Zahl der Spätaussiedler steigt wieder an  

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Willkommen daheim (Bild: shutterstock.com)

Seit fünf Jahren steigt die Zahl der Spätaussiedler, die die frühere Sowjetunion verlassen und nach Deutschland übersiedeln an. Anders als mit dem Millionenheer muslimischen Immigranten gibt es mit dieser, meist gut ausgebildeten Gruppe kaum Integrationsschwierigkeiten.

1990, während des Zerfalls der kommunistischen Sowjetunion, waren rund 400.000 Spätaussiedler nach Deutschland immigriert. 2012 verzeichneten die Behörden mit 1800 Spätaussiedlern laut Welt-Online den niedrigsten Stand.

Seit dem Wegfall der Zuzugssperre für Familienangehörige steige die Zahl der Spätaussiedler, die nach Deutschland einreisen wieder kontinuierlich an. Mehrheitlich stammen die Deutschstämmigen aus Kasachstan und Russland, gefolgt von der Ukraine.

Die Integration der Spätaussiedler in Deutschland ist im Unterschied zu dem muslimischen Millionenheer, das über die Jahrzehnte nach Deutschland immigrierte und durch Angela Merkels Grenzöffnung um Hunderttausende aufgestockt wurde, gelungen. Nach Angaben des Göttinger Historikers Alfred Eisfeld sei jedoch für viele Spätaussiedler die Immigration nach Deutschland mit einem sozialen Abstieg verbunden gewesen. Dies betreffe vor allem Menschen mit Hochschulausbildung, deren Abschlüsse nicht anerkannt wurden und so eine Tätigkeit unterhalb ihrer Tätigkeiten aufnehmen mussten.

Bei den meisten der Neuankömmlinge im vergangenen Jahr habe es sich um jüngere Familien gehandelt, deren Verwandte bereits in Deutschland leben. Viele der vorwiegend aus Kasachstan und Russland stammenden Menschen hätten eine Ausbildung. (SB)

 

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