Catherine Deneuve steht gegen #MeToo-Kampagne auf

Foto:Durch Denis Makarenko/shutterstock
Catherine Deneuve (Foto:Durch Denis Makarenko/shutterstock)

In Zeiten, in denen ein nett gemeintes Kompliment schon als sexuelle Belästigung gilt, zeigen in Frankreich prominente Frauen Mut und wenden sich gegen die ausufernde nahezu hysterisch geführte #MeToo-Hatz.

In der Tageszeitung Le Monde veröffentlichte Schauspielerin Catherine Deneuve zusammen mit rund 100 anderen Frauen einen offenen Brief, in dem sie die „Freiheit zu belästigen“ fordern.

Vergewaltigung sei ein Verbrechen aber hartnäckiges, Galanterie oder ungeschicktes Flirten nicht, so die Frauen, unter ihnen Wissenschaftlerinnen, Journalistinnen und Künstlerinnen.

Die #MeToo- Anschuldigungen hätten in der Presse und den sozialen Netzwerken eine „Welle der Säuberung, die keine Grenzen kennt“ ausgelöst. Ohne die Freiheit zur Belästigung, die Ausdruck der sexuellen Freiheit sei, würde jede Gesellschaft in den Puritanismus zurückfallen.

Unter dem Schlachtruf „Verpfeif Dein Schwein“ seien viele Männer wie Tiere zum Schlachthof geführt worden und hätten keine Chance auf Verteidigung. Dieses Verhalten diene einzig und allein den „Feinden sexueller Freiheit, religiösen Extremisten und schlimmsten Reaktionären.“

„Männer wurden in der Ausübung ihrer Berufe sanktioniert, sie mussten zurücktreten, obwohl ihr einziges Vergehen war, ein Knie berührt, einen Kuss zu ergattern versucht oder ‚Intimes’ während eines professionellen Abendessen angesprochen zu haben oder auch Nachrichten mit sexueller Konnotation an eine Frau geschickt zu haben, bei der die Anziehung nicht auf Gegenseitigkeit beruhte“, so die Unterzeichnerinnen des Aufrufs.

Es sei ein gesellschaftliches Klima entstanden, in dem sogar berühmte Kunstwerke auf denen nackte Frauen zu sehen seien, zensiert werden.

Auch in Deutschland ist eine regelrechte #MeToo-Jagd ausgebrochen, deren jüngstes mutmaßliches Opfer der Regisseur und Filmproduzent Dietmar Wedel ist. Ihm wird von drei Frauen die ganze Bandbreite von sexueller Nötigung bis hin zu Vergewaltigung vorgeworfen. Wedel hat alle Vorwürfe zurückgewiesen und an Eides statt versichert, dass alle die Anschuldigungen falsch sind.

Alle Vorwürfe liegen mehr als 20 Jahre zurück, wären verjährt, könnten somit strafrechtlich nicht mehr verfolgt und aufgeklärt werden. Es steht in diesem Fall Aussage gegen Aussage. (MS)

 

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