Hessischer Rundfunk verteidigt umstrittene Kika-Dokumentation

Foto: Screenshot/KiKa
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Frankfurt/Main – Naivität oder Kuppelei?: Der Hessische Rundfunk hat sich gegen die Kritik an der Kika-Dokumentation über ein junges deutsch-syrisches Liebespaar gewehrt. Tanja Nadig, betreuende Redakteurin beim Hessischen Rundfunk, sagte der „Welt“ (Donnerstagsausgabe): „Viele Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Unsere Töchter und unsere Söhne werden sich in Menschen verlieben, die nicht deutsch sind, und es wird immer häufiger gemischte Paare geben.“

Das sei nicht erst seit der Flüchtlingskrise der Fall. Auch die Kritik an der Auswahl der beiden Protagonisten weist Nadig zurück: „Wir wollen niemanden vorführen, und wir haben keinen pädagogischen Zeigefinger.“ Das Ziel sei es gewesen „eine Liebesgeschichte zu zeigen“.

Dabei habe man auch die Probleme der Beziehung offenbart: „Es war uns ganz wichtig, nichts zu beschönigen.“ So habe die Dokumentation auch die Sorgen der Eltern thematisiert – zum Beispiel, dass die 16-jährige deutsche Protagonistin sich nicht selbst treu bleibe. Nadig zeigt sich nach der großen öffentlichen Aufmerksamkeit besorgt um die beiden Protagonisten: „Die beiden haben ja nichts getan. Wir müssen sehen, dass wir die beiden schützen.“

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