Fachkraft vor Gericht: Syrischer Friseur kann nicht Schere, aber Messer

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Es geht um den Mordversuch des syrischen Friseurs Mohammed H. an seiner Chefin Ilona F. In Cottbus wurden sie und ihr Ehemann als erste Zeugen befragt. Ilona F. unter  Ausschluss der Öffentlichkeit wegen ihrer traumatischen Belastungsstörungen

Bei allem Kopfschütteln, wie Menschen in ihr Verderben rennen, sollte sich dennoch Häme an der Stelle von selbst verbieten.

Ilona F. und ihr Mann Michael, die in Herzberg einen Friseur- und Kosmetiksalon betreiben, wollten ihren Kunden etwas Besonderes bieten. So suchten sie bei der Flüchtlingshilfe einen syrischen Friseur. Man hatte auch schon Wohnungen an Syrer vermietet und gute Erfahrungen gemacht. Jetzt begann vor dem Cottbusser Landgericht die Zeugenbefragung wegen des Mordversuchs des syrischen Friseurs an seiner Chefin.

Denn Mohammed H. war nicht so ein Glücksgriff wie die Mieter der F.s, so Christian Taubert, der für die Lausitzer Rundschau auf LR-online den Prozess beobachtet:

Was in Herzberg bisher als gelungenes Beispiel von Integration dargestellt wurde, entpuppte sich nach den Aussagen des Ehemanns von Ilona F. später im Zeugenstuhl des Landgerichtes als das ganze Gegenteil.

Obwohl Mohammed wenig Interesse zeigte, Deutsch zu lernen, wollte man ihn aber nicht „fallen lassen.“:

„Ich wusste, dass er kein guter Mitarbeiter war.“

„Von 100 Arbeitstagen habe Mohammad H. zuletzt noch an vier Tagen gut gearbeitet.“

 „Er hatte einen Level von vierter bis fünfter Klasse Förderschule.“

„Wenn es nicht zu dem Angriff auf seine Frau gekommen wäre, hätte ich Mohammad die Wohnung gekündigt.“ Da habe es nach einem Jahr ausgesehen, als wäre die Wohnung schon zwölf Jahre bewohnt gewesen. Den Anteil der Miete, der nicht vom Amt gezahlt wurde, habe er nie gesehen.

Von regelmäßigem Drogenkonsum des Angeklagten ist die Rede ebenso, auch das H. gegenüber der Polizei behauptet habe, ein Verhältnis mit seiner Chefin gehabt zu haben. Ein Gerücht, das ja heutzutage schon reflexartig zu irgendeiner Form von Internet-Mobbing führt. Nach Ihrer Aussage unter Ausschluss der Öffentlichkeit, hätte Ilona F.  gesagt, sie sei nun erleichtert, berichtet LR-online. Der Rasiermesserangriff im Juni 2017 lief nach Darstellung anderer Zeugen wohl so ab:

Mohammed H. war mit einem weiteren Syrer namens Y. in den Friseursalon gekommen. Als dieser eine Zigarette rauchen ging, war Mohammed H. mit Ilona F. in Obergeschoss des Salons allein:

Erst als Schreie zu hören gewesen waren, sei Y. nach oben gerannt. Dort sei der Boden voller Blut gewesen, Mohammad H. hätte das Opfer an den Haaren gehalten und zu Boden gedrückt. Y. habe ihn weggezogen und mit nach unten genommen. Dabei habe der Tatverdächtige ihn gebissen und gerufen, er solle ihn ins Haus zurück lassen.

Er wollte mich umbringen“, habe Ilona F. Zeugin Marlies L. zufolge gerufen. Y. habe ihr das Leben gerettet.

Es sind eben nicht alle Syrer wie Mohammed H., aber auch nicht alle wie Y..

Leider kann man keinem in den Kopf gucken, pflegte meine Großmutter zu sagen. (VK)

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