauvinismus spricht aber niemand. Von „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ auch nicht. Da ist die Bewußtseinsspaltung bereits zementiert. Und das, obwohl jedermann weiß, daß zumindest die begehrenswerten Frauen über die gesamte Menschheitsgeschichte ihre Geschlechtlichkeit als wirtschaftlichen Notnagel begriffen haben, der sich zu Geld machen läßt. Die weibliche Prostitution gilt nicht umsonst als das älteste Gewerbe der Welt. Wer die schauspielerischen „Leistungen“ nicht nur einer Veronica Ferres kennt – und außerdem bis drei zählen kann -, der kann sich auch einen wahrscheinlich zutreffenden Reim darauf machen, wie diese Weibspersonen das geworden sind, was sie letztlich wurden.

Und so geht das weiter: Wer sich standhaft weigert, GEZ-Gebühren zu bezahlen, wandert unter Umständen in den Knast. Eine Kassiererin verliert ihren Job, weil sie einen Pfandbon über zehn Cent abzurechnen vergessen hatte. Wer sich in seinem eigenen Auto nicht anschnallt, um sein eigenes Leben zu schützen, wird vom Staat dafür abkassiert. Das geht so weit, daß Rentnern im Altersheim das Bingospielen verboten wird, weil es als Glücksspiel gilt und konzessioniert werden muß, auch, wenn es nur eine Tafel Schokolade zu gewinnen gibt. Hausbesitzer werden gezwungen, ihr nagelneu eingedecktes Dach wieder abdecken zu lassen, weil der Farbton ihrer Ziegel nicht 100-prozentig exakt derjenige ist, der für ein Neubaugebiet vorgeschrieben worden war. Kleine Vorgärten in einer Reihenhaussiedlung wurden von städtischen Betrieben teilweise – und für teuer Geld – plattgemacht und asphaltiert, nachdem die Bewohner sie schleichend und in einer Größenordnung von weniger als einem Meter auf öffentlichen Grund ausgedehnt hatten, was jahrzehntelang niemanden störte. Im Gegenteil: Es sah hübsch aus. Sie wollten nur die Pacht nicht zahlen, welche die Stadt von ihnen verlangte, als sie nach Jahrzehnten anläßlich einer Gehwegvermessung dem Sachverhalt auf die Spur gekommen war. Das alles läuft in diesem Lande unter „menschliche Gesellschaft“. Begründet wird es damit, daß wir in einem ordentlichen Rechtsstaat leben, in dem alles genauestens geregelt ist. In diesem „Rechtsstaat“ muß sich „der Mensch“ von den Pimperlwichtigs der Bürokratie fragen lassen, ob er denn etwa keinen Rechtsstaat haben wolle, wenn er sich wegen solcherlei Kokolores aufregt.

Andererseits kann exakt derselbe Bürger, der von Politik und Verwaltung an die „Rechtsstaatlichkeit“ und die „öffentliche Ordnung“ erinnert wird, in der Zeitung nachlesen, was ein Koblenzer Richter jüngst zum „Rechtsstaat Deutschland“ schriftlich hat niederlegen lassen: Nämlich, daß Teile der rechtsstaatlichen Ordnung seit anderthalb Jahren außer kraft gesetzt worden seien. Das kann der Bürger auch leicht nachprüfen. Gegen die illegale Immigration wird seitens derjenigen, die ansonsten nicht müde werden, den Rechtsstaat, seine Gesetze und Vorschriften zu beschwören, nichts unternommen. Im Gegenteil: Sie wird noch gefördert. Die Kanzlerin selbst, diese beispiellose Heimsuchung der Deutschen, erklärt in einer unvorstellbaren Selbstgefälligkeit, das Problem der Illegalität wolle sie dadurch aus der Welt schaffen, daß Illegalität zu Legalität wird. Genausogut hätte sie ankündigen können, Vergewaltigung, Raub und Mord legalisieren zu wollen, damit die armen Täter nicht mehr gegen Gesetze verstossen müssen.

„Die Demokratie beleben“ wolle Merkel, steht in demselben, aktuellen Sondierungspapier, in dem auch der Schmäh mit der „Obergrenze“ dokumentiert ist, die keine ist. Derweilen erklärt der Bundestagspräsident Lammert, daß  „Demokratie“ in Zukunft nicht mehr als die Herrschaft des Volkes („Alle Macht geht vom Volke aus“) begriffen werden soll, sondern als eine Veranstaltung, in der es um den Interessensausgleich verschiedenster Gruppen im Lande mit ihren unterschiedlichen Zielen gehen soll. Das Ganze könne dabei aber ruhig weiter als Demokratie bezeichnet werden. Wieder haben wir eine, dem Volk von oben übergestülpte Begriffsveränderung durch Austauschen des Inhalts. Demokratie ist nun einmal die Herrschaft des Volkes – und etwas anderes heißt demzufolge auch anders. Eine Blutwurst, die nach Schokolade schmeckt, ist wahrscheinlich keine Blutwurst, sondern Schokolade.

