Der Trauermarsch von Kandel

Foto: Privat
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Durch die Kampagne in den sozialen Medien, bin ich auf diese Veranstaltung für die ermordete Mia aufmerksam geworden. Als ich sie gelesen hatte, war mir sofort klar, da muss ich dabei sein. Ein Zeichen setzen, das möchte ich mit meiner Anwesenheit. Meine Wut, meinen Schmerz, ja, auch meine Ohnmacht wollte ich dorthin tragen. Es mußte friedlich und leise aus mir heraus.

Von aufgewachte

Als ich gegen 17:00 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Drogeriemarkt dm in Kandel ankam, füllte sich dieser sehr schnell mit um die 400 Trauernden.

Großteils waren sie aus dem süddeutschen Raum angereist.

Einige von ihnen stellten ihre mitgebrachte Kerze auf oder sahen sich die Gedenkstätte an.

Insgesamt nahm ich die Atmosphäre als „Wir müssen heute hier sein“, „Es darf nicht weiter geschwiegen werden“, sowie „Endlich haben sich Gruppen zusammengeschlossen um etwas zu machen. Das hat bestimmt große Wirkung“, da wir nicht überhört werden können“, wahr. Trauernde sagten, dass es jetzt nicht so weiter gehen könne. Es muss etwas unternommen werden.

Jeden von uns könnte es mittlerweile und das täglich, treffen. Auch Aussagen wie, „Es gibt nur Ärger mit denen“, „Die Grenzen sollen endlich geschlossen werden“, „Was Merkel macht ist unser Untergang“, „der Islam gehört nicht zu uns“ und einige andere Aussagen, hörte ich beim Umherlaufen in der Menge.

Die pünktlich um 18:00 Uhr gemachte Ansage des Veranstalters „DerMarsch2017“ beinhaltete, dass die ca. drei Kilometer des Trauermarsches ohne Schilder und Transparente, ruhig mit Kerzen und zum Gedenken an Mia gegangen werden sollen.

Woraufhin sich der Trauermarsch langsam in Richtung Marktplatz in Bewegung setzte.

Unter den Trauernden befand sich auch Imad Karim, der bekannte Filmemacher.

http://www.pi-news.net/2018/01/imad-karim-in-kandel-wir-werden-soziale-unruhen-haben/

Am Marktplatz angekommen, wir waren jetzt ungefähr auf 600 Trauernde gewachsen, hielt der Veranstalter eine Rede, die mit einer kurz eingelegten Schweigeminute  endete. Wonach es wieder in Richtung dem Ausgangspunkt los ging.

Genau so friedlich, wie auf dem Hinweg, ging es jetzt in Richtung des Ausgangspunktes zurück.

Dort angekommen, wurde die Gedenkstätte von jungen Männern und Frauen, von denen einige bunte Regenschirme in der Hand hielten, verstellt. Die Antifa Terrorgruppe hatte Aufstellung genommen, um für Unruhe / Randale zu sorgen.

Durch ihre Aufstellung versperrten sie uns den Zugang zur Gedenkstätte.

Weshalb sie von dem breit aufgestellten Bündnis des Trauermarsches lautstark mit „Jeder hasst die Antifa, jeder hasst die Antifa …“ des Platzes verwiesen wurden. Allein durch ihre Anwesenheit war die Situation, die zuvor der Trauer angemessen war, nicht mehr vorhanden.

Da sich die Antifa Terrorgruppe trotz unserer Aufforderung nicht entfernte, ja der Tumult noch größer und lauter wurde, mahnte ein Trauernder zur Besonnenheit auf.

Er sagte mit lauter und fester Stimme, was sie hier machen, sie sollen sich schämen und nach Hause gehen, um uns in der Trauer nicht zu stören.

Dieser Aufforderung wurde von uns mit „Schämt euch, schämt euch…“ kräftigen Nachdruck verliehen.

Dadurch, dass die Botschaft von uns, einer solch großen Menschenmenge gerufen wurde, zogen es die „Antifanten“ vor, sich hinter der Polizei zu verstecken. Das haben wir, die Trauernden unserem Zusammenhalt zu verdanken. Gemeinsam ist man eben stark. Unsere Botschaften, Aufforderungen hatten richtig Power.

Doch der laute Tumult hörte nicht auf, die Polizei griff meines Erachtens mit „Samthandschuhen“ ein, wurde die Versammlung für beendet erklärt.

Endgültiger Abschluss der Trauerfeier, war das Singen Nationalhymne.

Das musste sein, das tat gut.

Was ich aus der Veranstaltung mitnehme: Zusammenhalt macht stark und motiviert.

An alle Leser dieses Artikels ende ich mit meinem Motto:

„NEVER GIVE UP,

GO STRAIT AGAIN AND AGAIN.

DON‘T LOOK WHAT‘S BEHIND YOU“

 

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