BGH-Urteil: Ein Transsexueller kann rechtlich nicht Mutter sein

Foto: Durch Tatyana Dzemileva/shutterstock
Transsexuelle kann rechtlich nicht Mutter sein (Foto: Durch Tatyana Dzemileva/shutterstock)

Eine Transsexuelle – ehemals Mann – zeugt mit seiner /ihrer Partnerin ein Kind und will als zweite Mutter anerkannt werden. Das geht nicht, entschied jetzt der Bundesgerichtshof:  „Rechtlich gilt nur die Frau als Mutter, die das Kind geboren hat.“ Die Samenspende der Transsexuellen begründe die Vaterschaft, so das Gericht.

Die Transexuelle und ihre Partnerin wollten beide in der Geburtsurkunde des Kindes als Mütter geführt werden. Der Ex-Mann hatte sich 2012 im Standesregister als Frau eintragen lassen und 2015 mit seiner Partnerin ein Kind mit Hilfe von  konserviertem Samen gezeugt.

Das Standesamt lehnte den Wunsch der beiden Frauen ab, als Mütter in der Geburtsurkunde eingetragen zu werden, daraufhin zog die Transsexuelle durch sämtliche Instanzen bis vor den Bundesgerichtshof und muss nun damit leben, rechtlich nicht als Mutter zu gelten.

Im vergangenen September hatte der Bundesgerichtshof bereits entschieden, dass ein Frau-zu-Mann-Transsexueller auch dann rechtlich als Mutter eines von ihm selbst geborenen Kindes gilt, wenn es nach der rechtlichen Anerkennung des Transsexuellen als Mann zur Welt kommt. (MS)

 

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