Hollywood im Schwabenland: Nach Schindlers Liste kommt jetzt Mohammeds Liste

Foto: Screenshot
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Wo bleibt das Positive in „diesen Zeiten“ von Vergewaltigung und Messermorden. Doch da hat der Teckbote eine tolle Geschichte ausgegraben zwischen „Scheherezade“ und „Schindlers Liste“. Hauptdarstellerin: Manar, eine Flüchtlingsfrau ohne Kopftuch mit filmreifer Geschichte

Von Volker Kleinophorst

Das Leben schreibt doch immer noch die besten Stories, ist so eine alte Reporterplattitüde. Noch besser schreibt das Leben, wenn man ihm die Feder führt. Dann hat man auch die Geschichten, die man braucht. Und nichts brauchte man, nachdem es doch in der letzten Zeit immer schwieriger wird, die Taten polizeibekannter Einzeltäter als kulturelle Bereicherung zu verkaufen, so nötig wie eine positive Flüchtlingsgeschichte ohne Mullah, Männer, Messer, Kopftuch…

Ein Flüchtlingsmädchen musste her. Ein Flüchtlingsmädchen mit einer Geschichte wie aus „Tausendundeiner Nacht“. Der Teckbote aus Baden Württemberg (bei Stuttgart) hat eines gefunden. Zwar kein Mädchen, aber immerhin eine 28-jährige ohne Kopftuch und ihre Arbeitgeberin und Flüchtlingspatin Sibylle Schmid-Raichle hat gleich einen abenteuerlichen Vergleich parat:

Drei Menschen, drei Geschichten, drei Schicksale: Drei Betriebe in Owen haben sich Flüchtlingen angenommen und bieten ihnen Arbeit. Als erstes stellen wir Manar Shareef aus Syrien vor. Sie ist regelmäßig in der Filiale der SV Sparkassen-Versicherung, Gebietsdirektion Owen, und sorgt für das Wohlergehen der Mitarbeiter – sie kocht und gibt Einblick in die Kochtöpfe ihrer Heimat.

 Den Kochjob hatte man wegen ihr eingeführt, einmal die Woche auf 450-€ Basis. Wenn Manar für vier mal Kochen 450 € kriegt, neben sonstigen Transferleistungen nicht schlecht. Ihr Deutsch reiche nach zwei Jahren in denen sie außer deutsch zu lernen, eigentlich nix zu tun hatte, für Gespräche mit den Versicherten noch nicht aus. Wundert mich nicht, denn vorher steht da schon, das man zum Kochen ein Bildlexikon bemüht, wegen der exotischen Speisen die Manar zaubert.

Manar: „Ich koche gerne mit Gemüse: Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Zwiebeln, Gurken, Zitronen.

Gut das ist ja auch sehr schwierig und nicht so einfach zu kommunizieren.

Manar versteht mittlerweile fast alles …“, lobt die Chefin, die ihrer Angestellten auch bei der Wohnungssuche unter die Arme gegriffen hat.“

Manar ist Ende 2015 „zugewandert“. Da man sich als Syrer ja weltweit seinen Aufenthaltsort aussuchen kann, fiel ihre Wahl auf Deutschland, weil eine Freundin in Essen wohnt, nicht etwa weil im nahen Osten jedes Kind weiß, dümmere Kuffar als in „Islamisch Buntland“ gibt es einfach auf der ganzen Welt nicht.

Und die glauben einfach Alles, was man ihnen erzählt.

Dass sie 1987 geboren ist, ok, das ihr Vater mit seinen Frauen 16 Kinder hat, stimmt wahrscheinlich. Da sie aus Qamischli kommt, jedenfalls umkämpftes Gebiet zwischen Kurden, IS bedeutet: sie ist wahrscheinlich Kurdin, doch der Teckbote hat einfach andere Details im Auge

Die Geschichte mit dem Mäzen. Geben wir ihm aus dramaturgischen Gründen den auch in Deutschland immer beliebteren Männervornamen Mohammed: „Sie hat eine Art Mäzen, ähnlich wie Schindlers Liste (Mohammeds Liste), der pro Familie Geld für die Flucht zur Verfügung stellt“, erklärt Sibylle Schmid-Raichle. Die Wahl fiel auf Manar. Ob Manar sich das ausgedacht hat, oder ihre Chefin bleibt offen. Wer den Vergleich zu Schindlers Liste zieht, hat entweder den Film nicht gesehen und wenn, möchte man ausgerechnet die größten Judenhasser hier als die neuen Juden präsentieren? Das ist schon abscheulich. Ob Manar den Film überhaupt kennt? Kann mir kaum vorstellen, das Schindlers Liste in syrischen Kinos der Hit war, geschweige denn dort dauernd im TV läuft.

Jetzt wird es richtig abenteuerlich.

Vorher noch mal kurz zusammengefasst: Ein geheimer Wohltäter sponsert die Flucht nach Europa. Die Wahl für diese gefahrvolle Reise fällt auf eine 28-jährige Frau, obwohl es sonst doch immer heißt, es kommen nur Männer, weil es für Frauen viel zu gefährlich ist. Die Frage, wie oft Manar auf der Reise sexuell belästigt wurde, ohne einen männlichen Beschützer, stellt die Reporterin nicht. Manar kann wohl Mikado oder ist aus Eisen.