Wer gegen die Islamisierung Deutschlands ist, muß sich als krank bezeichnen lassen – er ist „islamophob“. Phobien sind Angststörungen. Wer dagegen ist, daß Homosexuelle Kinder adoptieren, ist „homophob“. Wer dagegen ist, daß sich Leute aus kulturell inkompatiblen Ländern hier ansiedeln, ist „xenophob“ (fremdenfeindich) – und zwar auch dann, wenn er gegen Japaner, Vietnamesen, Russen und die meisten anderen Fremden im eigenen Land gar nichts hat. Aber: Niemand darf pauschalisieren! Frage: Stimmt das? Wer darf nicht pauschalisieren? Die Gegner der kulturmarxistischen Agenda dürfen nicht pauschalisieren! Die Kulturmarxisten selbst dürfen pauschalisieren, so viel sie wollen. Bei aller Gleichheit.

Dieselben Gerichte in der „menschlichen Gesellschaft“, die hundertfach vorbestrafte Intensivtäter aus dem arabischen „Kulturkreis“ immer wieder auf Bewährung laufen lassen, dieselben Gerichte, die noch jedem dahergelaufenen, kriminellen Abschaum mildernde Umstände wegen Traumatisierung und kultureller Fremdheit einräumen, schämen sich im Jahre 2018 nicht, einen 96-jährigen Buchhalter (!) aus dem KZ Auschwitz für den letzten Rest seiner Lebenszeit in ein Gefängnis zu werfen – weil man das in der „menschlichen Gesellschaft“ anscheinend so machen muß. Und zwar ganz egal, wie sehr der Greis sich für sein Tun unter ganz anderen Umständen vor über siebzig Jahren als junger Mann schämt. Das ist die „menschliche Gesellschaft“ dieser bigotten, selbstgerechten und arroganten Drecksbande, die unserem Land den Lebenssaft aussaugt wie die Vampire.

Das Merkel-Regime und seine devoten Vasallen in den Gerichten und in den Medien verhalten sich systematisch kein Stück anders, als noch jedes totalitäre Regime, das die Welt bisher gesehen hat. Von dem Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn („Archipel Gulag“) stammt sinngemäß der folgende Satz: „Ein totalitäres Regime erkennt man daran, daß es seine Kritiker kriminalisiert und die Kriminellen laufen läßt.“

Der Bundesjustizminister Heiko Maas ist lediglich seiner Amtsbezeichnung nach Justizminister. In Tat und Wahrheit ist der kleine Saarländer der personifizierte Anschlag auf Rechtsstaat und Demokratie. Er ist innerhalb des totalitären Systems, welches seine Kritiker kriminalisiert und die Kriminellen laufen läßt, derjenige, der mit voller Absicht den Artikel 5 des Grundgesetzes aushebelt, indem er staatlich organisierte Kontrolleure die öffentliche Meinungsäußerung in den sozialen Netzwerken zensieren läßt. Sein „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ ist ein Euphemismus, wie es beispielsweise bei den Nazis der Begriff „Schutzhaft“ gewesen ist. Es ist geradezu eine Spezialität aller Totalitaristen, Begriffe mit anderen Inhalten zu füllen oder neue zu erfinden, um ihr tatsächliches Tun zu verschleiern. Beispiel gefällig? Immigranten, ob illegal oder nicht – jedenfalls auch bei Illegalität nicht abgeschoben – sind nicht etwa noch länger illegale Grenzverletzer, sondern sie sind dieser Tage zu „Ankerpersonen“ mutiert. Schon mal gehört, „Ankerperson“? „Ankerpersonen“ werden von unserer eigenen Regierung Leute genannt, die sich u.U. illegal im Land aufhalten. Sie sind jetzt die „Anker“, an denen jede Menge weiterer Immigranten (Familiennachzug) „festmachen“ können, wenn sie in irgendeiner verwandtschaftlichen oder freundschaftlichen Beziehung zu den bereits Eingereisten stehen.

