Brexit-Gegner setzen auf Gevatter Tod

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Brexit-Befürworter sterben aus (Foto:Durch lonndubh/shutterstock)

Angesichts des näher rückenden Austritts Großbritanniens aus der EU setzen die verzweifelten EU-Fans jetzt alle Hoffnungen auf Gevatter Tod. Der britische Journalist David Aaronovitch „freut“ sich in einem Interview über den Tod von fast einer halben Million Brexit-Befürwortern in den nächsten zwei Jahren – dann seien die Gegner endlich in der Mehrzahl.

„Die Brexit-Generation stirbt aus. Neulich Abend habe ich mit einer Freundin aus Yorkshire gesprochen. Sie erzählte mir, dass in ihrer Familie im vergangenen Jahr schon vier Brexit-Anhänger gestorben seien“, erklärt der preisgekrönte Autor, politische Journalist und Ex-Kommunist in der Sendung BBC Newsnight.

„Der Meinungsforscher Peter Kellner lauschte unserem Gespräch und erklärte uns, dass sich seinen Berechnungen nach die Brexit-Mehrheit auf natürlichem Wege gen Null reduzieren wird. Aus Altersgründen sterben jährlich 600.000 Menschen, die am Referendum teilgenommen haben. 450.000 von ihnen haben für den Austritt gestimmt, 150.000 dagegen. Wenn man nun die folgende jüngere Generation samt Brüdern und Schwestern dagegen rechnet, werden die Gegner zum Austrittszeitpunkt 2020 in der Mehrheit sein“, schlussfolgert der Sohn eines britischen Ökonomen und Führers der Kommunistischen Partei Großbritanniens CPGB und betont, er möchte mit seiner Prognose nicht „kaltschnäutzig“ wirken. Die jüngere Generation würde den Vorhersagen nach nicht mehr konservativ wählen so wie ihre Eltern.

Die junge Generation sei untereinander besser vernetzt, insgesamt sozialliberaler und weniger auf Besitz wie eigene Häuser aus, ihnen seien andere Dinge wichtig, dass würde die Debatte verändern. (MS)

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