Rassismus-Vorwürfe: Machwitzkaffee antwortet

Foto: Screenshot
Foto: Screenshot

Die hannoversche Kaffeerösterei Machwitz wurde wegen ihres Logos angegangen. Es sei rassistisch, man solle es ändern. Nun die Antwort des Firmenchefs auf Facebook:

Liebe Leser,

wie wir alle der Presse und den Sozialen-Netzwerken entnommen haben, fordert Herr Dr. Barnes uns auf, das Firmenlogo zu ändern. Leider hat er sein Anliegen zu keiner Zeit persönlich an uns gerichtet, sondern den Weg über die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), stellvertretend hierfür Chefredakteur Herr Hendrik Brandt, gewählt. Wir wären für ein persönliches Gespräch mit Herrn Dr. Barnes immer bereit gewesen. Seine Meinung und Expertise auf diesem Gebiet hätte uns sehr interessiert.

Was wir als Familienunternehmen mit allen unseren Mitarbeitern in den letzten Tagen erleben mussten, war leider keine Diskussion mit uns, sondern über uns! Wir hätten uns vorab einen fairen Austausch mit allen beteiligten gewünscht, statt öffentlich an den Pranger gestellt und des Rassismus beschuldigt zu werden. Wir empfinden es als eine Verleumdung unserer Familie.

Zu unserem Logo und der Beibehaltung bis heute, möchte ich kurz die Hintergrundgeschichte erläutern, die für uns neben der Firmentradition besonders eine emotionale Komponente beinhaltet: Der Firmengründer Wilhelm Machwitz hatte 9 Kinder. 3 seiner Kinder sind in jungen Jahren verstorben. Bei der Gründung von Machwitz Kaffee im Jahr 1883 in Danzig widmete er den Verstorbenen das Firmenlogo. Inspiration war seine geschäftliche und persönliche Verbindung zu den afrikanischen Ländern, aus denen er die Rohwaren für sein Geschäft bezog.

Bedanken möchten wir uns bei allen, die uns in den letzten Tagen per eMail, durch persönliche Anrufe, Kommentare und Leserbriefe ihre zahlreichen positiven und ermutigenden Rückmeldungen zugetragen haben, gleichwohl auch für die konstruktive Kritik, die uns andere Blickrichtungen aufgezeigt hat.

Zum Abschluss möchte ich für meine Familie und Mitarbeiter nochmals eindeutig erklären, dass wir jegliche Art von Rassismus auf das Schärfste ablehnen und dies in unserem Umkreis und Firmenalltag auch nicht dulden. Vielmehr setzten wir uns seit Jahrzehnten für faire Handelsbeziehungen zu unseren Kaffeebauern ein und pflegen einen persönlichen Austausch.

Ein User bei Facebook hat es meiner Meinung nach sehr treffend formuliert:
„Bei dem Logo sehe ich nur 3 Menschen.“

Für das neue Jahr wünsche ich uns allen Offenheit und Toleranz.

Ihr Maximilian Koch, Jörg-Walter Koch, Familie Koch und Mitarbeiter.

P.S. Gerne hätte ich mich schon früher geäußert, jedoch befinde ich mich derzeit in Brasilien (Familienfeier und Kaffeeplantagen Besuch) und habe eingeschränkten Internetzugang. 30.12.2017

Sieht wohl nicht so aus, als würde man auf den Skandalisierungsmob reagieren.

Das Logo bleibt. Und das ist auch gut so. (VK)

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.