Die Regierungsämter, die Gerichte und die Redaktionen sind oft mit Ideologie-Verbrechern bevölkert, die zielgerichtet ihrer Agenda (Frankfurter Schule) folgen und eine kollektive Schizophrenie fördern, welche die Deutschen jedweder Freude am Eigenen beraubt und für flächendeckende, kognitive Dissonanz sorgt. Diese Leute vergreifen sich an der geistigen Gesundheit eines ganzen Volkes. Das Merkel-Regime samt seiner treudoofen Speichellecker sorgt dafür, daß Deutsche krank an Geist und Seele  werden, resp. bereits geworden sind. Depressionen gelten in Deutschland bereits als Volkskrankheit Nummer eins. Depressiv wird, wer kein in sich schlüssiges Leben mehr führen kann, weil er die Dinge nicht mehr zusammenbekommt.

Tatsächlich gibt es eine gewaltige Diskrepanz zwischen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einerseits – und dem Merkel-Regime andererseits. Merkel samt dem Altparteienkartell gehen mit Recht, Gerechtigkeit, Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit auf gar keinen Fall mehr zusammen. Das sind hochkriminelle Ideologen, die sich an allem vergreifen, was es für immer zu bewahren gilt: Wahrheitsliebe, Rechtschaffenheit, Aufrichtigkeit, Realitätssinn, Selbstachtung und Freiheit. Sie müssen unter allen Umständen aus ihren Ämtern verjagt und vor Gericht gestellt werden, soll dieser sozialprotestantisch-gutmenschliche Albtraum endlich wieder aufhören und eine optimistische Perspektive in den Seelen meiner Landsleute Einzug halten. Niemand braucht nach dem Dritten auch noch Merkels Viertes Reich, das lediglich das fotografische Negativ zum Dritten wäre.

Ganz abgesehen davon: Mit dem heutigen Protestantismus des evangelischen Mainstreams sollte man sich auch einmal eingehender beschäftigen. Womöglich würde man herausfinden, daß der reformatorische Irrtum nach 500 Jahren zu einer Gefahr für die geistige Gesundheit der Allgemeinheit geworden ist. Bei der EKD handelt es sich um die armseligsten Förderer der kollektiven Schizophrenie überhaupt. Eine meiner makabersten, zugegebenermaßen auch erheiterndsten Phantasien sieht so aus: Ein orangefarben gewandeter „Bedford-Ströhmling“ kniet gefesselt vor dem Dschihadisten mit dem Schlachtermesser in der Hand und labert in salbungsvollem Ton nach hinten: „Hallo, mein lieber Bruder im Geiste der universellen Mondgöttin, du müßtest dich wirklich nicht versündigen gegen die Gebote, wenn du augenblicklich anfangen würdest, ganz einfach so schön zu denken wie ich. Na, ist das ein Vorschlag, mein Freund? Ich würde dir auch ganz bestimmt für deine momentane Absicht vergeben.“ – Ehrlich, wäre ich der Dschihadist, ich würde dem Bedford-Ströhmling alleine für diese Arroganz schon die Rübe runtersäbeln. Wie realitätsfremd kann man sein? Der Dschihadist hat seine eigenen Überzeugungen. Er denkt gar nicht daran, sich von einem durchgeknallten Bedford-Ströhmling „eines Besseren belehren“ zu lassen.

Leider sind auch die Katholiken schon großteils „reformatorisch deformiert im Kopf“. Kleriker wie die Kardinäle Marx und Woelki, aber auch der gegenwärtige Pope höchstselbst weigern sich inzwischen, Menschen noch zu unterscheiden nach solchen und solchen. Alle, alle Menschen sind nur noch „die Menschen“. Aber sie würden sofort unterschreiben, daß man nicht pauschalisieren soll! Dabei sind das die abgehobensten Pauschalisierer von allen! Und vor allem: Wenn man ihre infantilen Ansichten nicht teilt, wird man bei diesen „Brüdern“ ganz schnell vom Menschen zum Un(ter)menschen.

Deutschland ist zu einer schizophrenen Republik degeneriert. Und dafür gibt es Verantwortliche. Verantwortliche haben zu ihrer Verantwortung zu stehen – und deswegen muß man sie zwingen, sich ihr zu stellen. Wahr ist allerdings auch: Wer nicht will, der hat schon. Wir Deutsche brauchen uns nicht zu beklagen, wenn außer den Wirtschaftsdaten alles den Bach runter geht. Wir sind diejenigen, die es hätten verhindern müssen. Noch sind wir der Souverän. Und als solcher sind wir selbst dafür verantwortlich, daß uns unsere Vertreter nicht auf der Nase herumtanzen. Niemand hat behauptet, daß unsere Verantwortung eine bequeme zu sein hätte.

 

 

 

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