Berliner Vielfalt: Polizeibekannter „Fahrgast“ droht, Kontrolleur Kopf abzuschneiden!

Foto: Durch linerpics/Shutterstock
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Zwei „Schwarzfahrer“ ungenannter Hautfarbe bedrohen Fahrkartekontrolleure. Doch der Deutsche Richterbund hat schon eine Lösung. Der Tatbestand Schwarzfahren wird abgeschafft. Gut durchdacht. Dann zahlt wohl bald keiner mehr

Immer wieder Problem mit dem Temperament von „Schwarzfahrern“. Manche Fahrgäste mögen schon die Frage nach dem Ticket nicht.

Zwei Fälle aus dem bunten Berlin:

Am Mittwochmorgen schlug ein „Fahrgast“ in der U-Bahn den Kontrolleur, der seine Identität feststellen wollte, ins Gesicht. Als der Zug hielt, versuchte er zu fliehen. Trotz weiterer Schläge ins Gesicht konnte der Kontrolleuer ihn festhalten. Mehr erfährt man nicht über den „Mann“ und ob er gleich wieder gehen konnte, oder erst nach erkennungsdienstlicher Behandlung, bleibt offen.

Am Abend ein weiterer Fall in der S-Bahn. Hier erfährt man mehr über den „Mann“. Es war ein 27-jähriger Cottbusser (hört, hört). Ein Kontrolleur wurde von diesem erst beleidigt und dann mit einem Messer bedroht. Die Situation kochte hoch, der (gebürtige?) Cottbusser beleidigte weiter, zog dann sein Küchenmesser (Typisch Cottbus, oder?), mit dem er in Richtung eines Kontrolleurs zeigte und ihm drohte „den Kopf abzuschneiden“. (Also wenn das nicht ganz klar Cottbus ist. So typisch.)

Hinzu geeilte Beamte konnten dem Ticketerschleicher das Messer entwenden. Zur weiteren Bearbeitung nahm man den aggressiven „Mann“ mit zur Dienststelle. (Aber die ließen ihn doch sicher gleich wieder laufen, oder?) Laut Bundespolizei hat er die Hautfarbe „polizeibekannt.“

Der deutsche Richterbund sieht die Probleme und fordert in der Welt den Tatbestand „Schwarzfahren“ ganz abzuschaffen. Es sei eine Ordnungswidrigkeit. Man müsse Justiz und Polizei entlasten.

Motto: Ich mache Straftaten legal und schon stimmt die Statistik.

Zwei aus dem Welt-Forum zum Artikel:

„Es ist wie bei den Ladendieben, es werden immer mehr. Selbst wenn man den Straftatbestand abschafft, landet der Tatbestand dann letztendlich verzögert doch wieder bei Gericht. Zum Beispiel wenn die BVG oder Geschäfte Hausverbot erteilen und sich wieder keiner daran hält oder will man Paragraph 123 StGB auch gleich abschaffen?.“

„Alltag in Großbritannien: Auf einen Bahnsteig, egal ob U-Bahn oder Fernzug, kommt man nicht ohne Fahrkarte. Vor den Rolltreppen der Londoner U-Bahn stehen Schranken, durch die man ohne sein Ticket gar nicht kommt. Und Personal gibt es auch, damit keiner auf die Idee kommt, einfach drüber zu springen. Funktioniert sogar im Bus. Folge: Fast niemand in London fährt schwarz. All das gab es in Deutschland früher auch. Sogar die Bahnsteigkarte, die Lenin einst zu seiner ironischen Bemerkung über Deutsche verführte. In Berlin sieht man in den alten U-Bahnhöfen immer noch die Kontrollhäuschen, wo man früher den Fahrschein kaufen oder vorzeigen musste. Alles abgeschafft, verwaist. Warum? Weil sie kein Personal mehr haben wollen. Stattdessen verwahrloste, nach Urin stinkende Bahnhöfe, die jeder meidet, so er kann. Und dann die Rollkommandos der Kontrolleure, die, privatisiert, wie eine Ghetto-Gang aussehen und sich benehmen. Schafft den freien Zugang zu den Zügen ab, wie früher. Stellt ein paar Leute ein, wo das Geld wäre, muss ich hier nicht erwähnen. Und dann ist Johnny Kontroletti, aber auch der Schwarzfahrer Geschichte.“ (VK)

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