Gut zu wissen: Auch die Linken fetzen sich!

Foto: Sahra Wagenknecht (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Sahra Wagenknecht (über dts Nachrichtenagentur)

Während die fette Spinne in der Mitte des Netzes sitzt und eine parteipolitische Fliege nach der anderen auslutscht, geht es an den Rändern derweil heftig zu. Und es ist gut zu wissen, dass nicht nur die „rechte“ Szene davon betroffen ist. Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

In der von Bundestagfraktionschefin Sahra Wagenknecht und Parteimitgründer Oskar Lafontaine angestoßenen Debatte über eine linke Sammelbewegung oder Volkspartei fordert der Linke-Parteivize und Bundestagsabgeordnete Tobias Pflüger eine Erklärung Wagenknecht in der Fraktionssitzung am Dienstag. „Sahra Wagenknecht soll den Abgeordneten erklären, auf welcher Basis sie künftig arbeiten will“, sagte Pflüger sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben). „Die Irritationen und Unruhe in Partei und Fraktion sind sehr groß“, so Pflüger.

„Wenn Sahra Wagenknecht so weitermacht, wird es schwierig.“ Parteivorstand, Fraktions- und Landesvorsitzende der Linken, die sich am Wochenende in Berlin getroffen hatten, lehnen den Vorstoß von Wagenknecht und Lafontaine ab. „Für ein Projekt der Abspaltung gibt es keine Unterstützung“, sagte Linke-Chefin Katja Kipping am Montag.

Co-Vorsitzender Bernd Riexinger sagte, er sehe derzeit keine Anzeichen, dass jemand in der Partei ein entsprechendes Projekt umsetzen wolle. „Ich gehe nicht davon aus, dass jemand solch ein Abenteuer sucht.“ Wagenknecht und Lafontaine hatten zuletzt in mehreren Interviews für eine linke Sammelbewegung oder eine „Volkspartei“ nach dem Vorbild der französischen Bewegung „La France insoumise“ geworben, die bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr fast 20 Prozent holte.

Lafontaine hatte Sonntag relativiert, dass sein Vorschlag vor allem auf enttäuschte SPD-Mitglieder ziele.

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