DER WEDEL und #metoo

Foto: Imago
Foto: Imago

Dass Dieter Wedel ein Choleriker und Womanizer ist oder zumindest war, ist nun wirklich keine Meldung. Doch die deutsche #metoo-Bewegung braucht ihren Weinstein. Da ist jedes Mittel Recht, genau wie früher, als man sich an ihn rangeschleimt hatte

Von Volker Kleinophorst

Ich muss ja über #metoo, die rechtswidrige Diffamierungskampagne, eigentlich lachen. So dämlich, so peinlich. Wie krampfhaft Medien und Politik auf diesen unbewiesenen Behauptungen ihr Süppchen kochen. Besonders daneben wie immer zu solchen Themen: Die Genderpostille Die Zeit, die mal wieder üble Nachrede (wer würde bestreiten, das dies eine weibliche Kernkompetenz ist) mit Journalismus verwechselt. Manchmal habe ich meine Zweifel, ob die am Speersort in Hamburg überhaupt noch welche haben, die den Unterschied kennen.

Die Glaubwürdigkeit der Frau ist ja bei jeder Behauptung niemals Gegenstand der Diskussion. Frauen lügen nie, besonders Schauspielerinnen (also professionelle Lügnerinnen)  sind in der Wahrhaftigkeit buddhistischen Mönchen gleichgestellt. Zeigte ja schon der Fall Kachelmann.

Nun habe ich das Glück, das Verhalten von Frauen gegenüber solchen Klasse-A Zielen wie Hans Joachim Friederichs, Udo Jürgens, und eben auch Dieter Wedel live zu beobachten.

Als erstes fällt auf solchen Veranstaltungen immer auf:

Die Frauen müssen offensichtlich schon am Vorabend vor der Türe gewartet haben, denn die ersten Reihen sind komplett von ihnen okkupiert.

Jede direkt aus dem Kosmetiksalon inklusive Friseurbesuch. Neues Kleid, gerne so sexy, wie geht. High Heels Pflicht.

Alle schon ganz hyper, bevor DER WEDEL überhaupt den Raum betritt. Als er eintritt, distanzieren schon die ersten „Damen“, die DEN WEDEL schon mal getroffen haben, mit einem „Hallo Dieter, weißte noch…“, die anderen Fan-Girls (keine Altersbeschränkung) auf die Plätze.

Ja: ICH kenn DEN WEDEL.

Dieter Wedel selbst ist ein kleiner Mann mit gewöhnungsbedürftiger Frisur. Wäre er Abteilungsleiter einer Versicherung und nicht einer der größten deutschen TV-Regisseure, und zur damaligen Zeit einer, der die interessantesten Rollen in Deutschland zu vergeben hatte, hätten diese Starfucker (frei nach den Rolling Stones) ihn nicht einmal bemerkt.

Aber DER WEDEL der darf sogar Mini-Pli, die weiße Socke unter den Frisuren.

Jede Bemerkung von DEM WEDEL, wird in den Frauenreihen ekstatisch gefeiert. Nun ist er ein witziger Erzähler und auch wir hinten sitzenden Männer waren amüsiert.

Doch wie da in der ersten Reihe „mit der Unterhose gewunken wurde (ein Spruch meiner Oma, der vielleicht nicht pc aber unglaublich anschaulich erklärt, was da läuft)“ das war peinlich, wie auch meine weibliche Begleitung (sind ja nicht alle so) mir bestätigte.

Fragestunde: Kein Mann hatte das Wort. Alle Mädels hatten eine Frage.

Gern fing sie mit einem „Hallo Dieter“ an, um nochmal klar zumachen, für alle die es noch nicht wissen: ICH kenn DEN WEDEL.

Als alter Frauenfreund kriege ich mich vor Lachen schon nicht mehr ein. Doch als dann die ganzen Weiberhorde am Ende der Veranstaltung nach vorne stürmte, musste man fast Angst um DEN WEDEL haben.

Dass man sich gegen diesen kleine Kerl nicht zur Wehr setzen kann, finde ich ziemlich erstaunlich. DER WEDEL ist kein Terminator.

Wenn DER WEDEL jedenfalls auch mal gerne mit einem männlichen Veranstaltungsteilnehmer gesprochen hätte: Schlechte Karten.

Kurz: Solche Männer wie ein Dieter Wedel müssen keine Frauen bedrängen, sie werden bedrängt, den lieben langen Tag. Frauen werfen sich in seinem Weg, tief ausgeschnitten. Die haben mehr Angebote als sie jemals abarbeiten können.

Was er daraus macht und mit wie vielen Frauen er gleichzeitig was laufen hat, das geht uns doch nun wirklich nichts an.

Ähnliches erlebte ich bei Udo Jürgens und Hans Joachim Friederichs. Friederichs, wohl kein Womanizer, der gerne mal…, hat sich mir gegenüber darüber lustig gemacht, als ich mit ihm nach einer Veranstaltung am gleichen Tisch saß. Er meinte: „Das geht ja nicht um mich, es geht um den Mann von den Tagesthemen“. Ich glaube Ha-Jo war kein „Frauenversteher“.

Wenn der Stern sinkt und Wedel wird mit 75 wohl so viel nicht mehr machen, dann kann Frau allerdings ein „Neubewertung“ vornehmen und mal schauen, ob DER WEDEL nicht wenigstens noch für #metoo taugt.

Denn im Alter werden alle Huren heilig. Den Männern, die meinen diesen verlogenen Medienhype #metoo moralisch stützen zu müssen, wie Meedia Autor Marvin Schade, ein Satz von Udo Jürgens für das Poesiealbum:

„Es ist leicht den Tugendhaften zu mimen, wenn man keine Angebote bekommt.“

Übrigens auch ich hatte natürlich schon unterschiedliche Position: Als Redaktionsleiter bei RTL bekam ich die meisten Avancen, als Sozialhilfeempfänger die wenigsten.

Überrascht?

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...