Neue GSG 9 Einheit in Berlin gegen nukleare und chemische Terroranschläge

Symbolfoto: Durch bibiphoto/Shutterstock
Für den Ernstfall gerüstet? Symbolfoto: Durch bibiphoto/Shutterstock

Während in den Mainstream-Medien zwar über eine zusätzliche Einheit der GSG 9 in Berlin berichtet wird, verschweigen nahezu alle Medien jedoch die Spezialisierung dieser Truppe. Denn diese Spezialisierung würde sicherlich große Teile der Bevölkerung verunsichern. In Berlin handelt es sich nämlich um eine GSG 9 Einheit gegen CBRN-Terroranschläge. Die Abkürzung steht für Attacken mit chemischen (C), biologischen (B), sowie radiologischen (R) und nuklearen (N) Stoffen.

Von Stefan Schubert

Ebenso verwunderlich sind die Hintergründe dieser Spezialisierung, denn der Impuls dafür ging nicht von der Bundesregierung oder dem Innenministerium aus, sondern von der EU-Kommission. Die Bundesregierung setzt damit eine Forderung der EU-Kommission vom 18. Oktober 2017 um. »Aktionsplan zum verbesserten Schutz öffentlicher Räume«, heißt das EU-Papier.

Anfangs wird in dem Papier eine Überarbeitung des Abkommens über Fluggastdatensätze mit Kanada und weitere Schritte zur Bekämpfung einer Radikalisierung im Internet angekündigt, bevor es dann zu den heiklen Punkten geht. Zuerst werden den Mitgliedländern 118,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt, um Städte flächendeckend mit Anti-Terror-Betonsperren zu versehen. Die EU-Politiker versuchen also, die Bürger vor den Folgen ihrer Politik zu bewahren, wobei der Betrag für ganz Europa natürlich lächerlich gering ist. Auch die Begründung, warum dieser festungsartige Ausbau von Innenstädten notwendig geworden ist, tropft nur so von politischer Korrektheit:

»Wie die jüngsten Anschläge in Barcelona, London, Manchester und Stockholm gezeigt haben, geraten öffentliche, stark frequentierte Plätze zunehmend in das Visier von Terroristen. Daher stellt die Kommission heute einen Aktionsplan vor, mit dem die Bemühungen der Mitgliedstaaten um den Schutz und die Verringerung der Anfälligkeit öffentlicher Räume noch stärker unterstützt werden sollen«, heißt es in dem Papier.  Den islamischen Hintergrund dieser Terrorwelle, von der Westeuropa seit Jahren überrollt wird, wird natürlich nicht erwähnt, genauso wenig wie die offenen europäischen Grenzen, die die massenhafte Einwanderung und Einschleusung von Islamisten und Terroristen erst ermöglichte. Auch dazu selbstredend kein Wort.

Was verheimlicht die EU-Kommission und die Bundesregierung der Bevölkerung?

Nach einer weiteren Relativierung kommt das EU-Papier im letzten Drittel zu den heiklen Passagen. Wörtlich heißt es, »… schlägt die Kommission heute zudem einen Aktionsplan zur Steigerung der Abwehrbereitschaft, Widerstandsfähigkeit und Koordinierung auf EU-Ebene gegen Angriffe mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Stoffen (CBRN) vor. Zu den heute vorgeschlagenen Maßnahmen gehören die Schaffung eines CBRN-Sicherheitsnetzes der EU und eines CBRN-Wissenszentrums, die innerhalb des Europäischen Zentrums zur Terrorismusbekämpfung (ECTC) bei Europol eingerichtet werden sollen.«

Die entscheidende Frage drängt sich geradezu auf: Welche Informationen besitzen die EU-Kommission und die Bundesregierung über die Bemühungen von islamischen Terroristen, in den Besitz von nuklearen und chemischen Stoffen zu gelangen, um damit eine schmutzige Bombe zu bauen?

Behördenintern wird dabei von einer USBV oder USBV-A gesprochen, von einer unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung, wobei dann der Zusatz »A« für atomar steht. Denkbar für eine USBV-A sind Stoffe wie Americium, Californium, Cäsium, Cobalt, Iridium oder Plutonium. Die meisten dieser Stoffe werden bei wissenschaftlichen und medizinischen Anwendungen eingesetzt und sind relativ weit verbreitet.

Die Explosion einer solchen schmutzigen Bombe wären verheerend, von der Kontamination aller betroffen Personen in einem größeren Umkreis über akute, wie langfristige Strahlenschäden und einer ausbrechenden Massenpanik ganz zu schweigen. Auch die wirtschaftlichen Folgen könnten katastrophal sein. Man stelle sich die Explosion einer schmutzigen Bombe am Potsdamer Platz in Berlin, der ChampsÉlysées in Paris oder dem Finanzzentrum der City of London vor.

Der Aufbau einer CBNR-Anti-Terroreinheit in Deutschland ist somit dringend angeraten, fraglich bleibt, warum gerade jetzt? Welche Erkenntnisse liegen der Politik vor und warum bedarf es erst einer Aufforderung durch die EU-Kommission dazu?

CBNR-Terrorattacken nur noch eine Frage der Zeit

In den Medienberichten wird die personelle Stärke der GSG 9 mit 400 Personen vermutet. Doch diese Zahl ist deutlich zu hoch, wie mir ein Elitepolizist bestätigte, die aktuelle Anzahl liegt bei unter 200 Mann. Zudem leiden die »Neuner«, genauso wie das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr, unter erheblichen personellen Nachwuchsproblemen. Die angedachte Aufstockung der GSG 9 um ein Drittel, verbunden mit dem Aufbau eines zusätzlichen Standortes in Berlin, dürfte somit Jahre dauern, wenn es überhaupt gelingt.

Die Sicherheitslage im Land steht vor einer großen Bewährungsprobe. Denn nach Expertenmeinung gehe es nicht mehr darum, »ob«, sondern nur noch »wann« es zu einer CBNR-Terrorattacke kommen wird.

Stefan Schubert, Ex-Polizist und Bestsellerautor, ist bundesweit als Experte für Themen rund um die innere Sicherheit bekannt. Sein Buch zum Themenkomplex lautet: »Grenzenlos kriminell: Was uns Politik und Massenmedien über die Straftaten von Migranten verschweigen«.

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