Abt. Dreck & Nation: Donald Trumps „Dreckslochländer“

Foto: Imago
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Das tägliche Aufregerchen ist wieder unterwegs. Donald Trump hat behauptet – und das Weiße Haus hat es nicht dementiert – , daß zu viele Immigranten aus „Dreckslochländern“ in die USA kämen. Das Gutmenschentum hyperventiliert wie üblich. Eine Begriffsklärung.

von Max Erdinger

Was ist ein „Dreckslochland“? Als Dreckslochländer bezeichnet der Aufrichtige solche Länder, die er auch Dreckslöcher nennen könnte, ohne daß sich am Informationsgehalt seiner Rede Entscheidendes ändern würde. Seit Rhodesien zu Zimbabwe geworden ist, hat es sich von einer blühenden Nation zu einem sog. Dreckslochland zurückentwickelt. Experten sprechen auch von einem degenerativen Phänomen. Mit Venezuela sieht es nicht viel besser aus. Die meisten „Dreckslochländer“ gibt es aber auf dem afrikanischen Kontinent. Keine funktionierende Kanalisation, keine Müllentsorgung, katastrophale Hygienezustände in Krankenhäusern, exorbitante Inflation, hohe Säuglingssterblichkeit, ständig sinkendes Durchschnittsalter, hohe Kriminalitätsraten, fehlende Rechtssicherheit und korrupte Regime sind Indizien dafür, daß es sich um ein „Dreckslochland“ handelt.

Da der Aufrichtige ungern lügt und die Dinge viel lieber bei ihrem Namen nennt, hat Donald Trump solche Länder mit entwaffnender Offenheit als das bezeichnet, was sie sind: Dreckslochländer.

Daß Donald Trump noch nicht von „Arschlochsländern“ gesprochen hat, in denen man sich phantasievolle Begriffe für so unkomplizierte Bezeichnungen wie etwa „Halbneger“ ausdenken muß, um von den schnappatmenden Arschlöchern nicht politisch verfolgt zu werden, bedeutet nicht, daß Donald Trump keine Arschlochsländer kennt. Er hat nur noch nichts über sie gesagt. Was sind also „Arschlochsländer“?

Ein kennzeichnendes Merkmal von „Arschlochsländern“  ist, daß es dort unglaublich viele Arschlöcher gibt. Bisweilen werden solche Länder auch von Weibern regiert. Ein gemeinsames Merkmal aller bekannten Arschlochsländer ist wiederum, daß dort die Weiber vergöttert werden und die vormaligen Männer zu linksdrehenden Punzenfiffis degeneriert sind. Das kann man daran erkennen, daß sie Männer wie Donald Trump hassen, weil er ihnen demonstriert, was sie selbst sein könnten: Männer, die sich ihre Sprache nicht vorschreiben lassen.

Wenn Trump etwas sagt, merken sie immer, wie degeneriert sie selbst sind – und da sich selbst der ärgste Punzenfiffi im größten Arschlochsland der Welt nicht gerne für degeneriert hält, projiziert er seine eigenen Defizite auf denjenigen, der sie ihm zeigt. Projektion ist ein großes Problem in den sog. Arschlochsländern. Ein Beispiel: In einem großen mitteleuropäischen Arschlochsland sind es die denksystematischen Obernazis, die alle Antinazis als Nazis bezeichnen, weil sie von den Antinazis kritisiert werden für Sachverhalte, die eindeutig nazi sind. Die Nazis projizieren ihre Vorliebe für nazimäßiges Handeln auf diejenigen, die ihnen lediglich den Spiegel vorhalten. Die Abschaffung der freien Rede, Boykottaufrufe gegen Andersdenkende, körperliche Übergriffe und Morddrohungen sind eben typisch nazi. Das wollen die roten Nazis nicht wahrhaben, weil sie sich selbst nicht als systematische Nazis begreifen wollen. Kleine rote Nazis werden gerne Propaganda – oder Justizminister in Arschlochsländern, wobei Klumpfüßigkeit aber keine Bedingung ist.

Es gibt aber auch „Hoffnungsländer“. Die USA sind seit über einem Jahr ein „Hoffnungsland“. Alle Aufrichtigen dieser Welt hoffen nämlich, daß es Donald Trump gelingen möge, umzusetzen, was er angekündigt hat: Aufzuräumen mit den Arschlöchern, die es über kurz oder lang noch immer geschafft haben, aus einem vormaligen „Arschlochsland“ ein „Dreckslochland“ voller Arschlöcher zu machen.

Es gibt leider keine wirklich seriöse Quelle für das Folgende, aber das Gemunkel darüber nimmt täglich so zu, daß demnächst mit einer seriösen Berichterstattung zu rechnen sein wird: In den USA soll es angeblich bereits zehntausend versiegelte Anklageschriften gegen Arschlöcher geben, illustre Namen darunter, George Soros, die Podesta-Brüder und George Bush senior z.B.

Wir werden sehen, wie sich das entwickelt. Bis dahin wünsche ich allen Nichtnegern, Halb- und Vollnegern weiterhin spannende Unterhaltung, ganz egal, ob sie in Dreckslochländern, Arschlochsländern oder Hoffnungsländern hyperventilieren. Schönen Tag noch!

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