Die Zuckerpuppe von der Steinzeittruppe

Foto: Screenshot/Youtube
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Für die meisten AfD-Mitglieder kommt erst Deutschland und dann kommt die Partei. Wenn es nach der Bundestagswahl eine vernünftige Lösung mit einer Nach-Merkel-CDU, meinetwegen als Minderheitsregierung gegeben hätte, eine politische Wende um 180 Grad inklusive, so hätten sie auch einige Prozentpunkte weniger für die AfD bei kommenden Wahlen in Kauf genommen ohne zu murren.  Denn es geht ja zuerst um die Sachen: den irren Windmühlenwahn, die totale Islamisierung, die rasant fortschreitende Verrohung der Gesellschaft, die Ausrottung der normalen Familie mit den Mitteln von Steuern und Gebühren, totalitäre Meinungszensur, den unwissenschaftlichen Genderirrsinn, die physikalisch fehlerhafte Wärmedämmverordnung, das faschistoide Zwangsfernsehen und viele andere ätzende Begleitumstände unseres Lebens. Wenn man das alles los würde wie einen bösen Merkel-Albtraum, wäre die AfD verzichtbar.

Von Wolfgang Prabel

Nun kommt es genau anders herum. Die neuen biblischen Plagen, die die autistische Blutkanzlerin uns beschert hat, bleiben den Deutschen erhalten. Wir werden im Kampf gegen die Auswirkungen der Quasi-Diktatur des „Ungeheuers aus der Uckermark“ gestählt und als Ausgleich bekommen wir eine immer stärker werdende AfD. Mit zwei Oppositionsführern, die den Namen verdienen. Alice Weidel und Alexander Gauland. Ein intellektuell anspruchsvolles Programm hat eine adäquate personelle Verkörperung bekommen. Der Wähler hat alles richtig gemacht, wenn er die AfD zur stärksten Oppositionspartei gewählt hat. Gauland und Weidel werden den Regierungserklärungen im Bundestag in Zukunft als erste mit dem vollen Kontrastprogramm antworten. Nichts ist mehr alternativlos.

Wenn man da mal mit dem Untermaß vergleicht, welches bei den Grünen gestern in die Bundestagsfraktionsspitze gewählt worden ist – Katrin Göring-Eckardt (KGE) und Anton Hofreiter – kann man hoch zufrieden sein. Beide können nicht bis drei zählen. Gott sei Dank! An der ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Renate Künast kann man übrigens studieren, was passiert, wenn man seinen Kaffee bzw. Tee einige Jahre nicht mehr gesüßt hat. KGE lächelt dagegen tapfer wie die Zuckerpuppe von der Steinzeittruppe.

Aber auch bei den Regierungsparteien klemmt es intellektuell gewaltig. Der CDU-Fraktionschef Kauder ist rhetorisch ein brutaler Langweiler, der seinen Job nur behalten hat, weil er die CDU/CSU-Fraktion hart an den blutverschmierten Thron der Kanzlerin gekettet hat. Im normalen Leben wäre er wohl Einschlaftherapeut geworden.

Hier die agitatorischen Sahneschnittchen der SPD-Fraktionschefin Nahles: „Sie haben gedacht, sie brauchen uns nicht mehr, aber die SPD wird gebraucht, bätschi sage ich dazu.“ „Ab morgen kriegen sie eins auf die Fresse.“  Im Bundestag forderte sie einen Regierungswechsel: „Da-da-di da-da“, stimmte sie am Rednerpult an, das Verhalten der damaligen Regierungsfraktionen hätte sie an das bekannte Kinderlied von Pipi Langstrumpf erinnert. „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“, sang die für DSDS zu talentlose Nahles. Das reicht für die Bespaßung eines einfältigen Stadtrates (zum Beispiel von Würselen) oder vielleicht gerade noch des saarländischen Landtags. Aber ist das wirklich Bundestagsniveau? Wenn man in Lexika aus den 30er Jahren hineinsieht, ist da immer von einem kulturellen West-Ost-Gefälle die Rede. Nahles und Schulz sind die rumlaufenden Beweise, daß die Nazis sich geirrt haben.

Deutlich besser als die grüne Verbotssekte verkauft sich der FDP-Fraktionsvorsitzende Lindner. Er sperrt sich allerdings derzeit noch wie die Zicke am Strick dagegen, mit anderen Oppositionsparteien zusammenzuarbeiten. Beim Zensurgesetz zum Beispiel mit der AfD und der Linken. Die Verweigerung der Kooperation ist politischer Autismus. Die FDP ist kein weißer Riese, der alleine um die Reinheit kämpfen kann. Wenn Lindner das nicht einsieht, wird sein Erfolg ausbleiben.

Intellektuell nicht ganz so zerlumpt wie CDU, SPD und Grüne ist die Fraktionsführung der Linken. Frau Wagenknecht und Herr Bartsch haben zwar abstruse Ideen und überaus gefährliche sozialistische Illusionen, sie sind im Auftreten und in der Rede jedoch nicht so unerträglich wie die Steinzeitkommandanten Göring-Eckardt oder Hofreiter. Ab und zu haben sie auch wirklich helle Minuten, wie beim Zensurgesetz oder bei der Vergütung der Bundestagsabgeordneten. Zahlreiche antisemitische und stalinistische Hinterbänkler der Partei machen den passablen Eindruck leider völlig zunichte.

Wir können davon ausgehen, daß die Opposition parlamentarisch besser aufgestellt ist, als die nach gut 12 Jahren Merkel personell und intellektuell ausgelaugte Regierung. Viele Wähler der CDU und der SPD hatten ja gehofft, daß ihre Lieblingsparteien nach der Wahl zu alten Rezepten der Vernunft finden würden. Das hat sich mit den Grokoverhandlungen erledigt. Niemand von den schwarzen und roten Gruftis hat eingeräumt, daß er in der Vergangenheit nur Probleme geschaffen, statt gelöst hat. Diese Einsicht wäre die Basis für einen Aufbruch in bessere Zeiten gewesen.

Auf gute Wahlergebnisse der AfD in Hessen und Bayern dürfen wir uns schon mal freuen. 2019 könnte die AfD in Sachsen und Thüringen, vielleicht auch in Brandenburg stärkste Partei werden und dort das Szepter übernehmen.

Wandere aus, solange es noch geht!
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