Israel will 40.000 illegale afrikanische Immigranten abschieben

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (Bild: Knesset Pressefoto)

Israel will – wie angekündigt – Zehntausende illegale Immigranten aus Afrika zur Ausreise zwingen. Wer freiwillig geht, soll eine Prämie erhalten, wer sich weigert, soll festgenommen werden.

Die Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde fordert die als „Eindringlinge“ wahrgenommenen illegalen Immigranten aus dem Sudan und Eritrea seit Montag zur freiwilligen Ausreise innerhalb von drei Monaten auf. Wer bis Ende März das Land verlasse, erhalte umgerechnet rund 2900 Euro, schreibt die Behörde auf ihrer Internetseite, so Medienberichte übereinstimmend.

„Die Eindringlinge haben eine klare Wahl – mit uns kooperieren und freiwillig gehen“, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zu Beginn der Kabinettssitzung. „Oder wir müssen andere Werkzeuge anwenden, die uns den Gesetzen nach zur Verfügung stehen.“ Einem entsprechenden Plan habe das Kabinett zugestimmt, teilte das israelische Innenministerium mit.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen kritisierte naturgemäß die geplanten Abschiebungen als „menschenverachtend und völkerrechtswidrig“. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR, dem Dänemark den Rücken gekehrt und sich ausgeklinkt hat (jouwatch berichtete) –    hatte sich bereits im November „zutiefst besorgt“ über die Pläne und die Sicherheit der Abzuschiebenden gezeigt. (SB)

 

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