Ägypten: „Nichtgläubige zur Gefahr fürs Land erklärt“

Foto: Ägyptische Flagge (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Ägyptische Flagge (über dts Nachrichtenagentur)

Das muslimische Ägypten erklärt Nichtgläubige zur Gefahr fürs Land! (siehe http://www.spiegel.de/…/aegypten-gesetz-gegen-atheisten-kam…

„Die Regierung betrachtet sie als Gefahr für die ganze Gesellschaft. Der Chef des Ausschusses für Religion im ägyptischen Parlament will künftig alle Landsleute bestrafen, die nicht an Gott [Anm. Allah] glauben (…)

Von Michael Stein

„Atheismus muss unter Strafe gestellt werden, weil Atheisten keinen Glauben haben und weil sie die abrahamitischen Religionen beleidigen“, sagt Hamroush. Mit seiner Vorlage reagiere er auf die angebliche Ausbreitung des Atheismus in der ägyptischen Gesellschaft. „Wenn jemand die Religion verlässt, an die er geglaubt hat, bedeutet das eine Verachtung aller Religionen“, argumentiert der Politiker.

Hamroushs Gesetzesinitiative erfolgt zeitgleich mit einer groß angelegten Polizeikampagne gegen Atheisten in Ägypten. In der vergangenen Woche verhafteten die Behörden den Administrator einer Facebook-Seite für Atheisten. Er wird angeklagt, weil er den Koran verzerrt dargestellt und beleidigt haben soll. Zudem nahmen sie den Social-Media-Aktivisten „Khoram“ fest. Die Justiz wirft dem Mann vor, er gehöre der verbotenen Muslimbruderschaft an. Er selbst bezeichnet sich aber als Atheist. Wie ein Ungläubiger gleichzeitig Mitglied einer islamistischen Organisation sein kann – diese Erklärung sind die Ermittler bislang schuldig geblieben.“

„Viele Parlamentsabgeordnete und Mitglieder der Azhar-Universität, der wichtigsten religiösen Institution Ägyptens, unterstützen sowohl diese Kampagne der Sicherheitskräfte als auch Hamroushs Gesetzesinitiative. „Die Ausbreitung des Atheismus ist Ausdruck von Dekadenz und fehlendem Glauben und bedroht die gesamte Gesellschaft“, sagt der Abgeordnete Mustafa Bakri. „Es ist notwendig, Gesetze zu erlassen, die Bürger davon abhalten, die natürlichen Instinkte des Menschen zu verletzen und jene zu bestrafen, die vom Atheismus verführt werden“, sagt auch Mohamed Zaki, Chef des Obersten Rats für islamische Missionierung an der Azhar-Universität.“

Was sagt das über den moderaten Islam und seine Fähigkeit mit freiheitlichen Grundrechten umzugehen aus? Jedenfalls nichts Gutes!

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