Wenn KIKA Opfer produziert

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Zwangsgebühren finanzierte Unverantwortlichkeit im öffentlich-rechtlichen KIKA: "Schau in meine Welt! - Malvina, Diaa und die Liebe" (Bild: Screenshot)

Nach zahllosen sexuellen Übergriffen, nach mehrfachen lebensbedrohlichen Attacken und selbst nach Todesopfern erzählt KIKA – der öffentlich-rechtliche Kinderkanal von ARD und ZDF – seinen jungen Zuschauern die Liebesgeschichte von der 16-jährigen Malivia und dem „jungen syrischen Flüchtling“ Diaa.

Unsterblich sind die 16-jährige Malivia und der syrische Flüchtling Diaa seit 17 Monaten ineinander verliebt. Der Kinderkanal KIKA, erzählte Ende November der vergangen Jahres die „Liebesgeschichte“ des „alterslosen Jungen“ aus Syrien und der 16-jährigen Malivia. Unter dem KIKA-Thema „Schau in meine Welt!“ wurden die jungen Zuschauer davon überzeugt, dass es – trotz Unterschiede – ganz toll klappt, wenn ein syrischer Muslim und eine junge Deutsche ein Liebesverhältnis haben.

Keine kurzen Kleider oder Hosen

Da der mit einem salafistischen Vollbart gesegnete „Junge“ namens Diaa, an seiner muslimischen Kultur und seinem muslimischen Glauben sehr hängt, möchte er nicht, dass die 16-jährige Malivia kurze Kleider oder Hosen trägt. Und damit er Malivia auch möglichst schnell unter seine Fuchtel bekommt, würde er auch sehr gerne bald das deutsche Mädchen heiraten. Malivia – eine selbständige junge Frau mimend – bestätigt, dass es „manchmal gar nicht so einfach ist, wenn ein deutsches Mädchen und ein arabischer Junge sich ineinander verlieben“. Malivia lamentiert darüber, dass ihr von Gleichaltrigen unterstellt werde, dass sie „keinen Besseren“ als den syrischen „Flüchtling“ finden würde.

Aber da gibt es ja zum Glück ihren besten Freund Pascal. Dass seine Freundin von diesem umarmt wird, toleriert der oft eifersüchtige Diaa nicht immer. Wenn andere Typen mit seiner Freundin reden, das mag der junge Muslim nicht. „Sie gehört mir. Und ich gehöre ihr. So ist die Regel bei mir“, gibt der Hereingeflüchtete freimütig zu. Pascal, der gute Freund, findet sodann auch versöhnliche Worte. Das liege halt an seiner Kultur, wenn Diaa ab und an doch „stark“ in das Leben seiner „besten Freundin“ eingreife.

Als Flüchtlingshelferin im Flüchtlingsheim aktiv

Kennen gelernt haben die beiden sich in der Asylunterkunft, wo Diaa wohnt, nach dem er Syrien – ohne wirkliche Not – verlassen hatte. In der Unterkunft opferte Malivia ihre Freizeit und kümmerte sich um „Flüchtlingskinder“. Seither lernt Malivia unter Anleitung von Diaa die syrische Sprache und verzichtet aus Liebe zu ihm auf Schweinefleisch. Das stört die junge Frau nicht „unbedingt“.

Nachdem sich die beiden näher gekommen sind, wurde Malivia von ihrem Herzensmann gefragt, ob sie denn nicht gerne Muslima werden würde. Nein, das will Malivia nicht und hält zur Bestätigung des Gesagten lachend ihr um den Hals hängendes Kreuz in die öffentlich-rechtliche Kamera. Ach ja – und eine Emanze sei sie auch.

Der junge Zuschauer erfährt nebenbei, dass Diaa seit zwei Jahren versucht, seine gesamte Familie nach Deutschland zu bekommen. Von Erfolg gekrönt, sei nun endlich seine Sippschaft inklusive bekopftuchter Schwester und Mutter, inklusive zweier Brüder angekommen, berichtet Diaa. Sein Vater allerdings scheint von seiner Liaison nicht begeistert. Dieser fände es besser, wenn sein Sohnemann eine syrische Frau heiraten würde, da er dieser weder seine Kultur noch seinen Glauben „erklären“ müsse.

Ein gebührenfinanzierter, manchmal tödlicher Alptaum

Malivias Eltern indes scheinen – nicht wie im Fall der nun toten Mia aus Kandel – den Muslim bedingungslos als zukünftigen Schwiegersohn hinzunehmen. Die Befürchtung, dass ihre angeblich emanzipierte Tochter unter einer Burka verschwinden könnte oder sich „verliert“, diese Befürchtung artikulieren die Eltern der 16-Jährigen dann doch. Die Tochter sieht die Sorgen als unbegründet, teilt aber gleich im nächsten Satz mit, dass ihr ihre Liebe wichtiger sei, als eine Hotpants oder ein kurzes Kleid zu tragen.

Die junge Malivia zeichnet unter Anleitung und Regie des gebührenfinanzierten KIKA-Kanals ihren ebenfalls jungen Zuschauern das Bild einer ganz normalen Beziehung. Und das Mädchen ist sich sicher: Wenn sie sich nur ganz doll liebhaben, dann wird das auch was mit dem muslimischen Ehemann in spe.

Eine Fiktion, die vom öffentlich-rechtlichen Kinderkanal KIKA in die Köpfe von jungen Mädchen mit den Zwangsgebühren ihrer Eltern ungehindert gesetzt werden kann. Eine Fiktion, der mutmaßlich auch die nun tote Mia und unzählige deutsche Mädchen, die nur um Haaresbreite eine solche Beziehung überlebt haben, sich Dank KIKA bis jetzt noch zurecht träumen dürfen. Ein gebührenfinanzierter, manchmal tödlicher Albtaum. (SB)

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