Deutsche: Die Helmchenphilosophen

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Dumm gelaufen: Tot trotz Helmchen (Foto: Pixabay)

Deutsche dürfen vor vielen Dingen Angst haben. „The German Angst“ ist international legendär. Deutsche durften auch in der Vergangenheit vor vielen Dingen Angst haben, vor denen sie heute keine mehr zu haben brauchen: Waldsterben und Ozonloch zum Beispiel. Die Ängstlichen und Verzagten sind leicht zu regieren. Und die Gottlosen erst recht. Deswegen werden sie medial gezüchtet. Das ubiquitäre Fahrradhelmchen ist Indikator für einen beispiellosen Glaubensverlust – und damit einer eines desaströsen Kulturverfalls. Haben Sie keinesfalls Angst vor der Islamisierung! Das ist eine obrigkeitsinkompatible  Angst. Befürchten Sie lieber, vom Rad zu fallen. Ein alter Facebook-Text.

von Max Erdinger

LORD HELMCHEN

Der Fahrradhelm ist ein Faszinosum. Ein schreckliches. Wieviel Angst um sein bisschen Leben kann man haben?

Ich habe hier im Ort Alte gesehen, die Fahrradhelmchen auf hatten. Die haben Stalingrad und Dresden überlebt! Wovor fürchten die sich?

Wahrscheinlich verhält es sich so: Wenn man außerdem noch Waldsterben, AIDS und Ebola samt Ozonloch überlebt hat, dann möchte man nicht ausgerechnet die Klimakatastrophe und die eigene politische Geschlechtsumwandlung versäumen, bloß weil man mal blöd vom Rad gefallen ist.

So muss es wohl sein. Dass man es vielleicht auch ohne Helmchen noch erleben könnte, glaubt wohl keiner mehr. Alle mental bereits dem Tode geweiht. Schon seltsam. Da konnten die früher bis Stalingrad und zurück … was weiß ich …. rodeln, fahren, laufen, reiten …. und heute schaffen sie die 500 Meter von zuhause mit dem Rad bis zu EDEKA nicht mehr ohne ihr Helmchen. Die haben doch Schiss – ?!

Ich glaube, es ist so: Früher, als die nach Stalingrad marschiert sind, da waren sie irgendwie …. wie sage ich das jetzt? …. inbrünstiger. Da haben sie noch an etwas geglaubt. Im günstigeren Fall war es Gott. Ihr Leben hätten sie gegeben für … äh … Muttererde und Vaterland, Dürer und Reich. Weil sie ja das Paradies sowieso erst noch vor sich hatten.

So ein Fahrradhelmchen ist eigentlich nichts anderes als eine Narrenkappe für Atheisten. Aber so ist das halt: Wenn man schon befürchten muss, dass mit dem Tod keine Zukunftsperspektive mehr verbunden ist, dann möchte man das einzige Leben, das man hat, nicht stillos dergestalt aushauchen, dass man weichbirnig gegen den Pfosten eines stählernen Spenders von Tüten für Hundehäufchen knallt. Zumal dann nicht, wenn man kaum Humor hat. Weil es einem dann nämlich nicht lustig vorkommt. Stalingrad hin oder her.

Vielleicht finde ich bei den Grünen Gehör für meinen Vorschlag, wenigstens den Bundesadler durch ein Fahrradhelmchen zu ersetzen.

Wandere aus, solange es noch geht!
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