Realitätsflash bei „Özdemir piep Over“

Foto: Wikipedia/ Von Ralf Roletschek - Eigenes Werk, GFDL 1.2, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54964964
Von Ralf Roletschek - Eigenes Werk, GFDL 1.2, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54964964

Was für eine Karriere. In der Grundschule eine 5 in Deutsch und dann fast Außenminister. Doch jetzt das Altenteil. Untrügliches Zeichen für das Karriereende: Ein neues Verhältnis zur Wahrheit

Von Volker Kleinophorst

Ich sag es ja immer: Gewinnen macht träge. Wer verliert, der lernt. Der harte Aufprall und die nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen gereifte Erkenntnis „Des woars Bubele“ hatte auf Cem Özdemir eine bewusstseinserweiternde Wirkung. Der Enttäuschte kann jetzt sogar die Realität erkennen. Das führt zu einer Neubewertung der Verhältnisse. Und so gab der „Erleuchtete“ der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung FAS ein erstaunliches Interview. Özdemir „drehte für die FAS einmal seine Weste auf weiß“ meint dazu Alexander Wallasch auf Tichys Einblick in „Zuwanderer treten Gleichberechtigung von Frauen mit Füßen“.

Die neuen Erkenntnisse des Cem Ö. oder was interessiert mich der Quatsch von gestern:

Die Kriminalität von Migranten: „Das können auch die Grünen nicht wegdiskutieren.“

 Willkommenskultur: „Reflexe in unserer Partei, die Realität nicht genau wahrzunehmen.“

 Belästigte Frauen: „Meine Frau kommt aus Südamerika und berichtet von unangenehmen Erfahrungen in der U-Bahn in Kreuzberg mit solchen Jugendlichen. Ihre Freundinnen, die Ähnliches erleben, würden nie und nimmer zu uns Grünen gehen mit ihren Erlebnissen, weil sie glauben, mit uns kann man über diese Realität nicht sprechen. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen und nicht reflexartig alles abwehren. Wenn die Gleichberechtigung von Frauen mit Füßen getreten wird, dann macht es für mich keinen Unterschied, wem diese Füße gehören. Da kann es keine doppelten Standards geben. Wer hier keine Bleibeperspektive hat, muss das Land so schnell wie möglich verlassen.“

 Grüne Faulpelze: „Ich habe vielleicht aufgrund meiner Biografie weniger Probleme mit dem Leistungsbegriff als Teile meiner Partei.“

Natürlich stänkert er in der FAS noch gegen Lindner, der ja seinen Traum auf dem Gewissen hat, den „Teejungen“ Gabriel, der seinen Traum immer noch lebt und Boris Palmer, der ihm zeigt, dass es sich für ihn langsam ausgeträumt hat.

Dass Özdemir bisher das exakte Gegenteil vertreten hatte, schließlich sagen das auch von ihm und seiner Partei als rechtspopulistisch wenn nicht rechtsradikal Verunglimpfte seit Jahren? Ficht ihn nicht an.

Ihm, seiner Partei und seiner Partnerin im Spitzenduo „Das Land wird sich ändern und zwar drastisch“ Karin Göring-Eckardt war doch selbst Merkels Politik noch nicht Willkommen genug. Tja, öhm, äh…

Man muss sich doch bei dem Interview dieses Wendehalses nur eine einfache Frage stellen?

Hätte Özdemir das Gleiche gesagt, wenn er heute Außenminister wäre?

Alles klar?

Ps.: Die Özdemir Zitate sind dem Text von Alexander Wallasch „Cem Özdemir: Zuwanderer treten Gleichberechtigung von Frauen mit Füßen“ auf Tichys Einblick entnommen (Link oben). Die Printausgabe der FAS mit dem Originalinterviews lag uns leider nicht vor.

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