AfD Hessen erstattet Strafanzeige gegen Peter Fischer

Foto: Durch Bastian Kienitz/Shutterstock
Foto: Durch Bastian Kienitz/Shutterstock

Die beiden Landessprecher der AfD Hessen, Robert Lambrou und Klaus Herrmann, haben Strafanzeige gegen Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt.

Auf der Internetseite des hessischen AfD-Landesverbandes erklärt Klaus Herrmann in einer Pressemitteilung: „Wir hätten gern auf diesen Schritt verzichtet. Aber die völlig inakzeptablen Bezeichnungen wie ‚braune Brut‘ und ‚Nazis‘ von Herrn Fischer, die sich gegen alle AfD-Wähler und damit auch gegen uns richten, können und dürfen so nicht beibehalten werden. Der sonst dadurch entstehende Eindruck wäre verheerend.“

AfD setzt anstatt auf öffentliche Beschimpfungen auf Dialog

„Anstelle öffentlicher Beschimpfungen, wie Herr Fischer sie verwendet, bleiben wir ruhig und besonnen“, führt der Kriminalhauptkommissar a.D. Klaus Herrmann weiter aus. Er legt jedoch Wert auf die Feststellung: „Eine Strafanzeige ist in diesem Fall erforderlich.“

Sein Sprecherkollege Robert Lambrou trägt die Strafanzeige mit, setzt jedoch trotz des von Herrn Fischer mehrfach abgelehnten Gesprächsangebots weiter auf einen Dialog. „Leider kam auf meine E-Mail an Herrn Fischer über die Geschäftsstelle der Frankfurter Eintracht vor einigen Tagen noch keine Antwort. Auch zu den Mitgliedsanträgen von mir und Klaus Herrmann gab es noch keine offizielle Reaktion.“

„Werden Sie Mitglied bei Eintracht Frankfurt. Dann dürfen Sie auch den Präsidenten mitwählen“

„Deshalb habe ich mir gestern Abend Herrn Fischers persönliche E-Mail-Adresse besorgt und werde ihn heute Nachmittag direkt anschreiben“, informiert Robert Lambrou. „Wir sind immer noch der Meinung, dass dieser Konflikt am Ende in einem persönlichen Gespräch beigelegt werden kann. Dazu sind wir weiter bereit.“

Robert Lambrou fordert in Reaktion auf aktuelle Medienberichte öffentlich dazu auf, keine Hass-Mails mehr an die Geschäftsstelle von Eintracht Frankfurt zu schreiben. „Erstens macht man so etwas grundsätzlich nicht und zweitens gibt es doch überhaupt kein Problem mit Eintracht Frankfurt. Dieser wunderbare Verein kann nun wirklich nichts für die Äußerungen seines Präsidenten.“ Er fordert alle Fischer-Kritiker vielmehr dazu auf: „Werden Sie lieber Mitglied bei Eintracht Frankfurt. Dann dürfen Sie übrigens auch den Präsidenten mitwählen. Die nächste Wahl findet am 28. Januar statt.“

Wie jouwatch berichtete, hatte der Vereinspräsident von Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, in einem Interview mit der FAZ öffentlich kundgetan, er wolle keine AfD-Wähler als Mitglieder von Eintracht Frankfurt haben. Es würde sich nicht  mit der Vereinssatzung vertragen, die AfD zu wählen Nachdem Kritik an seinem undemokratischen Gebaren nicht nur aus den Reihen der AfD laut wurde, legte Fischer nochmals nach und verkündete selbstherrlich: „Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben.“  (SB)

 

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