Leipziger Buchmesse: Aussteller planen Aktionen gegen „rechte Verlage“

Hintergrundbild: shutterstock.com/ Screenshot
Meinungsdiktatoren auf der Leipziger Buchmesse (Hintergrundbild: shutterstock.com/ Screenshot)

Leipzig – Vom 15. bis 18. März findet die Leipziger Buchmesse 2018 statt. Nachdem auch hier – wie bei der Frankfurter Buchmesse des vergangenen Jahres  – Verlage aus dem rechtspolitischen Spektrum ausstellen werden, regt sich bei den selbsternannten Meinungsgebern Widerstand.

So hat die Initiative #verlaggegenrechts sich bereits in Stellung gebracht und mehrere Veranstaltungen angekündigt. Mit „Diskussionsrunden gegen Rechts“ wolle man „aufrütteln“ und deutlich machen, dass jetzt die Zeit gekommen sei, um sich – natürlich gegen Rechts – zu positionieren.  So nehmen unter anderem „Autorinnen mit Fluchterfahrung“ an der Initiative teil, verkündet die Mitinitiatorin Lisa Mangold.

Messedirektor mimt Toleranz

Ende Dezember starteten die Kämpfer gegen Recht eine Crowdfunding-Kampagne. Mit den bislang zusammen gekommenen 7.500 Euro soll Material wie Broschüren, Plakate, Lesezeichen und Buttons produziert werden, die dann auf der Leipziger Buchmesse verteilt werden. Ebenfalls will man die Anreise zur Veranstaltungsreihe „Die Gedanken sind bunt“ für „Referent*innen mit wenig/keinem Einkommen“ zu unterstützen.

Den Aufruf „gegen reche Hetze auf der Leipziger Buchmesse 2018“ haben nach eigener Angabe der  „Verlag gegen Rechts“ –Aktivisten bereits über 45 Verlage und 100 Einzelpersonen unterschrieben. Darin heißt es unter anderem: „Wir nehmen die Präsenz völkischer, nationalistischer und antifeministischer Verlage nicht wort- und tatenlos hin. Und werden wie in den letzten Jahren Protest organisieren, wo immer wir auf sie treffen.“

Wie die Leipziger Volkszeitung berichtete, habe Messedirektor Oliver Zille erklärt, dass Verlage aus dem rechten Spektrum ebenso in Leipzig ausstellen dürften wie alle anderen Kunden auch, solange sich die Publikationen im Rahmen der Gesetze bewegen. Die Buchmesse sei der Meinungsfreiheit verpflichtet. Damit ende jedoch die angebliche Toleranz von Zille auch schon, meint das Portal Unzensuriert. Denn Zille wolle die „Initiative #verlagegegenrechts“ wohlwollend unterstützen. Die linken Meinungsdiktatoren rund um Lisa Mangold erhalten vom Veranstalter der Messe die benötigten Räumlichkeiten für ihre Aktivitäten zur Verfügung gestellt.

Tumulte in der Linksextremistenhochburg Leipzig sind vorprogrammiert

Parallelen zeigen sich hier zur Frankfurter Buchmesse im Oktober des letzten Jahres. Wie jouwatch berichtete, hatte der Börsenverein des deutschen Buchhandels zu ganz ähnlichen Aktionen aufgerufen.  Der „Arbeitskreis Buchmesse gegen Rechts“ wandte sich im Vorfeld in einem offenen Brief an die Leitung der Frankfurter Buchmesse.

Nachdem auch diese Meinungsdiktatoren Aussteller wie den Antaios-Verlag, den Manuscriptum-Verlag oder die Junge Freiheit nicht verhindern konnten, stellte die Messeleitung der Amadeu-Antonio-Stiftung einen Stand zur Verfügung, um von linker Seite gegen den ungeliebten Verlag „Flagge zu zeigen“. Gleich zu Beginn der Messe marschierten – unterstützt von Frankfurts SPD-Oberbürgermeister Feldmann – die angeblichen Demokraten vor den missliebigen Verlagen auf. In der Folge wurden Ausstellerkojen unliebsamer Verlage beschädigt, Bücher gestohlen und Werbematerial unbrauchbar gemacht. Buchpräsentationen der Autoren Akif Pirinçci, Caroline Sommerfeld und Martin Lichtmesz wurden aktiv gestört. Der Veranstalter indes ließ die Randalierer lange ungehindert agieren.

Angesichts der bereits angelaufenen Mobbing-Planungen und der von der Politik geduldeten linksextremistischen Umtriebe in der Stadt sind für Leipzig ähnliche Tumulte, wie sie auf der Frankfurter Buchmesse stattgefunden haben, somit auch in der Linksextremistenhochburg Leipzig vorgezeichnet. (SB)

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