Vermehrt Tuberkulose, Hepatitis, Lepra „eingeschleppt“ – aber kein erhöhte Infektionsgefährdung für die Allgemeinbevölkerung!

Symbolbild: shutterstock.com
Epidemie (Symbolbild: shutterstock.com)

Das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) berichtet in regelmäßigen Abständen über die vermehrt auftretenden meldepflichtigen Infektionskrankheiten durch die Massenzuwanderung. Obwohl Lepra, Hepatitis und Tuberkulose-Fälle in steigender Zahl dokumentiert sind, gibt es laut dem RKI kein Anlass zur Besorgnis.

Das Robert-Koch-Institut (RKI), ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums, ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und –prävention. Laut Eigendarstellung des RKI umfasst der Auftrag des Instituts die Beobachtung des Auftretens von Krankheiten und relevanter Gesundheitsgefahren in der Bevölkerung als auch das Ableiten und wissenschaftliche Begründen der erforderlichen Maßnahmen zum wirkungsvollen Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.

Meldung eines Lepra-Falls

Das RKI zählte in seinem Bericht zu meldepflichtigen Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden in Deutschland mit Stand vom November 2017 folgende Zahl auf:

1.198 Fälle von Tuberkulose, 887 Fälle von Hepatitis (A-E) und ein Lepra-Fall. Die meisten Meldefälle gab es in Bayern (728), Baden-Württemberg (392) und Nordrhein-Westfalen (375).

Nach Herkunftsländern ergeben sich für den vorliegenden Berichtszeitraum (1. bis 48. Kalenderwoche) folgende Fallzahlen von meldepflichtigen Infektionskrankheiten: Syrien (312), Eritrea (309), Somalia (248), Afghanistan (176), Sierra Leone (104), Nigeria (88), Irak (84), Pakistan (68). Äthiopien (65) und Guinea (64).

Nach Geschlecht aufgeteilt beläuft sich die Anzahl und Anteil der übermittelten Fälle von meldepflichtigen Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden mit 73 Prozent auf 2.105 männliche Erkrankte und 26 Prozent weiblicher Erkrankte, was somit 743 Personen betrifft. Mit einem Prozent gehen 21 Personen mit unbekanntem Geschlecht in die Statistik des RKI ein.

Laut dem Institut belaufen sich die gemeldeten Infektionen auf „derzeit 40 bis 100 Fälle pro Woche“.

Hohe Dunkelziffer

Die Bewertung des Auftretens von meldepflichtigen Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden in Deutschland wird laut dem RKI dadurch erschwert, dass die Gesundheitsämter die zusätzlichen Angaben bei Asylsuchenden nur übermitteln könnten, wenn ihnen diese durch die Meldung oder durch eigene Ermittlungen vorliegen würden. Dadurch werde eine „nicht quantifizierbare Zahl von Fällen“ nicht als Asylsuchende identifiziert.

Des Weiteren sind nicht alle Angaben vollständig, sprich es existiert eine erhebliche Dunkelziffer in der Erhebung. Zudem sind HIV-Infektionen und Geschlechtskrankheiten in der RKI-Statistik nicht erfasst. Diese werden in separaten Publikationen dargestellt.

Das RKI sieht aber trotzdem derzeit weiterhin keine erhöhte Infektionsgefährdung der Allgemeinbevölkerung durch Asylsuchende. (SB)

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