Ludwigshafener Anschläge: 18-jähriger „Wiener“ machte Kind zum Attentäter

Symbolfoto: Collage
Symbolfoto: Collage

Wegen der missglückten Anschläge in Ludwigshafen legte in Wien die Staatsanwaltschaft die Anklage vor. Sie geht davon aus, dass ein 18-jähriger „Wiener“ dahinter steckt. „Sabur Ibn Gharib sei ein gefährlicher Islamist

Am 26. November hatte ein 12-jähriger eine selbst gebaute Nagelbombe auf dem Weihnachtsmarkt und am 5. Dezember eine weitere Bombe am Ludwigshafener Rathauscenter abgelegt. Beide Sprengsätze gingen nicht hoch, weil fehlerhaft gebaut. Der junge Täter, der nicht strafmündig ist, soll über das Internet instruiert worden sein, berichtete damals der SWR.

War es für den SWR noch am 18.1. 2017 offen, ob es einen islamischen Tathintergrund gab, sah es schon früh genau danach aus. Die Anklageschrift der Wiener Staatsanwaltschaft bestätigt das, so derStandart.at:

Ein 18-jähriger „Wiener“ mit albanischen Wurzeln, der sich wohl im Knast (29 Monaten, schwerer Raub, mit 16) radikalisierte, soll das 12-jährige „Problemkind“,  schon in der Grundschule auffällig gewesen, angestiftet und gesteuert haben.

„Der noch nicht rechtskräftigen Anklage zufolge soll der 18-Jährige dem Zwölfjährigen nicht nur eine Anleitung zum Herstellen einer Bombe in Form eines PDF-Files geschickt haben, wobei er sich als „Terroristen-Chefkoch“ bezeichnete. Er soll dem Strafunmündigen auch vorgegeben haben, den Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt und nicht – wie das Kind beabsichtigt hatte – in einer Kirche zu verüben.“

Sollten die Anklage der Staatsanwaltschaft Wien korrekt sein, sind die Vorwürfe gegen über dem 18-jährigen, der am 20.1.2017 in Wien verhaftet wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt, deutlich umfangreicher als bisher. Er soll Mitglied des IS gewesen sein, habe dort Treue geschworen.

„Bis zuletzt soll ihn sein Wiener Gesprächspartner bestärkt haben. „Zieh ’ne fette Jacke an … Dann geh hinter eine Hütte und zünde an und lauf vor.“

Allein technisches Versagen habe eine Katastrophe verhindert. (VK)

 

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