Nächstes Problem: Frauen haben so einen schlechten Orientierungssinn:

Zwischen zwei und drei Stunden war die junge Frau unterwegs, ehe sie die Grenze passierte.

 Dazu muss man wissen: Qamischli ist ein Grenzort, auf der türkischen Seite liegt Nusabyn. Die Orte gehen ineinander über. Wenn man da aufgewachsen ist, weiß man natürlich nicht, wo da die Grenze verläuft. Die 16 Geschwister auch nicht.

Nachdem sie nun die paar hundert Meter zurückgelegt hatte, blieb sie in erst in der Türkei, dann mit kleinem und etwas größerem Boot nach Griechenland. „Mit Bus und Zug machte sie sich dann an Land auf den Weg, der sie quer über den Balkan und Österreich führte, ehe sie in Heidelberg ankam.“

Ganz alleine, was für eine Frau. Und was das für ein Geld gekostet hat. Aber man hatte ja den Mohammed „fast so wie Schindlers Liste“. (Da komm ich nicht drüber weg.) Wenn nur einer gewusst hätte, dass man auch viel einfacher und billiger hätte einreisen können.

Denn bereits seit 2013 konnten Syrer sich aus der Türkei einfliegen lassen. Deutschland zahlte und zahlt. Wer auf Mohammeds Liste stand und ein eigenes Ticket zahlen konnte, hatte es auch nicht so schwer. Opodo wirbt mit Flügen für 9 €.

Hört sich nur nicht so gut an.

Aber so, ganz besonders bei einer allein reisenden Frau, einfach vollkommen unglaubwürdig. Wie soll die ihr Geld beschützt haben?

Die Absicht des Artikels wird auch noch an anderer Stelle deutlich.

Von ihrer Religion, und bei dem Vater mit den zwei Frauen und den 16 Kindern können wir natürlich nur raten, welche das sein könnte, ist nicht die Rede. Zur Zeit kein Thema. Manar trägt auch kein Kopftuch. Was müssen die nach der gesucht haben.

Deutschland  im Doku-Soap Modus, deswegen der Schluss des Textes ungekürzt aber kommentiert:

„In Aleppo hat sie Jura studiert (Aus Syrien kommen nur Leistungsträger.). Weil dort alles zerbombt ist, wollte sie weg. Die Wahl fiel auf Deutschland, weil ihre Freundin in Essen lebt (Man braucht halt seine Parallelgesellschaft). Die besucht sie regelmäßig, ebenso ihren Freund in Braunschweig (Seht ihr, die sind ganz normal.). Den Iraker hat sie in Essen kennengelernt. „Ich kann nicht einfach den Wohnort wechseln(Diskriminierung), sagt sie, hofft aber, dass es irgendwann mit dem Umzug klappt. Zurück nach Syrien will sie nicht, dort gebe es keine Arbeit. (Na da muss sie doch bleiben, oder?) Manar möchte gerne im Kindergarten arbeiten. (Als Juristin?) „Mir gefällt es in Deutschland. (Echt jetzt: Money for nothing, gefällt ihr.) Ich mag den Regen (Noch süßer, wie ein Kind,  muss man sich drum kümmern.) – aber manchmal ist es ein bissle (Schon fast eine Schwäbin) kalt“, sagt sie mit einem fast entschuldigenden Unterton (Angst vor Fremden. Pah.). „Manar versucht sich zu integrieren, sie kapselt sich nicht ab. (Sie hat einen Freund aus dem Irak, ihre beste Freundin ist Syrerin und deutsch kann sie auch nicht so richtig.) Sie war schon beim Volleyball dabei und in Höhlen auf der Alb (Sie hat an zwei Exkursionen teilgenommen. Dafür gibt es ein Sternchen.)“, sagt Sibylle Schmid-Raichle, die auf eine gute Zukunft in Deutschland für ihren Schützling hofft. (Wenn es schief geht, darf aber sicher der Steuerzahler einspringen Frau Schmidt-Raichle?).

Was einem so alles unter die Weste gejubelt wird, bis ins kleinste Provinzblatt. Diese Geschichte ist auf dem Niveau Syrer findet Geld auf der Straße…

Seht her, sind alles „Menschen“ wie wir, die doch nur ihr Glück machen wollen. Keine Mordbuben. Da muss man doch Verständnis haben. Angst vor Fremden ist Blödsinn und außerdem verboten.

Wann der Rest ihrer Sippe unserer Land bereichert, war der Reporterin keine Frage wert.

Ich glaube, was die ganzen Versorgungsmigranten, radikalen Moslems, marokkanischen Syrer, afrikanischen Dealer, jugendlichen Messerbubis und kriminellen Glückritter in Doofland am geilsten finden, dass man hier wirklich jeden Scheiß erzählen kann.

Denn: Hier werden sie geglaubt.

PS.: Da ich Manar Shareef … nicht selbst interviewt habe, kann es natürlich sein, das ich an der ein oder anderen Stelle falsch liege und sie so etwas wie ein positiver Einzelfall ist. Berufs- und Lebenserfahrung stehen dem entgegen.

Wandere aus, solange es noch geht!
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